Absurdes Theater. Armer Gustl Mollath.

Das wär's nun echt gewesen, wenn der gefälschte Gerichtsbeschluss, der per Fax in der Psychiatrie Bayreuth landete, tatsächlich am Montag zur Entlassung von Gustl #Mollath geführt hätte. Es wäre einfach die Krönung dieses absurden Theaters gewesen.

Wie gestern und heute in der bayerischen Tagespresse und online zu lesen war, kursierte in der Klinik ein täuschend echt wirkender Beschluss des Landgerichts Regensburg, in dem es heißt "der Untergebrachte ist unverzüglich zu entlassen" (zitiert nach der heutigen Ausgabe des Münchner Merkur). Sogar der Staatsanwalt habe im Klinikum persönlich angerufen und vor der Fälschung gewarnt... und dennoch konnte oder musste (?!) sich Gustl Mollath für eine halbe Stunde "frei" fühlen - solange dauerte es nämlich, dass sich die Klinik doch noch einmal vor der Entlassung rückversicherte.

Seit sieben Jahren kämpft Mollath gegen seine zwangsweise Unterbringung in der Klinik. Wegen einer gefälschten Anordnung wäre er nun fast frei gekommen.

Bittschön: Wie lange möchten sich denn die bayerischen Behörden in diesem Fall noch blamieren?!!? Wie viel Monate sollen noch ins Land ziehen? Nach gesundem Menschenverstand und menschlichem Ermessen müsste Gustl Mollath längst frei sein!

KLARtext_Liebe Justiz! Tempo in der Aufklärung heißt das Zauberwort! Mit Verlaub, die Justiz stellt sich und die Psychiatrie mit diesem Fall in das denkbar schlechteste Licht, was definitiv nicht notwendig wäre. Gespannt bin ich, wie lange sich unsere Justizministerin Beate Merk noch halten kann. #Busl28

http://www.sueddeutsche.de/bayern/fall-mollath-seehofer-mahnt-justiz-zur-eile-1.1698555
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