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Hopizgruppe wieder on Tour

Meitingen: Hospizgruppe | Die Meitinger Hospizgruppe hatte im Oktober die Möglichkeit, die Palliativsation im Zentralklinikum Augsburg zu besuchen. Schon bei der Begrüßung in einem " Wohnzimmer" wurde von uns die besondere Atmosphäre auf der Station wahrgenommen. Noch mehr Ruhe und Stille verbreitete sich, als die Kunsttherapeutin mit einer Klangdarbietung die volle Aufmerksamkeit auf sich zog. Begrüßt wurden wir von den Ärzten, sie stellten das Team, das Arbeiten und die Ziele der Palliativstation vor.

Diese Station ist ein Ort des Lebens, nicht des Sterbens. Hier steht der Patient im Vordergrund, die Haltung dazu ist: Wahrung ihrer Würde, ihres Willens und ihrer Autonomie.
Es gibt 8 Ein- und Zweibettzimmer mit jeweiliger Terasse und behindertengerechten Bäder. Das große Wohnzimmer dient als Raum für Begegnung für die Patienten, Angehörige und Mitarbeiter. Durch den deutlich höheren Betreuungsschlüssel arbeiten Palliativmediziner, Pfleger, Fachärzte für Krebserkrankung und Schmerztherapie, Seelsorger und ehrenamtliche Helfer interdisziplinär auf der Station, der die individuelle Behandlung und Betreuung ermöglicht. Sie möchten den Patienten begleiten und deren Zeit lebenswert gestalten.

Die Angehörigen sind willkommen, es gibt keine festen Besuchszeiten und Übernachten ist möglich.

Die Seelsorgerin des Hauses ging mit und in den Raum der Stille, eine Besonderheit der Station. Er steht für jeden offen. Angehörige und Mitarbeiter nützen diesen Raum abseits des Kliniktrubels.

Verwöhnt wurden wir zum Abschluß nochmal von der Musiktherapeutin, die uns ihre Instrumente und die Arbeit mit ihren Patienten verdeutlichte. Sie stellte ihr sensibles Arbeiten mit den Instrumenten vor und spielte noch ein Musikstück. Danach war noch Zeit für offene Fragen.

Ziel der Behandlung in der Palliativstation ist die Entlassung der Patienten in ihre häusliche Umgebung bzw. in die entsprechende Pflegeeinrichtung. Die Angehörigen werden schon während des Klinikaufenthalts auf die Entlassung vorbereitet. Auch wird mit der vor Ort befindlichen Hospizgruppe Kontakt aufgenommen, sodass eine nahtlose Weiterbetreuung gewährleistet ist. Dadurch entsteht ein engmaschiges Netzwerk aus Ärzten, Hospizgruppe, Sozialstation und Seelsorger, dies führt zu einer spürbaren Entlastung der Angehörigen.
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 21.11.2017 | 07:55  
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