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Besuch der barocken Dauerausstellung im Schloss Moritzburg

Aschenbrödelel Schloss Moritzburg
 
Fahren diese Kutschen zum Schloss?
Moritzburg: Schloss Moritzburg | Bei unserem Kurzbesuch „Da wo ich geboren bin“ durfte natürlich auch Moritzburg nicht fehlen.
Als Jugendlicher bin ich oft hin geradelt.
Aus Zeitgründen entschieden wir uns nur für die Dauer-Barockausstellung, weil wir für den Nachmittag gleich noch eine Führung im Fasanenschlösschen gebucht hatten.
So muss das historische Porzellanquartier noch etwas warten, denn es kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden.
Wenigstens eine Fotoerlaubnis
(ohne Blitzlicht versteht sich) hatte ich mir genehmigt, denn es gab viele Motive .

Wir hätten uns wieder stundenlang aufhalten können.
Auf Schloss Moritzburg befindet sich der größte Bestand an barocken Goldledertapeten. Immerhin 11 von 60 Räumen mit der barocken Wandgestaltung sind erhalten geblieben. Millimeter für Millimeter wurden und werden die Darstellungen der antiken Mythologie und andere Motive in einem Großprojekt restauriert. In einem Raum sahen wir, wie Restauratoren höchst behutsam solche Ledertapeten von einer Wand lösten.
Mittlerweile sind vier Ausstellungsräume mit den seidenen Wandbespannungen, Vorhängen, historischen Möbeln und Kronleuchtern nach dem Bild der erstmaligen Eröffnung restauriert.

Federzimmer

Etwas ganz Besonderes ist das Federzimmer auf Schloss Moritzburg; weltweit einmalig. Um dieses Meisterwerk - hergestellt aus Millionen von südamerikanischen Vogelfedern - ranken sich zahlreiche Legenden. So soll es zum Beispiel ein Thron eines mexikanischen Königs oder Teil eines indischen Hausrates sein.
Schade nur dass diese Schätze, wohl aus konservatorischen Gründen, nur hinter Glas zu bewundern waren und sich somit schlecht fotografieren ließen.

Die Jagdtrophäensammlung

Nicht nur im Steinsaal sondern auch den Treppenhäusern und anderen Räumen hängen zahlreiche Jagdtrophäen aus der Zeit August des Starken. Im 16. Jahrhundert war Moritzburg bereits ein beliebter Ort für ausschweifende Jagden. Einiges an den dargestellten Jagdszenen, erinnerte uns an unserem erst kürzlichen Besuch auf Jagdschloss Letzlingen.
Immerhin befindet sich eine der weltweit bedeutendsten Jagdtrophäensammlungen auf Schloss Moritzburg befindet. Neben dem legendären 66-Ender befindet sich auch das Geweih eines ausgestorbenen Riesenhirsches.
Eine Museumsmitarbeiterin klärte uns auf, dass die Geweihe original sind und nur die zugehörigen Köpfe aus Holz gefertigt sind.

Wettiner Schatz

Erwähnen möchte ich unbedingt noch den Sensationsfund von 1996. Damit kehrte m Jahr 2016 eine Legende zurück an ihren früheren Ort. Es handelt sich um Teile des einst verschollenen Wettiner Schatzes. Nun kann man wieder zahlreiche silberne Geschirrteile aus der ehemaligen Hofsilberkammer bewundern.
„Eine begleitende Dokumentation erzählt dabei die Geschichte des sagenumwobenen Schatzes: von seiner einstigen Verwendung bei Hofe über die Kriegswirren, in denen der Schatz verschwand bis hin zu seiner spektakulären Entdeckung, der Versteigerung und der Rückführung nach Moritzburg. Ein Erlebnis, das den Moritzburger Schlossbesuch buchstäblich vergoldet!“

Diese und weitere Informationen findet man hier:

Bekanntlich war August der Starke ein leidenschaftlicher Sammler von Porzellan. Auch wenn wir seine Sammlung von Jagdmotiven und Tierfiguren aus hauptsächlich Meißener Porzellan im historische Porzellanquartier (seit 2009 nach einer fast vierjährigen Restaurierung) nicht bestaunen konnten (nur im Rahmen einer Führung möglich), entdeckten wir doch in vielen Räumen weitere Originale aus dem 18. Jahrhundert.

Schade dass August der Starke (1670 – 1733) seinen Traum von einem Porzellanschloss in Dresden nicht mehr verwirklichen konnte. Dächer, Innenausstattung, alles sollte aus Porzellan sein….!

Ersatzweise werden wir uns im letzten Teil dieser Artikelserie etwas mit dem Besuch der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meißen trösten.
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3 Kommentare
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf | 23.11.2018 | 21:40  
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Ralf Springer aus Aschersleben | 23.11.2018 | 22:01  
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Günther Gramer aus Duisburg | 23.11.2018 | 22:06  
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