Bundesverdienstkreuz: Erfindungsförderer und Sozialinnovator Hans-Georg Torkel aus Mülheim an der Ruhr gewürdigt

Er realisiert Innovationen: Dipl.-Ing. (FH) Patent Ing. Hans-Georg Torkel aus Mülheim an der Ruhr, Träger des Bundesverdienstkreuzes. (Foto: Reinhard Spörer)
 
Mit dem Innovationspreis zeichnet das von Hans-Goerg Torkel initiierte Netz innovativer Bürgerinnen und Bürger NiBB seit dem Jahr 2000 Wegbereiter für soziale Innovationen aus. (Foto: Reinhard Spörer)
 
Hans-Georg Torkel stiftete den NiBB-Innovationspreis. Zwei der insgesamt bisher 80 Preisträger*Innen: Jean Pütz und Prof. Dr. Reinhard Spörer (Foto: Reinhard Spörer)
 
Puristisch und klar geformt, mit einem massiven Sockel aus Edelstahl als Symbol für die Standfestigkeit der ausgezeichneten Innovationen. Aus ihm entwickeln sich, gestaffelt und in zielfindenden Varianten, die vier stark nach oben weisenden durchsichtigen und konturierten Acrylglasscheiben wie Flügel in eine innovative Zukunft: Der Pokal zum Innovationspreis des Netzwerkes innovativer Bürgerinnen und Bürger (NiBB), Stifter Hans-Georg Torkel. In dieser Form wird er seit dem Jahre 2002 vergeben. (Foto: Reinhard Spörer)
Mülheim an der Ruhr: KIT-Initiative Deutschland e.V. | Hohe Auszeichnung: Vier Bilder.

Bundesverdienstkreuz

Erfindungsförderer und Sozialinnovator Hans-Georg Torkel wird für außerordentlichen Einsatz gewürdigt

Mülheim an der Ruhr. – Für seine hervorragenden Leistungen für das Gemeinwesen verleiht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 1. Mai 2020 dem Sozial-Innovator Hans-Georg-Torkel das Verdienstkreuz am Bande: So geht es aus einem gerade erhaltenen Schreiben des Bundespräsidenten  und aus dieser Webseite des Bundespräsidialamtes hervor.

Mit dieser Ordensverleihung lenkt der Bundespräsident die Aufmerksamkeit auf die besonderen Leistungen Torkels an und um seinen Wohnort Mülheim an der Ruhr, bundesweit und im internationalen Bereich hin, denen er wegen seiner besonderen technischen und wirtschaftlich-sozialen Leistungen besondere Bedeutung beimisst:

Herr Torkel hat als Erfinder ständig neue soziale Visionen entwickelt, sie selber umgesetzt und ständig weiterentwickelt.

Und für diese strategisch geschickten, strukturbildenden und wegweisenden Schritte sowie für seine und Orientierung gebenden Konzepte wird Herr Torkel mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Hans-Georg Torkel ist ein Mülheimer Urgestein: Er wurde am 7. September 1950 in Mülheim geboren und ging dort auch in die Schule, wo er sich bereits stets mit technischen Neuerungen und mit Weiterentwicklung von Technik gemeinsam mit anderen befasste. Das folgerichtig aufgenommene Studium der Informationstechnik und die darauf basierende Einstellung als Lehrer an der Berufsschule mit Aufstieg bis zum Schulleiter nahm er als richtungsweisend für die Richtung an, andere, vor allem junge Leute, bei der eigenen Entwicklung von technischen und sozialen Kompetenzen zu unterstützen.

Ganzheitliche Zukunftsqualifizierung 

Herr Torkel hat sein Lernen und sein Lehren – von der Idee bis zur Umsetzung – stets im Wechselspiel zwischen Schülern und Lehrern aufgebaut, worin auch Übungsfirmen, Start-Ups und Wirtschaftsthemen im Unterricht war enthalten.

Herr Torkel hat berufsbegleitend das Erfinderwesen aufgegriffen: Zum einen ist er mit den Genen eines Erfinders ausgestattet, zum anderen hat er zusätzlich erfolgreich Patent-Ingenieur studiert und abgeschlossen. Mit dieser Basis hat er den Übergang von Neuentwicklungen in die Praxis gefördert, u.a. als Vorsitzender des Deutschen Erfinderverband e. V. und als Vizepräsident im Europäischen Erfinderverband.

