Anzeige

Ungarn-Rundreise im Sommer 1989 kurz vor der Wende – Teil 1: die Anreise

Hauptplatz in Sopron - gescanntes Dia
 
Hotel Löver, Sopron - gescanntes Negativ
Wir hatten eine 2-wöchige PKW-Rundreise durch Ungarn und eine zusätzliche Erholungswoche am Balaton gebucht. Mit Halbpension. Am 4. Juni 1989 starteten wir in Mücke. Wir fuhren auf der A5 bis zum Hattenbach-Dreieck. Dort wechselten wir auf die A7, später auf die A3 bis zum österreichischen Grenzübergang Suben. Die Autobahn von Knoten (österreichisch für Autobahnkreuz, -dreieck oder –zubringer) Ried nach Meggenhofen war leider noch nicht ganz fertiggestellt, sodass wir einige Kilometer auf einer kurvenreichen Landstraße fahren mussten. Plötzlich mein Mann: „Endlich mal wieder ein Österreicher!“ Im gleichen Moment hatte ich auch gedacht: „Komisch, nur deutsche Autos unterwegs.“ Weiter auf der Autobahn Richtung Wien. Weil wir gut in der Zeit waren, fuhren wir bei Alland ab und durchs Helenental nach Baden. Eine kleine Memory-Tour, wie wir immer sagen. 1979 waren wir mal dort zum Heurigen im Schlosshotel Oth.
Klingenbach hieß unser österreichisch/deutscher Grenzübergang. Wir waren auf Wartezeiten vorbereitet, aber es ging ruck-zuck, ohne Fragen nach Geld oder Gepäck und schon waren wir drüben, hinter dem „Eisernen Vorhang“, der hier allerdings schon ziemlich durchlässig war.
Unser Ziel, Sopron, war schnell erreicht. Die ersten Eindrücke von der Stadt waren leider ziemlich depremierend. Alles grau in grau, ungepflegt, trostlos. Und das soll eine der schönsten Städte Ungarns sein? So beschrieb es jedenfalls unser ADAC-Reisebegleitheft. Unsere Bleibe für 2 Nächte, Hotel Lövér, war recht gut. Es gab TV, Minibar und die Betten standen nebeneinander, was keineswegs die Norm war, wie wir später noch bemerkten, nur die Handtücher waren reichlich schäbig, vielleicht, damit die Gäste sie nicht „versehentlich“ mitnehmen.
Um 19 Uhr erschien eine junge Frau und übergab uns die Teilnehmerkarte, sowie die ersten Essenbons, einzulösen in allen Hungar-Hotels der Stadt, nicht nur im Restaurant des Lövér. Aber wir blieben, wir waren lange genug unterwegs gewesen. Ein Ehepaar aus Eitorf/Sieg machte die gleiche Rundreise wie wir, nur ohne die Verlängerungswoche am Plattensee. Sie fuhren am 15. Tag zurück nach Deutschland. Schade, aber trotzdem schön für die beiden ersten Wochen, denn mit mehreren Leuten macht’s auch mehr Spaß. Die vom Reiseveranstalter angebotene Stadtführung morgen, sollte 25.- DM kosten. Erst wollten wir nicht, aber dann meldeten wir uns doch an. Alle 4! Für 25.- DM pro Kopf müssen die schon was bieten, dachten wir. Hah!
Mein Abendessen war Jungfernbraten im Netz (Schweinelende mit Leber), dazu Gemüse und als Nachtisch schrecklich süße Somlauer Nockerln. Mein Mann aß Schweinebraten mit Letscho, eine Mischung aus gedünsteten Tomaten, Paprika und Zwiebeln und als Vorspeise Russischen Fleischsalat. Wir saßen und aßen zusammen mit Frau und Herrn U., beschnupperten uns und fanden es toll, dass wir zu Viert waren. Ein Zufall, denn diese Rundreise konnte an jedem x-beliebigen Tag begonnen werden.
Fortsetzung: http://www.myheimat.de/muecke/freizeit/ungarn-rund...
1
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.