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17 Auszubildende vom Kolping-Bildungswerk in der Diözese Augsburg besuchen den Bayerischen Landtag und diskutieren mit Politikern

Wann? 29.06.2011 09:30 Uhr

Wo? Bayerischer Landtag, Max-Planck-Straße 1, 81675 München DEauf Karte anzeigen
München: Bayerischer Landtag | Am 29.06.11 nahmen 17 Auszubildende aus der integrativen Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE) vom Kolping-Bildungszentrum in Augsburg in Begleitung von Stephan Walburger und Dr. Norbert Bayrle-Sick an einem Besuch im Bayerischen Landtag in München teil.

Das riesige Landtagsgebäude, von dem man die ganze Stadt sehen konnte, war für die Teilnehmer wunderschön und beeindruckend. Am Eingang wurde die Gruppe herzlich begrüßt und erhielt eine kurze Einführung zum Gebäude und einige Hinweise zum Ablauf der Veranstaltung. Vorher mussten allerdings alle aus Sicherheitsgründen die Taschen abgeben und bekamen ein „Besucherschild“ umgehängt.


Im Plenarsaal

Die charmante und kompetente Führerin gab den Jugendlichen im Plenarsaal eine etwa halbstündige Einführung in die Wahl, die aktuelle Zusammensetzung und die Arbeitsweise des bayerischen Landesparlaments. So erfuhren die Teilnehmer unter anderem, dass dies derzeit der 16. direkt vom Volk gewählte Landtag ist, dass er alle 5 Jahre gewählt wird und die nächste Wahl 2013 stattfinden wird. Bedingt durch Überhangmandate sitzen zurzeit 187 Abgeordnete im Landtag. Die Führerin zeigte die Plätze der Landtagspräsidentin Barbara Stamm, des Ministerpräsidenten Horst Seehofer, sowie seiner Minister und erklärte die Aufgaben und die Arbeitsweise des Parlaments.

Auch die im Parlament vertretenen Fraktionen der Parteien wurden aufgezählt: Es sind dies die beiden Regierungsparteien CSU und FDP sowie die drei Oppositions-parteien SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die Freien Wähler (FW). Interessant war der Hinweis auf das Petitionsrecht der Bürgerinnen und Bürger, sowie auf die Verantwortung jedes Abgeordneten für seinen Stimmkreis. Jeder Bürger kann sich zu bestimmten Sprechzeiten mit seinen Fragen und Anliegen an „seinen“ Heimatabgeordneten in dessen Bürgerbüro wenden.


Ausschüsse

Die Hauptarbeit, nämlich die Diskussion, Beratung und Abstimmung über neue Gesetze, geschieht allerdings nicht im Parlament, sondern in den 12 ständigen Ausschüssen, die sich thematisch am Zuschnitt der Staatsministerien orientieren. Da die Sitzungen dieser Ausschüsse öffentlich sind, durfte die Gruppe ca. eine halbe Stunde an einer Sitzung des Finanzausschusses teilnehmen. Hier erlebten die Teilnehmer, wie in relativ kurzer Zeit und nach zum Teil heftiger Debatte über etliche neue Gesetzesvorlagen abgestimmt wurde.


Begegnung mit Josef Miller

Im Anschluss daran gesellte sich überraschend der CSU-Landtagsabgeordnete, Kolpingfreund und langjährige bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller zu den Jugendlichen. Im Gespräch mit den Jugendlichen lobte er die Vorbildlichkeit der Arbeit des Kolping-Bildungswerkes, insbesondere für die Berufsausbildung junger Menschen, sehr.


Führung durch das Landtagsgebäude

Es folgte eine rund einstündige Führung durch das weitläufige Landtagsgebäude mit interessanten Erklärungen der Führerin. Die Gruppe kam u. a. durch den Lesesaal für die Abgeordneten. Die Führerin erwähnte, dass im Maximilianeum jährlich eine bestimmte Anzahl besonders begabter Abiturienten (Notendurchschnitt 1,0) untergebracht und gefördert werden.


Diskussion mit drei Abgeordneten des Parlaments

Nach der Führung fand im Bierstüberl noch eine Diskussion mit den Landtagsabgeordneten Ulrike Müller (Freie Wähler), Christine Kamm (GRÜNE) und Linus Förster (SPD) statt. Nach einer kurzen Vorstellung stellten sie sich bereitwillig und kompetent den Fragen der Besucher. Dabei ging es hauptsächlich um die Einflussmöglichkeiten der Bürger auf die Politik, wobei die Abgeordneten mehrfach zum Mitmachen und zur Einmischung aufforderten. Nach dem Motto „Jeder kann Politik vor seiner Haustüre gestalten“ sollten sie sich konkret engagieren, sich an die Öffentlichkeit wenden und z.B. einen Missstand ihrem Wahlkreisabgeordneten schriftlich mitteilen. Wichtig sei auch, dass man sich selbst etwas zutraut und sich mit anderen zusammentut.

Als Fazit über den sehr spannenden und lehrreichen Ausflug in die Politik stellten die Jugendlichen fest: „Wir verstehen nun Manches besser und überlegen verstärkt, wie wir uns, auch außerhalb der Wahlen, noch stärker in das politische Geschehen einbringen können.“

Dr. Norbert Bayrle-Sick
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