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Amira Medunjanin Trio Sevdah Meets Jazz

Wann? 28.04.2017 20:00 Uhr

Wo? Konzerte im Gasteig, Carl-Orff-Saal, Rosenheimer Str. 5, 81667 München DE
München: Konzerte im Gasteig, Carl-Orff-Saal | Premiere...Das erste Mal live in München...

AMIRA MEDUNJANIN TRIO

AMIRA MEDUNJANIN vocal
ANTE GELO gitarre
ZVONIMIR SESTAK kontrabass


Die Bosnische Billy Holiday - Sevdah Meets Jazz

Sevdah bedeutet auf Türkisch Liebe und auf Arabisch schwarze Galle. Es ist auch nicht leicht, das bosnische Konzept der Sevdah mit einem Wort zu beschreiben – am nächsten kommt ihm wohl noch die deutsche „Sehnsucht“. Wie Duende im Spanischen oder Fado im Portugiesischen trägt Sevdah viele Bedeutungen in sich – sei es Sehnsucht, Schwermut, Melancholie, Liebe, unerfüllte Liebe, endlose Liebe, ein fieberhaftes Begehren das den Liebenden wie Malaria heimsucht und sich nicht abschütteln lässt – aber schlussendlich geht es um ein Lebensgefühl das sich selbst erzählt.
AMIRA wurde in Sarajevo zu einer Zeit geboren, als die traditionelle Musik in Ex-Jugoslawien eine Hochblüte erlebte. Von ihrer Mutter lernte sie die schönsten Sevdalinke (Sevdah-Lieder), und bald war sie von der mündlich überlieferten Gesangstradition Bosnien-Herzegowinas so fasziniert, dass sie es sich zur Aufgabe machte, die Ausdruckskraft der Sevdah bis ins letzte zu erforschen und ihr eine unverwechselbare Stimme zu verleihen. Jahrelang suchte sie nach Menschen, die ihre Auffassung von Sevdah teilten, und nach der besten Art der Präsentation.
Nach einem Gastauftritt auf dem Album A Secret Gate der Mostar Sevdah Reunion 2003 veröffentlichte Amira ihr Debütalbum Rosa (Snail Records, 2005), das in Grossbritannien und ganz Europa euphorische Kritiken erntete und es in einigen Ländern zum Album des Jahres brachte. 2009, nach einer Live Aufnahme beim Jazzfest Sarajevo, erschien Zumra, auf dem die traditionellen Melodien Bosnien-Herzegowinas, Serbiens und Mazedoniens auf innovative Weise mit zeitgenössischen Akkordeonklängen und Arrangements verschmelzen. Zumra erschien ebenso wie Amulette (2011) und Silk&Stone (2014) bei Harmonia Mundi/World Village. Diese beiden letzten Alben leben von der Begegnung zweier musikalisch diametral entgegengesetzter Genres, wobei der besondere Stil und die Virtuosität des Jazzpianisten Bojan Z den jahrhundertealten Kompositionen eine einzigartige Note verleihen.
Vom englischen Journalisten Gart Cartwright wurde Amira als die „Bosnische Billie Holiday“ bezeichnet, und das beschreibt wohl am besten wie sie das Innerste der Sevdah nach außen kehrt und so innerhalb einer uralten Tradition immer wieder neue Formen und Verbindungen schafft.
Soeben ist Amiras letztes Album erschienen: Auch für Damar bezieht sie ihre Inspiration aus der tiefen Quelle der Sevdah, des „Herzschlags“ der bosnischen Musik. Aber zum ersten Mal sind auch Neukompositionen dabei, und das kraftvolle, eigenwillige Pianospiel von Bojan Z und der an Flamenco erinnernde Stil des Gitarrenvirtuosen Boško Jović verwandeln Amiras Lieder in ein mächtiges emotionales Statement, das weit über ihre Heimat Bosnien hinausweist.
Amira Medunjanin Trio
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