Auf dieser Grundlage verzeichnete er außergewöhnlichen Erfolge, um z.B. Entwicklungen in seiner Berufswelt und in neu formierten Institutionen außerhalb der Schule voranzutreiben. So hat Torkel sein gesamtes Berufsleben lang kombiniert gearbeitet, berufsbezogen gearbeitet mit dem, was er an Schulen getan hat und – mit viel Herz und mit sehr großem Einsatz – mit dem außerschulischen Lernen und Lehren: Er hat dazu parallel zum Schulbetrieb Kreativwerkstätten aufgebaut.

Dazu gründete er im Jahr 2020 Jahren die KIT-Initiative Deutschland e. V. (KIT = Kreativität / Innovation / Technik) als MINT-orientierte Basis und kooperierte zur Umsetzung seiner Innovationsgedanken regelmäßig mit der Kreativwerkstatt im Unperfekthauses Essen.

Dieses Wechselspiel zwischen dem Beruf in staatlichen Bildung und dem parallelen außerschulischen Lernen und Lehren hatte besonders positive Rückwirkung auf seine berufliche Tätigkeit: So stellte er den Klassen sowohl außerhalb der Schule mit Praktikern entwickelte Unterrichtsmaterialien zur Verfügung als auch Unterlagen, die er zusammen mit Schülerinnen und Schülern mit geeigneten Handwerkszeugen und mit praxisverbundener Software aufbaute.

Diese didaktischen Innovationen hat er – parallel zu seiner Berufstätigkeit als Lehrer – auch in der Lehrerfortbildung in kaufmännischen und technischen Bereichen für die Bezirksregierung Düsseldorf eingesetzt: Auch die dort erstellten, innovativen Prototyp-Unterrichtsmaterialien, wurden so erfolgreich eingesetzt, dass sie in der von ihm propagierten Dualen Partnerschaft, also mit der Einbindung von Unternehmen und als Offene Ganztagsschule, erfolgreich verwendet wurden.

Diese Projekte der KIT-Initiative, kombiniert mit Kooperationsvereinen u.a. aus dem Erfinderwesen, sind mehrfach ausgezeichnet worden und förderten sehr interessante, weitgehende Netzwerke und effektive Kooperationen, z.B. mit der an der Universität Köln beheimateten Deutschen Aktionsgemeinschaft Bildung / Erfindung / Innovation. Und damit gab es eine enorme Ausstrahlung bis in die Schulen hinein, zum Thema „vom Tüfteln zum Erfinden“, Erfinden lernen und Existenzen gründen.

Praxisorientierung mit erfolgreicher Einbindung von Innovationsförderern

Die „KIT-Initiative Deutschland e.V.“ arbeitet spartenweise wie Sportvereine: So vergibt die KIT-Initiative für den Erwerb technisch-künstlerischer Fähigkeiten in Kindertagesstätten und in Grundschulen Zertifikate wie den „Holzwurm“, „Elektroblitz“, „Farbklecks“, „Schneider Wibbel“ und „Kochlöffel“, wobei die Kinder frühzeitig spielerisch Berufe kennen lernen.

Die Trainer in dieser KIT-Initiative arbeiten zeitlich flexibel projektbezogen mit: Also war beispielsweise ist Prof. Dr. Karlheinz Brandenburg, Erfinder des mp3-Welt-Standard, bei Aktionen der KIT-Initiative dabei und motivierte junge Leute zu Aktionen im Weltmeister-Niveau. Am Tag nach der KIT-Aktion stand dann in der Zeitung: „Prof. Brandenburg wurde wie ein Popstar empfangen.“

Seit 12 Jahren ist die KIT-Initiative über den Deutschen Erfinderverband mit einem Stand mit Jugenderfindungen auf der internationalen Erfindermesse iENA in Nürnberg vertreten: Torkel führt so systematisch Jugendliche aus ganz Deutschland in das Erfinderwesen ein, sowohl in der Präsentation ihrer Erfindungen gegenüber der Öffentlichkeit, aber auch, weil die jungen Leute dort auch oft Medaillen für ihre besonders zukunftsweisende Jugenderfindungen erhalten haben.


