EU beugt sich dem Bürgerwillen! Keine Privatisierung der Wasserversorgung

Nach mehr als zwei Jahren Debatte stoppt die EU-Kommission ihre Privatisierungspläne für die Wasserversorgung. Sollte es tatsächlich so kommen, ist das ein großer Erfolg für die über 1,5 Millionen EU-Bürgerinnen und Bürger, die sich in den vergangenen Monaten in einem europaweiten Bürgerbegehren gegen jegliche Privatisierungspläne aussprechen.

Mein JUHU nach der Erklärung des EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier kommt wahrscheinlich auch deswegen ein wenig verhaltener und gepaart mit einem "Hab-Acht"! Denn so ganz traue ich dem Frieden nicht. Ähnliches können wir ja gerade mit Monsanto erleben, der sich auch nicht an das gesprochene Wort bezüglich seines verkündeten Rückzugs aus Europa hält.

Zur Erinnerung: Sollte die neue Dienstleistungsrichtlinie der EU ab 2020 greifen, dann könnte sauberes Wasser auch in Bayern ein kostbares Gut werden: Danach müssten künftig zahlreiche Kommunen ihre Trinkwasserversorgung in einem Bieterverfahren dem europäischen Wettbewerb aussetzen, was Qualitäts- und Preisrisiken für die Bürger nach sich ziehen würde. Tatsächlich sind die Gefahren, die in Verbindung mit einer Übernahme der Wasserversorgung durch Privatunternehmen verbunden sind, nicht von der Hand zu weisen.

Jedenfalls werde ich mit den Freien Wählern weiter fleissig Unterschriften sammeln - zumindest solange bis die Privatisierungstendenzen ganz und gar vom Tisch sind. Warum? Weil Wasser ein Grundrecht, ein Menschenrecht ist und schon der bloße Gedanke in Richtung Privatisierung ein falscher und unredlicher ist!

#BUSL28

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/eu-kommissar-barnier-nimmt-wasserversorgung-von-privatisierung-aus-a-907198.html
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