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München Motorama und Fastfood

München: Marienplatz | M-T-331-Motorama-Fastfood
München
Erlebnisse einer Stadt
12.01.2015 (c) zauberblume

Motorama Fastfood


Im Motorama, im Münchner Haidhausen-Viertel, gleich hinter der Isar, gibt es viele Geschäfte. Wer von der S-Bahn kommt hat keinen weiten Weg oder von der Isar-Seite aus, befindet sich im unteren Geschoss.
Ich komme direkt von der S-Bahn und habe um 20:15 Uhr erst den Termin für mein Seminar zum Kurz-Geschichten schreiben, dass ich seit drei Jahren regelmässig besuche.
Das Motorama, ein langgestreckter Bau, beherbergt über zwanzig Geschäfte auf zwei Etagen.
Ein Stück höher sind unter anderem Nails und der Asiatische Markt.
Drogerie, Apotheke, Kik, Hit und Aldi haben die größten Räumlichkeiten und werden stark refrenktiert. Zwei größere
Dazwischen die Fressbuden, die ihre Gerüche durch die Gänge ziehen lassen.
Ob Café, bayerisches Essen, Vegetarisch, Bäckereien, Subway, viele verschiedene Nationen, wie Griechisch, japanisch Sushi oder Chinesisch, in München sind viele Nationen mit ihren Speisen vertreten.
Es muss nicht Hot-Dog, Hamburger oder Pizza sein, Fastfood die wie Pilze aus allen Ecken wachsen und mit Sattmachern die von Kalorien überhäuft sind.
Der chinesische Raum etwas größer als der Türke daneben hat minimum Platz zum Kochen, dafür mehr für den Gastraum.
Allerdings kochen die mit Geschmacksverstärker, dem Glutamat, und davon bekomme ich höchsten einen Glutamat-Schock. Nein Danke, den hatte ich schon zwei Mal.
Ich habe mein Ziel, wie schon so oft, erreicht. Kein schweres Essen , etwas leichtes, um die Gedanken zu fördern.
Die Döner-Bude, eine kleine viereckige Fläche mit umlaufender Theke. Eine dahinterliegende Küche mit ca. drei qm für eine Person, mehr kann ich nicht sehen, und die Gastraum-Ecke mit fünf Tischen und Stühle dazu und einer Bar-Theke.
Gerade mal schlanke vier Angestellte haben dahinter Platz, eingezwängt hinter der Theke mit saloppen T-Shirt und Kopftuch.
Das elektrische Messer surrt das Kalbfleisch vom immer wieder drehenden Grill herab, genannt Döner. Sie dürfen kein Schweinefleisch essen, das hatte ihnen Allah verboten. Hätte Allah gewusst wie es zum Ende des zwanzigsten Jahrhundert mit der Kühlung aussieht, hätte auch er das verbotene Fleisch genehmigt.
Ich schnuppere und rieche etwas angebranntes. Der neu eingestellte Boy hat die Uhr falsch eingestellt und nun ist eine Lage Pitta oder weißes Brot schwarz aus dem flachen Grill gekommen.
Ich bestelle mir meinen frischen gemischten Salat. Sie sind nicht geizig und nicht teuer, so kann ich mir das alle zwei Wochen diesen frischen Genuss gönnen. Alles ist fein geraspelt oder gehobelt. Riesige Berge werden Frühmorgens hergerichtet und abends ist alles verkauft. Blaukraut, Weißkraut, Gurken, Tomatenscheiben, Fenchel, Chinakohl oder Blattsalat. Alles wird auf einen großen Teller in Portionen gehäuft und mit viel weißen Schafskäse überstreut. Dazu gibt es selbstverständlich ein vierteltes warm gegrilltes Brot für 3.95€. (2015) Preise sind interessant, weil die sich im Laufe der Zeit verändern.
Schwirrendes Sprachen-Gewirr wird mit Muster-Teller, farbigen Bilder-Tafeln und notfalls mit Händen und Füßen gemeistert. Immer freundlich mit einem Lächeln auf der Lippe.
Ich lese Cocoa und erfahr, dass das kein Kakao-Pulver ist, sondern eine sehr süße Nachspeise, so was ähnliches wie Pudding in fester Kuchenform.
Döner-Teller: Dönerfleisch, Reis, Salat und Soße
oder Falafel-Sandwich mit Salat im Brot.
Falafel-Teller: Falafel mit Humus, Salat und Soße auf Teller.
Döner-Dürüm (Wrap) wird gleich in Englisch übersetzt.
Gözlem mit Käse / Spinatkäse / Hackfleisch und Nuggets mit Pommes, Ketchup oder Mayonnaise ist zugeklebt, also esse ich das nicht.
Vorne in der Theke gibt es die vielen Pasten wie Humus oder eingelegtes Gemüse, dass nach Gewicht verkauft wird. Gebackene Auberginen oder Zucchini-Scheiben. Eingepackt in Alufolie oder Plastikschälchen kann man alles mitnehmen.
Mixed Grill wird in arabischer Schrift als Vegetarisch oder Hackfleisch mit Spiegelei für je 8,90€ wird angeboten.
Neben mir nimmt ein Ehepaar mit Kopftuch und Pascha platz. Er bestellt das Essen und bezahlt, sie hat zu folgen, das sind ihre Sitten. Er bekommt den Dönerteller, Fleisch, Oliven, Peperoni und Rohen Zwiebelringen, dazu einen riesigen Teller mit Pommes und sie bekam das Falafel-Sandwich. Er trinkt Tee dazu, mit viel Zucker und sie bekommt eine Cola. Die Kinder stürzen sich leider auf Pommes mit Ketchup, dazu eine Cola und werden immer übergewichtiger.
Viele Single und junge Leute lassen sich das gute Mahl schmecken, denn die Preise stimmen für den schmalen Geldbeutel. Gegen 19:00 Uhr kommen die Gäste in eleganter Robe um im Gasteig die Aufführungen, Lesungen oder was gerade angeboten wird, zu besuchen.
Irgendwo muss man doch sparen, hatte mir mal eine dürre Lady im schwarzen Mini, hochhackigen Schuhen und roten Lippen hinter vorgehaltener Hand anvertraut.
Meinen riesigen Berg von Salat habe ich mit viel Ruhe gegessen und eine Flasche Wasser dazu getrunken. Fastfood kann auch schmackhaft sein. Ich habe über eine Stunde Zeit. Nebenbei male ich, mache meine Skizzen oder bediene mein iPad.
Gegen zwanzig Uhr wird geschlossen, nun sie haben sich das verdient.

Malerei:20159139
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