Innovationsförderung als Unterstützung von zukunftsorientierten Visionen

Erweiternd für die Innovationsförderung gründete das Ehepaar Torkel im Jahr 2000 das „Netz Innovativer Bürgerinnen und Bürger (NiBB)“: Diese Gruppe verleiht jährlich den NiBB-Innovationspreis an drei Innovatorinnen und Innovatoren auf den Gebieten Soziales, Wirtschaft, Technik und Innovation und fördert so deren weitere Tätigkeit durch die Fokussierung der Öffentlichkeit auf ihre Tätigkeit.

Zu den bisher 80 so ausgezeichneten Persönlichkeiten gehören u.a. Jean Pütz, Ranga Yogeshwar und Franz Alt sowie Prof. Dr.-Ing. Reinhard Spörer, der Autor dieses Beitrages..


Verdienstkreuz

Für Hans-Georg Torkel war seine berufliche Tätigkeit und die Arbeit/das Engagement in der Freizeit eng miteinander verbunden, so dass er das Bundesverdienstkreuz am Bande nicht nur für seine zukunftsorientierte Lehrertätigkeit erhält, sondern besonders für sein zusätzliches außerordentliches gesellschaftliches Engagement mit besonders vielen zukunftsträchtigen Visionen und deren effektiver Umsetzung:

Herr Torkel ist Pionier, beruflich und berufsbegleitend, in Bildung, Innovation und Digitalisierung. Zudem hat er es besonders verstanden, Kinder und Jugendliche zu Innovationen zu motivieren und ihnen Wege zu Umsetzung und Berufsorientierung gegeben.

Herr Torkel hat als Erfinder – gegen viele Widerstände – nie aufgegeben, seine Visionen weiterzuentwickeln, seine Richtung zu leben, und seine Träume vorbildhaft in die Realität und in erfolgreiche Konzepte umzusetzen. Für diese strategisch geschickten strukturbildenden und Orientierung gebenden, weit verbreiteten Konzepte wird Herrn Torkel das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Hans-Georg Torkel dankt aus diesem Anlass besonders seiner Frau Anita, aber auch allen Weggenossen und Unterstützern für die umfassende und kreative Mitwirkung bei der Umsetzung seiner Ideen; zugleich sieht er die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes als Motivation, den weiteren Ausbau seiner Aktionen mit dem bisherigen Personenkreis, aber auch mit weiteren neu dazustoßenden Personen fortzusetzen und weiter auszubauen!


Neue Pläne

Torkel hat wird an seiner Erfindung zur Verringerung des Lehrermangels durch Einbindung von außerschulischen Themen weiterarbeiten, z.B. in zukunftsorientierte Kreativwerkstätten, als entdeckendes Lernen gemeinsam mit Jung und Alt.

Weiterhin hat Herr Torkel vor, ein europäisch orientiertes Privat-Berufskolleg mit seinem Institut Bildung / Innovation und Digitalisierung zu gründen und zu leiten.


Verleihung und Aushändigung

Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes und die Aushändigung der Verleihungsurkunde erfolgt im Herbst 2021 auf der Erfindermesse iENA in Nürnberg, ca. 300 km entfernt von Torkels Heimatstadt Mülheim an der Ruhr.

Hans-Georg Torkel bei LinkedIn
Hier sind mehr Infos über
- über seine Ideen,
- über erfolgreiche Realisierungen
- und über zukunftsorientierte Visionen.

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Preisträger des von H.-G. Torkel initiierten NiBB-Innovationspreises seit 2000, u.a.:
- Dipl.-Ing Joachim Bader, Präsident des Europäischen Erfinderverbandes,
- Dipl.-Kfm. Christiane Kersting, Innovationsmanagement,
- Dr. Ing. Michael Gude, Erfinder-Unternehmer,
- Ranga Yogeshwar, Physiker und Moderator,
- Dr. Franz Alt, Journalist und Buchautor,
- Jean Pütz, Wissenschaftsjournalist,
- Prof. Dr. Reinhard Spörer, Moderator.

KIT-Medienpreisträger Auszug seit 2005, u.a.:
- Nicole Schmücker, Unternehmerin, Innovatorin,
- Dipl.-Ing., Patent-Ing. Cornelia Hornemann,
- Dragica Graf (Forschungsprojekt)
- Dipl.-Ing. Annette Bauer,
- Helga König, Journalistin.

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Autor dieses Berichtes
Prof. Dr.-Ing. Reinhard Spörer

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