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"Gesellschaft zur Befreiung der Konfektionsgröße“ Haar goes Giesing!

Gruppenbild der Enthüllungsfeier am Kunstforum HMP am 1.2.2013 (v.l.n.r) Dr. Hildegard Baumgärtner, Julika Sandt MDL, Clemens Baumgärtner Vorsitzender des Bezirksausschuß 18, Herbert Süßmeier,Komiteemitglied der BI Melly Kieweg,Sprecherin der BI, Werner Frank, Adelheid Dürauer, Alfers Pfeuffer, Yogesh Rao, Florentine Bub, Regina Lautenschläger
München: Hans-Mielich-Platz |

Gute Stimmung bei der Enthüllung der „Menschenpresse“ im Rahmen des
Kunstforums HMP


Wetterfeste Kunstinteressierte sowie eine gut besetzte, lokale Politprominenz
konnten am 1. Februar das frisch enthüllte neue Kunstobjekt der „Gesellschaft zur Befreiung der Konfektionsgröße“ bestaunen. Die „Menschenpresse“ der Haarer Künstlergruppe mit dem expressiven Namen symbolisiert die Rolle der Täter und der Opfer von Kategorisierungen, wie sie im Alltag vorkommen. „Zum einen werden Menschen bewusst oder unbewusst verleitet, Menschen in Schubladen zu sortieren,zum anderen missfällt ihnen, selbst an der Norm gemessen zum werden“, so der Tenor der Gesellschafter um den Münchner Aktionskünstler Werner Frank. „Im Fokus stehen hier insbesondere Bildungsthemen, Genderfragen und die Wahrnehmung des Menschen im sozialen und finanziellen Kontext, bei denen die individuelle Leistungsfähigkeit zu Gunsten diffuser Prinzipien unerkannt bleibt.“
Obwohl Petrus es während der Enthüllungsfeier nicht gut gemeint hatte, tat es der guten Stimmung am Giesinger Hans-Mielich Platz keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die aktive Fangemeinde des Kunstforums HMP sowie die prägnanten Reden des Bezirksausschussvorsitzenden Clemens Baumgärtner (CSU), von Herbert Süßmeier als Komiteemitglied des Kunstforums und des Leiters der VHS Haar, Alfred Pfeuffer waren ermutigend und dem Kunstprojekt gegenüber von einer großen Offenheit geprägt. Begleitet vom Blechbläser Quartett der Musikhochschule München und einer Performance der Künstlergruppe wurde das knapp 3 m hohe Kunstwerk enthüllt, das sich nun farbenreich vom Untergiesinger Bahndamm abhebt.
Interessierte Besucher der Enthüllungsfeier hatten direkt Gelegenheit, die
Künstlergruppe zum Objekt zu befragen. Dass das Thema sehr aktuell ist, belegt
exemplarisch die Aussage eines Passanten, der die Skulptur als mutige Erinnerung für einen überlegten Blick auf den Einzelnen titulierte. „Wir lassen uns zu schnell von vorgefertigten Meinungen leiten, ohne zu sehen, welcher Mensch da tatsächlich vor uns steht“. Die „Menschenpresse“ bleibt bis Ende März auf dem Hans-Mielich Platz und wird dann von der neuen Installation "Christbaum Ade" abgelöst.
Die Gesellschaft zur Befreiung der Konfektionsgrösse, die sich ursprünglich nur temporär im Rahmen eines Kurses der VHS Haar gefunden hatte, ist nach der positiven Resonanz entschlossen, weiter zu machen. Als nächstes plant sie eine Aktion auf der Künstlermeile Haar am ersten Juliwochenende.

Mehr unter:www.mehrplatzzumleben.de
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