Mitten in München: Hungernde Flüchtlinge und eine "nicht erpressbare" Sozialministerin!

Mitten in München bahnt sich eine Katastrophe an und zwei Ministerien haben nix besseres zu tun, als die Verantwortung hin und her zu schie-ben! So geht's nicht. Das ist ignorant, verantwortungslos, unmenschlich und beschämend! Ist das die bayerische Flüchtlingspolitik?! Um Himmels-Willen. Fremdschämen... kenne ich eigentlich nicht. Aber wenn Menschen, die Hilfe suchen und dringend nötig haben, immer wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden... da bleibt uns nichts anderes übrig als uns zu schämen. Da kann man nur noch eindringlicher an die Menschlichkeit und das soziale Gewissen von Frau Haderthauer und Herrn Herrmann (der, wie man im Netz gut sehen kann, "Wichtigeres" zu tun hat!) appellieren!

Stattdessen: Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer fordert die hungerstreikenden Flüchtlinge doch tatsächlich auf, wieder zu essen, weil hierzulande Politik nicht erpressbar sei! "Wir leben in einem Rechtsstaat, wo man sich nicht durch Hungerstreiks eine Vorzugsbehandlung erzwingen kann", sagt die überforderte Ministerin der SZ.

Fast an die hundert FLÜCHTLINGE kampieren auf dem Rindermarkt, verweigern das Essen und mittlerweile sogar das Trinken. Warum? Weil immer mehr Asylsuchende im Raum München nur notdürftig untergebracht sind. Weil in Berg am Laim sogar eine stillgelegte Container-Anlage wieder geöffnet werden musste; weil die Kapazitätsgrenze der Bayernkaserne nicht nur erreicht sondern längst überschritten ist – wie auch in all den anderen Gemeinschaftsunterkünften der Landeshauptstadt (insg. 10 an der Zahl). Seit Monaten spitzt sich die Situation zu. Tag für Tag sollen manchmal bis zu 60 neue Asylbewerber in München ankommen und bis Jahresende soll die Zahl der Flüchtlinge auf bis zu 700 steigen.

Groß ist die Not (und auch das Geschrei) um München herum wie man immer wieder der Tagespresse entnehmen kann. Hier muss was passieren. Schnell. Da ist wahrlich kein Raum mehr für Sonntagsreden und Wahlversprechen, Aktionismus und Fremdenfeindlichkeit. Hier müssen Lösungen her. Verträgliche und vorbildhafte! Oder unserer Landrätin Johanna Rumschöttel, die mein ganzes Mitgefühl hat, wird bald nichts anderes mehr übrig bleiben, als all denen, die diese Not noch immer nicht erkannt haben, ihre Verzweiflung sichtbar zu machen und Schulturnhallen zu belegen oder Zelte aufzustellen… Dann wäre nur noch zu klären: WO denn um Himmels-Willen?! Weil sie ja keiner in der Nachbarschaft haben möchte.
#BUSL28 #LTW2013
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 27.06.2013 | 00:34  
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