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Bildung zu Hause

Mindelheim: Café Sisters | auch „homeschooling“ genannt, ist eine hier in Deutschland eine weniger bekannte Form. In Österreich und in den USA hingegen gehört diese schon seit Längerem zum Schulalltag mancher Familien.

Bei uns in Deutschland ist homeschooling bis heute gesetzlich verboten. Theoretisch. In Zeiten von Covit 19 sieht das in der Praxis auf einmal ganz anders aus.

Doch was bedeutet „homeschooling“ inhaltlich? Tatsächlich gibt es hierzulande mittlerweile einige multimediale Lernangebote. Hierbei werden Lernvideos und Online-Tutorials angeboten, die auf die Lehrpläne des jeweiligen Bundeslandes zuvor abgestimmt wurden.

Inhaltlich kann homeschooling sehr individuell gestaltet werden. Denn es geht ja nicht nur um den Lernstoff an sich, sondern um die Art und Weise, wie er gestaltet und vermittelt wird. Hierbei kann die Art und Weise wie ich selbst etwas kommuniziere, genauso die Ebene, über die mein/e SchülerIn am Besten den Lernstoff verinnerlicht, von Bedeutung sein. Angenommen, dein/e Schüler/in ist ein kommunikativer Lerntyp. Mit anderen Worten: er oder sie lernt am Besten durch Diskussionen und Gespräche. Hilfreich kann es auch in Gesprächen für ihn/sie sein, sowohl die Position des Fragenden als auch des Erklärenden einnehmen zu können.

Kommst du ihm oder ihr nun aber mit der visuellen Ebene, wie durch das Lesen von Informationen und das Beobachten von Handlungsabläufen (zum Beispiel in Form von Grafiken oder Bildern), dann wird sich der kommunikative Lerntyp vermutlich schwerer damit tun, dies zu verinnerlichen. Bei einem visuellen Lerntyp hingegen mag diese Form sehr gut ankommen. Nicht zu unterschätzen ist natürlich eure „pädagogische Beziehung“ oder einfacher ausgedrückt, eure zwischenmenschliche Ebene, auf der eure Kommunikation stattfindet. Eine „pädagogische Beziehung“ sowie ein individuelles Lernprogramm, abgestimmt auf den Lerntyp des Kindes oder Teenagers, entstehen nicht unbedingt von heute auf morgen. Natürlich ist eine Beziehung zwischen Eltern und Kind bereits da und aller bestenfalls könnte man sofort mit dem Lernen beginnen...

Doch nur mal angenommen, der muffelige Teenager ist vor zehn Uhr morgens nicht wirklich ansprechbar. Könnte man in dem Fall mal darüber nachdenken, etwas später mit dem Lernen zu beginnen? Vielleicht ist die jüngere Tochter hingegen hoch motiviert und zielstrebig. Und sie möchte sich am Liebsten ihre Lernziele selbst setzen. Dann bräuchte sie vermutlich nur eine kleine Hilfestellung. Hier und da...
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CHRISTINE Stapf aus Amöneburg | 29.03.2020 | 17:37  
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