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Mönchfeldschule - ein Kleinod soll sterben?

Die Mönchfeldschule in Stuttgart-Mönchfeld soll geschlossen werden. Zumindest, wenn es nach den Vorstellungen einer Beraterfirma im Auftrag der Stuttgarter Schulverwaltung geht. Im Oktober wurden die Bezirksvorsteher und Schulleiter über einen aktuellen Planungsstand in Kenntnis gesetzt. Demnach hat die beauftragte Beraterfirma GUS dargelegt, dass derzeit für die betroffenen Schulbezirke Mühlhausen, Rot und Zuffenhausen, 4 Planungsvarianten in der Diskussion sind. Alle haben eines gemeinsam, die Mönchfeldschule soll geschlossen werden, die Kinder der Grundschule verteilt werden auf umliegende Grundschulen. Die Räumlichkeiten werden benötigt für weiterführende Schulen.
Das ist Bildungspolitik 2010.
Der im Stuttgarter Norden gelegene Stadtteil Mönchfeld hat vor kurzem sein 50Jähriges gefeiert. Vor 10 Jahren wurde er in das Programm Soziale Stadt aufgenommen. Die Politik hatte erkannt, dass der Stadtteil veraltet, Gegensteuern war angesagt. Dies wurde auch geschafft. In den vergangenen 10 Jahren haben die ansässige Baugenossenschaften Millionen-Euro-Beträge in ihren Bestand investiert, immer mit einem Ziell. Den Wohnungsbestand aus der Nachkriegszeit auf ein aktuellen Niveau anzuheben, kleinflächige Wohnungen zugunsten großflächiger, familienfreundlicher Wohnflächen zu schaffen.
Der Erfolg ist da, der Stadtteilteil hat wieder mehr junge Familien und mehr Kinder. Die 3 Kindergärten sind wieder voll ausgelastet und mitten hinein platzt nun das Schulverwaltungamt.
Die Eltern sind empört und kämpfen dagegen. Die Grundschule muss am Wohnort bleiben, die Kinder sollen auch künftig die Möglichkeit haben, selbstständig ihren Schulweg bestreiten zu können.
Mitte Januar wird sich das Schulverwaltungsamt erneut stellen, man darf gespannt sein, ob die Beschwerden seitens der Eltern gehört werden.
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