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Bürgerinitiative: Ehemaliger Obdachloser Max Bryan stellt Wohncontainer für Obdachlose auf

Stellt Wohncontainer für Obdachlose auf - der ehemalige Obdachlose Max Bryan (Foto: Facebook / Max Bryan)
- Stadt zog mit -

Die Bürgerinitiative "Hilfe für Hamburger Obdachlose" hat in einer beispiellosen Aktion diesen Winter drei aus Spenden finanzierte Wohncontainer für Hamburger Obdachlose aufgestellt. Wegen der zum Teil eisigen Temperaturen noch bis Ende März stellte am Ende sogar ein berühmter Hamburger Fussballverein eine zusätzliche Fläche zur Verfügung.

Max Bryan, Gründer der Initiative dankt dem zuständigen Bezirksamt für die unbürokratische Kooperation. Anders als das Bauamt Mitte - dass sich seit Monaten vehement gegen die Aufstellung eines solchen Containers wehrt, duldet das Bezirksamt Eimsbüttel die Aktion ganz offiziell.

Pressesprecher Kai Becker gegenüber Eimsbütteler Nachrichten: "Die Aufstellung des Wohncontainers ist nicht etwas, was wir rechtlich genehmigen können oder dürfen”, "aber wir dulden das", so der Bericht. Wegen täglichen Schließungen war das städtische Winternotprogramm in die Kritik geraten.

Quelle: https://www.eimsbuetteler-nachrichten.de/neuer-woh...

(VL) Insgesamt drei Wohncontainer hat der Blogger und Aktivist Max Bryan mit seiner Bürgerinitiative in diesem Winter schon aufgestellt und das mit großem Erfolg. Das Hamburger Spendenparlament fördert den ehemaligen Obdachlosen mit insgesamt 12.000 EUR für sein Projekt. Zahlreiche Spender haben sich über das Internet an der Aktion beteiligt.

https://www.leetchi.com/c/wohncontainer-hamburger-...

Bereits im November letzten Jahres finanzierte Bryan aus den eingenommenen Spenden die Aufstellung zweier Wohncontainer an der Ansgar-Gemeinde Langenhorn und der Petruskirche in Hamburg Lokstedt. Zahlreiche Medien hatten über die Ankunft der Container-Bewohner "Bolle" und "Rolf" berichtet.

http://www.hamburg1.de/nachrichten/33612/Bolle_fre...

Bryan nimmt vorallem Leute auf, die anderswo durchfallen oder sich in den Massenunterkünften der Stadt verloren fühlen. So sprach er im Dezember letzten Jahres den 67-jährigen Rolf direkt vor einer dieser umstrittenen Unterkünfte an und brachte den obdachlosen Rentner daraufhin im Einzelcontainer an der Petruskirche unter. SPIEGEL ONLINE hatte berichtet.

http://www.spiegel.de/video/obdachlos-in-deutschla...

Nachdem die Frau des gebürtigen Eimsbüttlers starb, verlor Rolf die Wohnung; konnte sich die teure Miete allein nicht mehr leisten und musste raus. So wie ihm geht es vielen Hamburger Bürgern, die kaum noch bezahlbaren Wohnraum für sich finden.

https://www.hinzundkunzt.de/wohncontainer-rolf-max...



Max Bryan ist zuversichtlich noch vielen Menschen auf diesem Wege helfen zu können. Weitere Standorte sollen folgen. Die Initiative appelliert an Hamburgs Grundstückseigentümer Flächen für weitere Container-Standorte zur Verfügung zu stellen.

Foto: Facebook / Max Bryan / http://www.hamburger-obdachlose.de
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