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Friedenstafel zum Reformationsjubiläum in Meitingen

Meitingen: Evangelische Johanneskirche Meitingen | Martin Luther und die von ihm eingeleitete Reformation haben 2017 ein weltweites Spektakel ausgelöst, wie es in der Kirchengeschichte des Christentums seines gleichen sucht.
Betont schlicht und doch festlich, beging man daher in der evangelischen Johanneskirche Meitingen das Reformationsjubiläum.
Für den Vorabend hatte der Johanneschor die katholischen Schwestern und Brüder eingeladen, mit ihnen zusammen Suppen für die »Friedenstafel« am Reformationstag zu kochen, die nach dem Gottesdienst am 31. Oktober gemeinsam gegessen werden sollten. Und tatsächlich war die Küche des Gemeindehauses am frühen Abend voll mit fleißigen Händen, die Gemüse wuschen, es schälten, schnitten und anschließend in den Töpfen rührten. Bei so vielen Helfern war die Arbeit schnell getan.
Am Dienstag begann der Gottesdienst, geleitet von Pfarrer Stefan Pickard, mit dem Bläserensemble des JBO, das unter den Augen der Lutherstatue auf dem Taufstein zur Eröffnung spielte. In der bis zum allerletzten Platz besetzten Kirche, genossen die Gäste einen fulminanten Auftakt. Nach der Begrüßung und den ersten Gedanken von Pfr. Pickard zu Martin Luthers »Ein feste Burg«, in der Bearbeitung von Gustav Gunsenheimer, setzte der Johanneschor unter der Leitung von Andrea Henkelmann zusammen mit dem Bläsern zum ersten Teil der Chorkantate an. Großartig gelang hierbei das Zusammenspiel der ungewohnten Rhythmen und Tempi. Abwechselnd trug nun Pfr. Pickard seine Betrachtungen vor und Chor und Bläser folgten mit den passenden Chorälen. Dabei ging der neue Seelsorger der Johannesgemeinde auf Luthers Leben ein und erläuterte dessen Leiden und Nöte, die ihn zur Dichtung dieses Liedes geführt hatten. Er betonte, dass man nicht die Person Luther feiere, sondern dessen Mut und die Freiheit, die die Reformation bedeute und die Treue zu Gott.
Alexander Ott begleitete an der Orgel gewohnt bravourös das Abendmahl, zu dem Pfr. Pickard in Jesu Namen eingeladen hatte. Und zur großen Freude der Messnerin fühlten sich sehr viele Menschen eingeladen. Nach dem Segen und dem Dank von Pfr. Pickard an alle Beteiligten lud er zur »Friedenstafel« in den Martin-Luther-Saal ein.
Der Saal füllte sich schnell, die festliche Tafel musste sogar noch ausgebaut werden. Der erste Stau entstand bei der Ausgabe des beliebten Lutherbieres, während die Chormitglieder Kürbis- und Kartoffelsuppen mit frischem Brot an die zahlreichen Gäste reichten. Viele fragten nach den seit Jahren geschätzten Schmalzbroten, die es jedoch an diesem Festtag ausnahmsweise nicht gab. Auch das von vielen geschätzte Lutherbrot fand reißenden Absatz. Eine festlich gestimmte, ökumenische Feiergesellschaft nutzte die Gelegenheit zu Gesprächen und um sich besser kennenzulernen. Und somit wurde der ganz besondere Festtag zu einem Erfolg für alle.
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 06.11.2017 | 05:37  
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