Anzeige

Schwäbisches Dressurreitertreffen 2019 in Thierhaupten

Ganz links Dr. Dieter Schüle, Mitte Wulf-Dieter Mittelstrass und Teilnehmer
Sehr interessant, nicht nur für Turnierteilnehmer war der Tag der Dressurreiter, der von der Dressurbeauftragten Michaela Beer, des Reitverband Schwaben organisiert wurde. Gewonnen werden konnte als Referent einer der namhaftesten Richter Dr. Dieter Schüle. Auch Wulf-Dieter Mittelstrass Ehrenvorsitzender des Reitverbandes Schwaben wohnte der Veranstaltung bei. Schade dass nicht mehr Dressurreiter diese kostenlose informative Chance genutzt haben.

Nach der Begrüßung von M. Beer übernahm Dr. Schüle das Wort und brachte zum angekündigten Schwerpunktthema „Vorbereitung für die Turniersaison“ im Reiterstüber’l der Reitanlage Meir, in Theorie die ersten Ausführungen. Er vertritt u.a. die Meinung, dass zum korrekten Reiten eine fundierte Grundausbildung vor allem in den Klassen E und A unerlässlich ist, um einen ordentlichen Grundschwung des Pferdes zu erreichen. Auf Anlehnung, korrekt gerittene Hufschlagfiguren und sauberes Reiten von Punkt zu Punkt ist besonders zu achten. Das Pferd muss locker gehalten werden, um ein schwingendes lockeres Pferd zu haben. Unterschiede im Tempo in Schritt/Trab und Galopp (Versammlung) sollten vernünftig angestrebt werden.

Was das Protokoll nach einer Prüfung angeht, gibt es wertvolle Informationen zur Weiterentwicklung von Pferd und Reiter. Ein Protokoll, das mit dem Gefühl des Reiters übereinstimmt ist besonders hilfreich und kann gut von ihm nachvollzogen werden. Allerdings sollten auch die Richter darauf achten, nicht nur Negatives, sondern auch Positives anzumerken, um dem Reiter die Dinge klarzumachen, die richtig sind. Eine detaillierte Richterbeurteilung der Fähigkeiten auch der Pferde ist wünschenswert. Nicht immer wird auch dem Reiter deutlich, welche Beurteilung eine Dressurreiterprüfung oder eine Dressurpferdeprüfung ausmacht. Zu wünschen wäre, so Dr. Schüle bei den Reitern, gute und sichere Kenntnisse der Prüfungsaufgaben vor dem Start in ein Turnier. Das beugt vor allem einer aufkommenden Nervösität vor, die sich leicht auf das Pferd überträgt.

Hilfreich kann die Winterarbeit mit den Pferden genutzt werden. Es kann in dieser Zeit der Schwerpunkt und das Training auf eine saubere Art der Reiterei (Schritt/Trab und Galopp), bei guter Durchlässigkeit gelegt werden. Auch Schritttouren zu üben bringt durchaus weiter. Ein versammelter Schritt muss im Takt sein. Hin und wieder, nicht nur vor Turnieren, eine Aufgabe zu reiten, wäre auch im Winter wichtig und für das Pferd  Abwechslung und sanfte Gewöhnung, ohne Stress an unterschiedliche Aufgaben. Jeder Reiter kennt sein Tier am besten und kann es in Ruhe individuell trainieren.

Nach der Mittagspause ging es in die Reithalle, um das Ganze in der Praxis mit dem Pferd zu demonstrieren. Vier Pferde mit verschiedenen Ausbildungsniveaus wurden von ihren Reiterinnen vorgestellt und von Herrn Dr. Schüle kommentiert. Interessiert und ausdauernd verharrten die Teilnehmer an diesem doch noch kühlen Februartag auf der Tribüne der Halle, jedoch konnte bestimmt viel an Inputs an diesem Samstagnachmittag in Thierhaupten mitgenommen werden.
.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.