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„Seniorengerechtes Thierhaupten“ Informationstreffen beim „Hoagardn“

von links: 1. Bürgermeister Toni Brugger, Organisator Hoagardn Johann Wittmann, Geschäftsführer Sozialstation Meitingen Jürgen Werner und Altbürgermeister Franz Neher
 
Jürgen Werner Geschäftsführer Sozialstation Meitingen
Was interessiert diese Zielgruppe der Besucher des „Hoagardn“ und darüber hinaus mehr, als das Thema „Zukunft der Senioren“ in ihrer Gemeinde. Beim Treffen am 26. Oktober 2017 hatte Johann Wittmann den 1. Bürgermeister Toni Brugger, Altbürgermeister Franz Neher und den Geschäftsführer der Sozialstation Meitingen Jürgen Werner, im Vereinsheim des Kameraden –und Soldatenverein zu Gast.

Nach der Begrüßung durch den Organisator Johann Wittmann gab 1. Bürgermeister Toni Brugger umfangreiche Informationen über aktuelle Projekte. Die am Geschehen der Gemeinde sehr interessierten Senioren hörten vom Projektthema  „Sicherheit und Verkehr“, z.B. Mitteninsel an der Neukirchner-Straße, die durch Maßnahmen „entschleunigt“ werden soll, von Rufbuslinien und verschiedenen Baumaßnahmen, wie die Ötzer Strasse. Ein weiteres Thema umfasste die „Wirtschaftsförderung“. Aufgaben wie der Breitbandausbau in Neukirchen und der Nachrüstung Thierhaupten-Ötz, über Gewerbegebiete wie u.a. Neukirchen und der Städtebauförderung „Neue Mitte“, denn alte Strukturen verschwinden langsam. Die Lösungen sollen sowohl für Gewerbetreibende wie auch für Bürger interessant und zu deren Wohle sein. Ein weiteres Thema für die Gemeinde ist „Jugend und Familie“. Sie sollen in der Gemeinde gehalten werden, deshalb ist die Gemeinde bemüht, familienfreundliche Bauplätze bereitzustellen. Außerdem wird der Sportverein Thierhaupten beim Bau eines „Soccerfelds“ für Fußballfreunde unterstützt. Der Gemeinde liegt die „Bildung und Betreuung“ sehr am Herzen. Eine offene Ganztagsschule mit Mittagsbetreuung – ohne zusätzliche Kosten für die Eltern - als Standartvorteil hat Vorrang. Der Grundschulstandort konnte in Thierhaupten erhalten werden. Auch die Erweiterung des Kindergartens steht im Focus. Weitere Schwerpunkte wie die „Kulturförderung“ – darunter verschiedene Projekte wie die Sanierung des Herzog-Tassilo-Saals oder die sog. „Kulturtenne“ für verschiedene Veranstaltungen vorgesehen, wurden von Bürgermeister Brugger erwähnt.

Das größte Interesse der Senioren dürfte an diesem Nachmittag jedoch das Thema „Senioren und Soziales“, das Toni Brugger ankündigte, gewesen sein. Die Bestrebungen der Gemeinde eines „Seniorenzentrums“ mit einer Partnerschaft und in Kooperation mit der „Sozialstation Meitingen“ sind auf fruchtbaren Boden gefallen. Auf dem gewählten Grundstück (mit Parkplätzen) in Thierhaupten wird es ein Haus sein, das durch die Aktion eines „Auditteams“ beste Grundvoraussetzungen zu bieten hat. Schwerpunkte sind z.B. ein „Soziales Netzwerk“, das bedeutet Hilfe in verschiedenster Form, ein Wohnraumanpassungskonzept, wie barrierefreie Wohnungen und vieles mehr.

T. Brugger wünscht sich auch für Senioren ein liebenswertes und lebenswertes Thierhaupten und übergab das Wort an den Geschäftsführer Jürgen Werner. Die Anfänge der Ökumenische Sozialstation Meitingen als Pflegezentrum waren 2015/2016. Zahlreiche Experten in diversen Workshops entwickelten damals die Grundstrukturen. Als Komplettanbieter und ambulanter Pflegedienst hat er bereits weitreichende Erfahrungen gesammelt, so dass der „Ambulante Pflegeverein Thierhaupten“ eine sachkundige weitreichende Ergänzung erhalten kann. Rundum – Ambulant-Pflege, Tagespflege, Kurzzeitpflege, Intensiv- und Palliativpflege, sowie Verhinderungspflege und Hospizgruppe stehen zur Verfügung. Das Pflegezentrum Meitingen leistet betreutes Wohnen ebenso, wie auch vollstationäre Pflege im St.-Martha-Heim oder im Wohnpark Laubenbach. Aber auch Beratung und Vermittlung, Hausnotruf, Essen auf Rädern, Trauergruppe, Hauskrankenpflegekurse, Gesprächskreise und Seniorenhelfer umfasst das individuelle Angebot. 105 feste Mitarbeiter und 50 ehrenamtliche Helfer gibt es in der seit 1979 bestehenden Sozialstation. 

Die zukünftige Seniorenwohnanlage in Thierhaupten, die mit ihren Apartments u.a. betreutes Wohnen (Hilfe bei Bedarf mit Fachkräften) und ambulante Pflegestützpunkte beinhalten wird, ist eine partnerschaftliche Lösung der Gemeinde Thierhaupten mit dem modernen Projekt „Seniorengerechtes Thierhaupten“ und dem „Pflegezentrum Meitingen“ als Unternehmensform, das für Senioren eine optimales individuelles Angebot und eine pflegegestützte Anlaufstelle ergeben wird.

Altbürgermeister Franz Neher beglückwünschte dieses Projekt, das seine Wurzeln im „Ambulanten Pflegeverein Thierhaupten“ bereits hat und freute sich, neben der Schule auch für Senioren einen geeigneten Partner, ebenfalls in Meitingen gefunden zu haben. Die Grundidee von Herrn Neher „Rollstuhl und Bobbycar“, nämlich generationenübergreifend, zukunftsorientiert zusammenleben zu können, scheint für ihn gefunden.

Gemütlich bei Kaffee und Kuchen gab das Thema bei den Hoagardlern an diesem Nachmittag sicher noch weiteren Gesprächsstoff und unterhaltsame Gespräche.
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