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Jahreshauptversammlung der TSG "Lechbruck" - Neuwahlen und ein Auftrag

Die neue Vorstandschaft (v.h.l. bis v.r.): Moritz Dorfmüller (2. Vorstand), Maximilian Diessl (Sportlicher Leiter), Patrick Braun (Schriftführer), Maximilian Braun (1. Vorstand), Erika Erb (2. Kassier), Maximilian Neuner (2. Vorstand), Katja Kastner (Damenvertretung)
Meitingen: Bürgerhaus Waltershofen |

Am 23.02. lud die TSG Waltershofen zur alljährlichen Jahreshauptversammlung ins Bürgerhaus Waltershofen.

Es standen Neuwahlen und eine geplante Satzungsänderung auf der Tagesordnung. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorstand Sebastian Luffi und einem kurzen „Blick ins Dorf“, wo 2. Vorstand Maximilian Braun auf die große diesjährige Maifeier der freiwilligen Feuerwehr des Ortsteils aufmerksam machte, stellte Erika Erb die Aktivitäten des vergangenen Jahres vor.

Nachdem aufgrund der Umbauarbeiten im Bürgerhaus das traditionelle Kaffeekränzchen am Faschingsdienstag 2017 noch abgesagt wurde, ging man in diesem Jahr mit einem neuen Konzept ins Rennen: In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und ehrenamtlichen Kuchenbäckerinnen veranstaltete man ein Senioren- und Kinderfaschingskränzen, das mit einem bunten Programm für die kleinen Gäste und gemütlichem Beisammensein für die erwachsenen Besucher punkten konnte. Auch fanden wieder die beiden Hauptveranstaltungen der Saison, die Vatertagsfeier und das Sommerfest mit Turniertag, auf dem Sportgelände statt. Im Winter wurde auf die Weihnachtszeit mit dem Weihnachtshof und einem Stand auf dem Meitinger Weihnachtsmarkt eingestimmt. Der Verein verzeichnete außerdem einen Mitgliederzuwachs. Dank galt auch der Fahne, die im vergangenen Jahr unter Fahnenträger Markus Lohwasser zu verschiedenen Anlässen in den beiden Gemeinden Westendorf, Nordendorf und Meitingen vertreten war.

Infrastrukturarbeit, Altbewährtes und viele Turniere

Ein Infrastrukturprojekt hatte der Verein zu verbuchen, und zwar die Spritzgussdecke der Sportplatzzufahrt, welche durch Drainagen und solidem Bodenbelag den wetterbedingten Überschwemmungen Einhalt gebieten soll. „Hier gilt besonderer Dank der Gemeinde“, so Braun, da diese – nach ehrenamtlicher Vorarbeit – den Großteil der Arbeiten gestemmt hatte.

Sportlich spielte sich das meiste spielte sich auf dem Waltershofener Sportgelände ab, welches mit zwei Volleyballplätzen und einem Fußballgroßfeld das Herzstück der sportlichen Aktivitäten des Vereins darstellt. Dennoch war auch die Wintersaison durchaus aktiv, vor allem aufgrund der regen Aktivitäten der Volleyballabteilung um Marcus Schröder und Katharina Meier und der gut besuchten Hallenfußballrunden in Kooperation mit dem FC Langenreichen. Für den Vatertag hatten die Volleyballabteilung und die Fußballabteilung ein spannendes Derby vereinbart: Ein Volleyballmatch auf heimischem Rasen. Der Grund dafür war eine seitens der Volleyballabteilung geforderte Revanche nach der schmählichen Niederlage im selbst ausgerichteten Volleyballturnier im vergangenen Oktober. Nicht nur konnten die Volleyballer im Zuge dieses Matches die Niederlage wieder wett machen, auch stand ein guter Zweck im Vordergrund: Im Rahmen der sogenannten „Cold Water Grill Challenge“ hatten sich beide Abteilungen an einem Spendenaufruf beteiligt. Die Einnahmen der Veranstaltung in Höhe von 250,-€ kamen der Hospizgruppe Meitingen und Umgebung zu Gute.

Ein Neuanfang für die Volleyballabteilung?

In seinem Bericht stellte Volleyballabteilungsleiter Marcus Schröder die Aktivitäten der Volleyballabteilung vor, zu denen neben dem Benefizspiel am Vatertag auch ein Freundschaftsspiel und die Teilnahme an vier Turnieren (davon drei eigens organisiert) zählten. Ein besonderes Highlight für die aktuelle Saison ist das am 24.02. stattfindende Benefizturnier „HihliBilly“. Dieses wird zu Ehren des verstorbenen Gründungsmitglieds Günther Hihler abgehalten, welcher nach schwerer Krankheit im vergangenen Jahr verstorben ist. Im Gedenken an ihn wird der erwirtschaftete Gewinn der Veranstaltung an die Hospizgruppe Meitingen und Umgebung gespendet. Zum Abschluss des Abteilungsberichts verkündete Schröder zugleich seinen eigenen Rücktritt und den der Volleyballtrainerin, Katharina Meier. Somit wird die Teilnahme am Hobby-Volleyballturnier in Wallerstein am 16.03. zugleich die letzte Aktivität des engagierten Volleyballduos sein. Besonderer Dank galt der Vorstandschaft und den vielen ehrenamtlich Engagierten der TSG, die für den langen und erfolgreichen Bestand der Volleyballabteilung gearbeitet haben, welche jetzt auf einen Neuanfang wartet.

