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Mit einem Hammer an die Öffentlichkeit: AH-TA Mitanand 2012

Wann? 11.11.2012

Wo? schlachthof Bühne und Wirtshaus, Zenettistraße 9, 80337 München DE
Logo Sozialverband AH-TA e. V. (Foto: http://www.ah-ta.de)
München: schlachthof Bühne und Wirtshaus | Wer den alterwürdigen Schlachthof – weit über die Grenzen Münchens hinaus bekannte Kultstätte des Kabaretts und der Kleinkunst – als Location seiner Auftaktveranstaltung wählt, hat Großes vor oder Wichtiges zu sagen.

Beides gilt in gleicher Weise für das zur Dauereinrichtung werdende Mitanand, welches am 11. November seine Premiere als Benefiz-Matinée hatte, wie die Anliegen von AH-TA e. V..

Die Problematiken und Notwendigkeiten von ADHS, Mobbing, Tic-Störungen und Tourette aus deren Nischen- und Schattendaseins in eine möglichst breit angelegte öffentliche Wahrnehmung zu holen, ist das Anliegen des Sozialverbandes AH-TA e. V. http://www.ah-ta.de, der sich, auf den langjährigen Erfahrungen seiner Initiatoren basierend, ganz bewusst nicht als
Selbsthilfeeinrichtung aufgestellt hat und deshalb, als eine der Konsequenzen daraus, auf sämtliche öffentlichen Unterstützungen verzichten muss.

The Lazy Bones spielten zusammen mit Lexwell schon vor offiziellem Programmbeginn unplugged und unteched im und mit dem Publikum im wahrsten Sinne des Worts zum Anfassen und legten zur Begrüßung durch die charmante TV-Moderatorin (u. A. mdr, n-tv) Rommy Arndt bereits besten Stimmungspegel vor.
Und dies im Rahmen einer echten Weltpremiere, denn die beiden Bands, welche sich noch nie zuvor begegnet waren spielten, als hätten Sie es schon immer so gemacht, tatsächlich jedoch ohne jede Vorprobe.

Die Ingolstädter Rockformation The Lazy Bones heizten zu Beginn, dem über alle Veranstaltererwartungen hinaus zahlreich erschienenen Publikum ein, worauf Lexwell, die Multiinstrumentalisten, mit tief- und hintergründigem Musikkabarett bester bayerischer Prägung folgten, wobei sie ganz in der Well’schen Spontantradition ihre Texte eigens für diese Matinée umgeschrieben und auf die Themenkreise von AH-TA e. V. abgestellt hatten, ehe Ludwig Pröls als Gründungsmitglied und heutiger stellvertretender Vortandsvorsitzender auf die einfühlsamen Fragen vom Rommy Arndt sehr aufschlussreich von teils unfassbaren, sowie über Jahrzehnte gehenden, Leidenswegen der Betroffenen und den sich hieraus ergebenden Anforderungen an AH-TA e. V. berichtete. Zudem gab er Ausblick, dass sich AH-TA e. V. in Zukunft nicht mehr rein auf die ursprünglichen Krankheitsbilder konzentrieren, sondern allen Menschen zur Seite stehen wird, die auf Grund einer Erkrankung Probleme bekamen, welche sie alleine nicht mehr meistern können, unabhängig davon um welche Krankheit es sich auch handelt.

Kabarett-Schwergewicht und -Urgestein Ottfried Fischer ging in seinem, sich in erster Linie um seine persönliche Situation rankendem Solo so brillant mit dieser um, dass er eine gewichtige Lanze für die Inklusion statt Separation brach.

Das gesamte Aufgebot an KünstlerInnen geht insbesonders auch auf die Einladung der AH-TA e. V. Botschafterin Lizzy Aumeier zurück, welche bei ihrem Auftritt in ihrer gewohnten Selbstironie insbesondere in der fränkischen Fassung der Titanic Bugszene ihren Partner aus dem Publikum an den Rand seines Fassungsvermögens brachte.

Als weitere pragmatische Unterstützungen gaben die Schirmherren Dirk von Zitzewitz seinen Rennanzug von der Rally Dakar und Florian David Fitz – Spross der legendären Münchner Künstlerfamilie – seinen Deutschen Comedypreis zur Versteigerung, wie auch das Bühnenbild unter den Hammer kam und Schnellzeichner David Müller Portraits der Gäste fertigte.

Fachautorin Ilia Faye gab Im Interview mit Rommy Arndt dem Publikum ebenso profunde Einblicke in die Negativmerkmale des Mobbings, wie Dr. Johannes Streif einen Querschnitt zu ADHS, Tic-Störungen und Tourette, ehe die Ludwig-Seuss-Band aus einer mehr, als nur gelungenen Veranstaltung heraus spielte.
Vielfältigste Sponsorenunterstützungen waren die nicht unwesentlichsten Garanten des Gelingens und fanden auf Plakaten, im Programmheft, über Autogrammkarten, sowie natürlich die richtig dosierte Nennung während der Veranstaltung selbst Ihren Gegenwert.

Die Erwartungen auf Mitanand 2013 sind gelegt, erste KünstlerInnenzusagen dazu schon erfolgt und die Kartenreservierung daher bereits angesagt!

© Bild: http://www.ah-ta.de CC – Logo Sozialverband AH-TA e. V.


Erich Neumann, freier Journalist über VZB Verband
der Zeitschriftenverlage in Bayern e. V. www.v-z-b.de
und Medienunternehmer www.cmp-medien.de
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GSM 01 72 3 55 08 00, e-Mail newsletter@cmp-medien.de
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