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Modellprojekt: FREIE WÄHLER sagen den Krähen den Kampf an

(Foto: Hendrik Steffens)
Mehring und Häusler holen 100 000 Euro für Pilotprojekt nach Schwaben

Über einen Durchbruch bei ihren Bemühungen für ein konzertiertes Saatkrähenmanagement in Bayerisch-Schwaben freuen sich die Landtagsabgeordneten Johann Häusler und Dr. Fabian Mehring. Wie Häusler erklärt, hat die rasant wachsende Krähenpopulation zuletzt dramatische Schäden in der heimischen Landwirtschaft verursacht. „Insbesondere ökologisch wirtschaftende Betriebe, die auf eine Beize des verwendeten Saatgutes verzichten, wissen sich längst nicht mehr zu helfen und erleiden erheblichen wirtschaftlichen Schaden“, erklärt Häusler.

Mehring verweist zudem auf die Situation zahlloser Kommunen in der Region, die unter einer regelrechten „Krähenplage“ leiden: „Wenn Millionen von Steuergeldern in Stadtparks investiert wurden haben die Bürger kein Verständnis, wenn man die Grünanlagen anschließend sperren muss weil sie von Krähen vereinnahmt wurden“, verweist der Parlamentarische Geschäftsführer der FW-Regierungsfraktion auf Beispiele von Kempten über Meitingen bis Asbach-Bäumenheim.

Deshalb haben Häusler und Mehring bereits im Herbst des letzten Jahres das Gespräch mit Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber gesucht und im Umweltausschuss des Landtags ein Modellprojekt durchgesetzt: Im Regierungsbezirk Schwaben sollen demnach zukünftig gezielt Vergrämungsmaßnahmen und Modelle einer schadensminimierenden Bewirtschaftung erprobt werden. Über eine Bestandserhebung wird ferner die Entwicklung der Krähenpopulation gemessen, um den aktuellen Schutzstatus der Tiere zu überprüfen: „Der besondere Schutz der Tiere stammt aus einer Zeit als sie vom Aussterben bedroht waren. Zwischenzeitlich hat sich der Bestand aber erkennbar erholt, sodass überprüft werden muss ob es noch angemessen ist die Krähen stärker zu schützen als andere Tiere“, erklärt Häusler. Schließlich, so Mehring, soll im Rahmen des Pilotprojektes auch eine Kulisse für den finanziellen Ausgleich von Ernteschäden entworfen werden. „Ähnlich wie bei Biberschäden sollten sich auch von den Krähen um ihren Ertrag gebrachte Landwirte auf den Freistaat verlassen können“, findet Mehring.

Um das Pilotprojekt schnellstmöglich ins Laufen zu bringen haben Mehring und Häusler daher einen Antrag zum Nachtragshaushalt initiiert, den auch die CSU-Fraktion als Mitantragsteller unterstützt hat. Demzufolge stellt der Freistaat nun 100 000 Euro an zusätzlichen Mitteln bereit, um in Bayerisch-Schwaben eine Modellregion für das Saatkrähenmanagement einzurichten. „Auf diese Weise wird unsere Heimat zum Best-Practice-Beispiel für einen ökologisch verträglichen Umgang mit den Saatkrähen ohne Anwohner und Landwirtschaft im Regen stehen zu lassen“, freut sich Landesparlamentarier Mehring.
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1 Kommentar
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Hans-Werner Blume aus Garbsen | 19.02.2020 | 12:26  
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