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Kooperation verbessert ärztliche Versorgung

Merseburg. Für die Senioren im Kursana Domizil gibt es künftig mehr Sicherheit und Verlässlichkeit bei der medizinischen Behandlung und Versorgung durch Ärzte. Die Pflegeeinrichtung hat schnell reagiert und jetzt mit einem Hausarzt, zwei Zahzärzten und einem Neurologen Kooperationsverträge abgeschlossen, die seit Juli des Jahres aufgrund einer Änderung des Sozialgesetzbuches möglich sind und Verbesserungen für Patienten in Altenheimen bringen sollen.
„Wir sind froh, dass wir Ärzte gefunden haben, die mit uns zusammenarbeiten möchten. Damit werden die Angebote für unserer Bewohnerinnen und Bewohner besser koordiniert und strukturierter“, sagt Heidrun Bellmann, Direktorin des Kursana Domizils. Eine wesentliche Neuerung der Gesetzesreform ist die wöchentliche Präsenz eines Hausarztes in der Pflegeeinrichtung sowie eine erweiterte Rufbereitschaft, die weit über die Praxiszeit des Mediziners hinausgeht.

Die vertraglich geregelte Zusammenarbeit von Kursana und den Medizinern bringt nach Ansicht der Direktorin für beide Seite Vorteile. So soll mit der Kooperation etwa die unnötige Inanspruchnahme von Leistungen des Bereitschafts- und des Rettungsdienstes vermieden werden. Trotz Vertrag bleibe das Recht auf freie Arztwahl der Patienten in der stationären Pflegeeinrichtung voll bestehen.
Ein weiteres Ziel des Vertrages sei es, die Zahl der Krankenhausaufenthalte einschließlich der Krankentransporte zu reduzieren. Der Hausarzt übernimmt die Steuerung des multiprofessionellen Behandlungsprozesses, heißt es. Eine wirtschaftlichere Arzneimitteltherapie gehöre ebenfalls zum neuen Konzept. Das bedeute, dass es keine unerwünschten Arzneimittelwirkungen mehr geben soll. Last but not least glauben die Partner, die „indikationsgerechte Heil- und Hilfsmittelversorgung durch die Zusammenarbeit zu fördern“. Es gebe für die Kursana-Bewohner künftig leichter Termine in der Sprechstunde und der Kontakt zwischen Arzt und Patient werde persönlicher.
Die Pflegefachkräfte im Kursana Domizil sind durch die neuen Strukturen stärker in die die Abläufe involviert. Sie nehmen bei Bedarf und mit Zustimmung der Patienten an den abgestimmten Visiten und an interdisziplinären Fallbesprechungen teil. „Wenn alle beteiligt sind und an einem Strang ziehen, funktionieren Vernetzung und Verständigung besser. Davon profitieren unsere Bewohner“, sagt Direktorin Heidrun Bellmann.
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