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Schwäbische Meisterschaften Fahren 2017 in Gilching

Helmut Schweihofer und Franziska Schmid (Beifahrerin) vom Reit- und Fahrverein Donauwörth-Mertingen
 
Schwäbischer Meister Fahren Pferd 2-Spänner, Helmut Schweihofer, Peter Streit, Markus Giertler mit Katrin Frischkorn und Wulf-Dieter Mittelstraß (Foto: Michael Müller)
Im Rahmen des Fahrturniers der Weilheimer Pferdefreunde auf Gut Wiesmath, vom 15. – 17. September, wurden dieses Jahr auch die schwäbischen Meister des Reitverbandes Schwaben ermittelt und boten spannenden Pferdefahrsport. 321 Startplätze waren insgesamt für 3 Tage bis zur Klasse M genannt worden, wobei man sich durchaus mehr Teilnehmer aus dem schwäbischen Raum für die schwäbische Meisterschaft gewünscht hätte. Vielleicht liegt es auch daran dass, wie Turnierleiter Peter Schröfl erwähnte, es im Moment zwar wieder mehr Zulauf im Freizeitfahren, nicht aber im Turnierfahren gibt. Die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung hatte 1. Bürgermeister der Gemeinde Gilching Manfred Walter übernommen.

Um erfolgreich zu sein, muss ein großes Einverständnis zwischen dem Fahrer und seinen Pferden herrschen – das Ergebnis eines geduldigen Trainings. Das Kutschenfahren erfordert die volle Konzentration eines Fahrers und deren Begleitung. Gang, Gehorsam, Losgelassenheit der Pferde, der Fahrer und die Harmonie des gesamten Gespanns werden bewertet. Die Gespanne traten an diesem Wochenende in verschiedenen Schwierigkeitsklassen (E-Einsteiger, A-Aufgaben, und M- mehr Tempiwechsel) gegeneinander an.

Am Freitag fanden für Pferde und Ponys (Ein- und Zweispänner) die Dressur-Fahrpferde- und Fahrprüfungen, am Samstag die Hindernis-Fahrpferde- und Fahrprüfungen und am Sonntag die spektakulären Geländefahrprüfungen für Pferde und Ponys statt. Das High-Light jeweils am Ende eines Turniertages waren die Prüfungen der Vierspänner in der Kl. M.
Besonders geschickte Pferde können am Hindernisfahren, auch „Kegelfahren“ genannt, teilnehmen. da bei dieser Disziplin ein Parcours von Kegeln innerhalb der vorgeschriebenen Zeit durchfahren werden muss. Touchieren der Kegel, Verweigerungen durch das Pferd und Überschreiten der Maximalzeit führen zu Punktabzügen. Dabei werden die Hindernisse jeweils an die Kutschenspur jeder Kutsche angepasst. Nicht ganz leicht hatten es also die Pferde am Samstag, da es viel geregnet hatte und der Sandplatz mittlerweile schwer geworden war. Vormittags am Start waren in der Teilprüfung Hindernis-Fahrprüfung Kl. M – Einspänner - Franziska Schmid vom Reitverein Donauwörth-Mertingen und Alexander Möhrl vom Reitverein Pfaffenhausen. Am Nachmittag startete Peter Streit und Markus Giertler von den Fahrerfreunden Kammeltal aus Höselhurst, sowie Helmut Schweihofer vom Reitverein Donauwörth-Mertingen in der Prüfung Hindernisfahrpferdeprüfung Kl. M-Zweispänner. Darauf folgte eine Hindernisfahrponyprüfung der Kl. M–Zweispänner in der Erwin März und Anna Bisle von den Fahrerfreunden Kammeltal ins Rennen um die Schwäbische Meisterschaft gingen.

Hindernisfahren ist neben dem Dressur- und Geländefahren ein Bestandteil der kombinierten Prüfung. Eine erfolgreiche Teilnahme an diesen drei Teilprüfungen führt zur Kombiwertung und ist die Grundlage zur erfolgreichen Meisterschaft.

Die Geländefahrt ist unterschiedlich und besteht jeweils aus mehreren Phasen, (Aufwärmphase 13/14 km/Std, Schrittphasen und Verfassungsprüfung mit Hindernissen). Nach der Aufwärmphase und Tierarztkontrolle, entsprechend der Kondition der Pferde, darf das Gespann in die Verfassungsprüfung mit Hindernissen. Die Hindernisse sind ausgeflaggte Tore, die die Gespanne in der richtigen Reihenfolge, so schnell wie möglich durchfahren müssen. Hier ist die Geschicklichkeit auch des Kutschers gefragt, der bei der Fahrt auf die richtige Strategie achten muss. Der Kampfgeist der Fahrer bedeutet für den Besucher so manchen Nervenkitzel, da es an spektakulären Situationen nichts zu wünschen übrig lässt.

Die Siegerehrung für die Schwäbische Meisterschaft wurde am Sonntag u.a. von Wulf-Dieter Mittelstraß Ehrenvorstandsvorsitzender Reitverband Schwaben und Matthias Brettnacher von Gut Wiesmath durchgeführt.

Den ersten Platz der Fahrer „Pony Zweispänner“ und damit den Schwäbischen Meistertitel erzielte Erwin März, auf Platz zwei lag Anna Bisle (Fahrerfreunde Kammeltal). Schwäbische Meisterin Fahrer „Pferde Einspänner“ wurde Franziska Schmid vom Reitverein Donauwörth-Mertingen. Über die Schwäbische Meisterschaft „Pferde Zweispänner“ freute sich Peter Streit. Auf Platz zwei lag Markus Giertler, beide von den Fahrerfreunden Kammeltal. Helmut Schweihofer vom Reitverein Mertingen lag auf Platz drei.
Der „Fair-Play-Preis“ wurde an Anna Bisle vergeben, der von Wulf-Dieter Mittelstraß Ehrenverbandsvorsitzender Reitverband Schwaben, Kathrin Frischkorn und Hans Bisle (Beifahrer) übergeben wurde.

Das Wochenende hatte sich wettermäßig sehr gut gehalten. Es war eine gelungene Veranstaltung, an der besonders die freundlichen Organisatoren und Helfer ihren Anteil hatten.
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