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Schreibmaschinengeklapper

München: Marienplatz | .
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Schreibmaschinengeklapper
26.02.2017(c)Zauberblume

Mein langer liebevoller Bericht.
Mein unwiderstehliches Gedicht.
Ich schreib es nieder mit Aussicht.
Rhytmus wiegt sich im glanzes Licht.

Wie kraftlos dagegen ist das Kratzen.
Die Tinte liebt die Flecken und Batzen.
Freudvolles Denken und Schmatzen.
Zeigt murmelnde Bleistift-Graphit-Fratzen.

Die gedruckten Buchstaben.
Zeigen sich blumig und erhaben.
Es sind verschnörkelte Beigaben.
Die sich im Sonnenlicht laben.

Das zarte Geklapper braucht den Knebel.
So erklingt der metallische Lettern-Hebel.
Die Buchstaben tippe ich bis zur Wende.
Es erklingt ein Glöckchen am Ende.

Vierundzwanzig gehorsamst gesetzt.
Mit sinnlichen Buchstaben besetzt.
Auf und nieder gedrückt verpetzt.
Im Computer sind sie vernetzt.

Sie haben inspirative Gewaltigkeit.
Die lustigen Kobolde Vielfältigkeit.
Von geschäftiger Dienstwilligkeit.
Es zeigt die Schreibwilligkeit.

Ob Bleistift oder Schreibmaschinenklang.
Ich liebe das Schreiben ob kurz oder lang.
Verwandle die Noten von Anfang an.
Versehen mit Melodie den Gesang.

Die Schreibmaschine wird nicht wegradiert.
Sie wird in die Elektronik schlau integriert.
Ob Computer oder ei-Pad ungeniert.
Überall werden die Buchstaben aktiviert.

Gedanken verschwinden nicht wie Dunst.
Verwandelt sich der Nebel in die eigene Gunst.
Die Literatur hat seine eigene Überlebenskunst.
Schreib sie nieder, erlebe deine Schreibkunst.
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 28.02.2017 | 23:36  
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