„Anpassungsfähiger“ Hobbyfußball mit Teams der Umgebung

Der Sportliche Leiter des Vereins, Maximilian Neuner, stellte die fußballerischen Aktivitäten des Vereins vor. So nahm die Hobbymannschaft an 4 Turnieren (in Hainhofen, Langenreichen, Waltershofen und Meitingen) teil und absolvierte 5 Freundschaftsspiele (gegen Teams aus Nordendorf, Langenreichen und Hirschbach). Außerdem wolle man in diesem Jahr das fortführen, was im letzten Jahr als „Hobbyplattform Lechtal“ ins Leben gerufen wurde – ein unverbindlicher Zusammenschluss aus Hobbymannschaften der Umgebung mit dem Ziel, Freundschaftsspiele oder Blitzurniere zu organisieren, die der zunehmend herausfordernden Mannschaftsorganisation entgegenkommen soll. „Ziel ist es, kleinere Format mit 5 bis 6 Feldspielern zu organisieren, damit kurzfristige Absagen und Enttäuschungen vermieden werden können“, so Neuner. In diesem Zuge plant die Abteilung auch ein kleineres Hallenturnier. Erfreulich sind auch die Jugendaktivitäten unter der Führung von Markus Lohwasser, der jeden Sonntag dem 6 bis 10-jährigen Nachwuchs die Freude am Hobbyfußball näherbringt.

In ihrem Kassenbericht stellte 3. Vorstand Kathrin Semmernegg die soliden Finanzen des Vereins dar. Besonders zu Buche schlugen die getätigten Ausgaben für neue Zeltplanen sowie die übernommenen Kosten für die Drainagen der Spritzgussdecke. Die Veranstaltungen hingegen verliefen aus finanzieller Sicht durchwegs zufriedenstellend. Die Kassenprüfer Josef Braun und Werner Scharbert bestätigten die gute Führung der Kasse. Gleiches galt für den Bericht von Bürgerhauskassier Erich Egger, der die Finanzen des gemeinsam durch die drei Ortsvereine bewirtschafteten Bürgerhauses vorstellte.

Nachdem bereits in der letzten Jahreshauptversammlung bekannt wurde, dass zwei der drei aktuellen Vorstände ihr Amt niederlegen, wartete man nun gespannt auf die zu klärende Personalfrage. Auch die beiden politischen Vertreter der Marktgemeinde Meitingen, 1. Bürgermeister Dr. Michael Higl sowie Marktgemeinderat und Vereinsmitglied Dr. Fabian Mehring stimmten in ihrem Grußwort auf die Neuwahlen des Vereins ein. Man dürfe gespannt auf die anstehende Diskussion sein, die sich mit der Zukunft eines Vereins befasst, der, wie zu hören war, viele verschiedene Aktivitäten unter einem Dach vereint, so Higl. Mehring, der auf seine Tätigkeit als 1. Vorstand in der Nachbargemeinde Westendorf neben seinen politischen Aufgaben verwies, motivierte die Anwesenden, weiterhin ehrenamtliches Engagement mit den vielen beruflichen und privaten Herausforderungen, die ein jeder im Alltag bewältigt, zu vereinbaren.

Politische Gäste stimmen auf Neuwahlen ein

Einer möglichen neuen Satzung, die auch bereits online für die Mitglieder einsehbar war, hatte man sich bereits zwei Wochen zuvor in einem Informationsabend gewidmet. „Diese komplett neue Satzung zeigt auf, wie der vereinsrechtliche Rahmen dem Engagement der Vorstände und Mitglieder entgegenkommen kann“, so Braun. So wolle man mit dem Dokument aufzeigen, dass die aktuellen Rahmenbedingungen keineswegs unveränderbar seien. Der Ansatz müsse nicht immer lauten, die passende Person fürs Amt zu finden, sondern kann sich auch danach richten, ein passendes Amt für die Person zu schaffen. Gleichberechtigte Vorstände etwa, die sich Aufgaben untereinander zuteilen dürfen und die Möglichkeit flexibel Beiräte und Ausschüsse zu ernennen zu können schaffe Möglichkeiten jene zu integrieren „die sich gerne engagieren möchten, aber nicht in einem Vorstandsamt sehen“. In einer offenen Mitgliederdiskussion wurde unter anderem die Frage gestellt was der Verein leisten kann und was der Verein in Zukunft leisten soll. Es wurden die Trainingszeiten diskutiert, welche nun probeweise auf Samstag verlegt wurden, sowie die Kommunikationsarbeit der Vorstände untereinander und ob diese sich zu sehr auf den Gebrauch neuer Medien fokussiere.

Neu Vorstandschaft unter Vorbehalt der Satzungsänderung gefunden

Jedoch fanden die diskutierten Alternativen soweit Anklang, dass sich prompt eine Vorstandschaft fand, die die Handlungsfähigkeit des Vereins während dieser Phase der Neuorientierung garantieren soll. Die neu gewählte Vorstandschaft besteht aus den Beisitzern Katja Kastner, Maximilian Diessl, Patrick Braun, Erika Erb und den Vorständen Moritz Dorfmüller, Maximilian Neuner und Maximilian Braun. Ziel der nächsten Wochen ist es nun eine neue Satzung zu erarbeiten, die eine Gleichberechtigung der Vorstände und ein flexibles Beiratsmodell vorsieht, und in einem gesonderten Termin zur Abstimmung einzuladen.
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