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JUZE Herbertshofen-Erlingen freut sich auf „Bushido“ - Beim Faschingswagen 2012 setzt man in diesem Jahr ganz auf „Samurai“

Dieses Jahr als "schwäbische Japaner" auf den Faschingsumzügen der Region vertreten: Das JUZE Herbertshofen-Erlingen.
 
Im Zeichen der Narren: Die beiden ersten Bürgermeister Dr. Michael Higl (links) und Rudolf Helfert (Bildmitte), erhielten dieses Jahr erstmals durch Marco Nußbauer (2. von links), Isabell Stadler (3. von rechts), Alexander Baumann und Sandra Schilling die aktuellen Faschingsorden des JUZE Herbertshofen-Erlingen überreicht. Umringt von Samurai und Geishas kann man den Faschingswagen noch auf einigen Umzügen in der Region bestaunen.
Oft beginnt es schon im Herbst des Vorjahres: Das Suchen nach einem geeigneten Thema für den nächsten Faschingswagen. Was gab’s noch nicht, was war schon mal da? Zig Ideen - doch alle müssen es gut finden. Für diese Saison ist das JUZE Herbertshofen-Erlingen in den sagenumwobenen japanischen Samaurai fündig geworden.

Männer wie Frauen edel in schwarz-gold gekleidet, schwarze langhaarige Perücken, und natürlich der Wagen als Prunkstück und Herz der 60 schwäbischen Samurai. „Eigentlich sind wir mit dem Bau immer recht spät dran. Dieses Jahr war das anders, und trotzdem sind wir erst wenige Stunden vor den ersten Umzügen am vergangenen Freitag in Altenmünster und am Sonntag in Höchstädt fertig geworden.“, so der „Projektleiter“ Marco Nußbauer. Es sind die Feinheiten, die man an dem mächtigen Wagen sehen kann. Schließlich muss man sich bei den insgesamt acht Umzügen in den umliegenden Landkreisen von der besten Seite zeigen. Mit dem Thema „Samurai“ setzt man voll und ganz auf japanische Tradition. Gretreu dem Motto „Hana sakura gi hito wa bushi", was übersetzt soviel wie "Was die Kirschblüte unter den Blumen ist der Krieger unter den Menschen", heißt, will man zwar nicht kriegerisch durch die närrischen Straßen ziehen, versucht aber auch einen Hauch Bushido zu versprühen. Damit ist nicht etwa der Berliner Skandal-Rapper gemeint. Bushido ist der ungeschriebene Ehrenkodex der Samurai, dessen Säulen die Ruhe in der Gefahr, die Stärkung des Geistes mittels Meditation und die Religion, die die Werte der Samurai beinhaltet, bilden.

Mit der Ruhe ist es nicht weit her gewesen. Der Stress während der Bauphase, ist allerdings durch die zahlreichen Spender doch etwas weniger geworden. Die Stärkung des vor allen Dingen gemeinschaftlichen Geistes zeigt sich in der durchweg einheitlichen Kleidung. Und, dass Fasching bei den Herbertshofenern und Erlingern seit Jahren eine Religion ist, braucht man nicht zu verhehlen. Bei der derzeitigen Kälte, fand man wieder über Wochen im Erlinger Reiterhof eine kostenlose und warme Bleibe.

Zum Start in die Faschingssaison 2012 holte man sich diesmal sogar den Segen von ganz oben. Die beiden ersten Bürgermeister Meitingens, Dr. Michael Higl und Rudolf Helfert bekamen eigens zum ersten Mal jeweils einen besonderen aktuellen Faschingsorden. Schade eigentlich, dass man den Wagen bei keinem offiziellen „Heimspiel“ dem Publikum präsentieren kann. Aber wer weiß - vielleicht stellt ja auch Meitingen nach den erfolgreichen 60ern im neuen Jahrtausend wieder einen Faschingsumzug auf die Beine? Die „Lech-Japaner“ jedenfalls sind in diesem Jahr auf folgenden Umzügen zu sehen:

Fr., 17.02., 19.00 Uhr, Dillingen (Nachtumzug)
Sa., 18.02., 15.00 Uhr, Welden
Sa., 18.02., 18.30 Uhr, Nordendorf (Nachtumzug)
So., 19.02., 13.00 Uhr, Zusmarshausen (man beachte den letzten Wagen!)
Mo., 20.02., 14.06 Uhr, Landensberg (bei Zusmarshausen)
Di., 21.02., 14.14 Uhr, Gablingen (mit anschließendem Kehraus im Sportheim Herbertshofen)
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Regionalmagazin meitinger | Erschienen am 02.03.2012
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