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Ein Vierteljahrhundert JBO

Jubiläum Das Meitinger Orchester feiert 25. Geburtstag. Und erinnert mit einem Konzert an musikalische Meilensteine

Meitingen Für die Besucher, die in die Meitinger Gemeindehalle gekommen waren, war es, als wären sie in eine Zeitmaschine gestiegen. Die Reise führte in die Vergangenheit, 25 Jahre zurück. Bis ins Jahr 1992, in dem das Jugendblasorchester Meitingen gegründet worden war. Zum 25. Geburtstag ließ der Verein alte Zeiten wieder aufleben. Jedes Stück, das auf dem Programm des Revival-Konzertes stand, war mit besonderen Erinnerungen verknüpft.
Etwa „Toccata for Band“, mit dem das damals noch junge Orchester zu seinen ersten Wertungsspielen in der Oberstufe angetreten war und prompt die Bestnote erhalten hatte. Auch „Oregon“ ist ein Stück JBO-Geschichte. Es erinnert an die erste USA-Reise des Vereins im Jahr 1997. Michigan, die Großen Seen und Chicago standen damals auf dem Programm der zweiwöchigen Tournee. „Oregon“ spielte das Orchester damals vor 1500 Zuhörern im Blue Lake Fine Arts Camp, einer musikalischen Kaderschmiede in Michigan. Ein wahrer Gänsehautmoment, an den auch heute noch viele Musiker zurückdenken. Es sollte nicht die einzige Reise nach Amerika bleiben. 2001 flog das Orchester erneut in die USA. Mit der „New York Overture“ wurde beim Revival-Konzert auf diese Reise angespielt. Einige Musiker hatten im Anschluss an die Tournee das World-Trade-Center kurz vor den Anschlägen vom 11. September noch besucht.
Mit „Tanz der Vampire“, das ebenfalls auf dem Programm des Jubiläumskonzertes stand, erinnerte das Orchester an seine Reise in die Dracula-Heimat Rumänien, bei der, wie Moderatorin Franziska Gumpp erzählte, die Musiker die fantastische Akustik bei einem Konzert in einem Salzbergwerk erleben durften. Auch „Die Bayern kommen“ stand auf dem Programm, jener Marsch, der extra für das Orchester komponiert wurde – ein Willkommensgeschenk, als die Musiker ein befreundetes Orchester im österreichischen Frauenkirchen besucht hatten. Und so erklangen in der „alten Tante Gemeindehalle“, wie Meitingens Zweiter Bürgermeister Werner Grimm in seiner Ansprache das Gebäude liebevoll nannte, viele altbekannte Stücke, mit denen jeder Musiker eine eigene Geschichte und viele Erinnerungen verbindet.
Der Blick war allerdings nicht nur auf die Vergangenheit, sondern auch auf Gegenwart und Zukunft gerichtet. Dass schon eine neue Musiker-Generation in den Startlöchern steht, zeigte sich beim Auftritt des Jugendorchesters, das die Besucher unter anderem mit „Little Brown Jug“ und „Ode an Europa“ unterhielt.
Weil auch etliche ehemalige Musiker zum Revival-Konzert gekommen waren und für diesen besonderen Anlass noch einmal ihre Instrumente ausgepackt hatten, glich die Veranstaltung nicht nur einer Zeitreise in die Vergangenheit, sondern auch einem Klassentreffen. Und auch, wenn sich in den vergangenen 25 Jahren vieles verändert hat, so gibt es im JBO doch eine Konstante: Dirigent Walter Möckl. Sein Sohn und der Erste Vorsitzende des Vereins, Florian Möckl, fasste zusammen: „Ich glaube jeder Musiker, der jemals in unserem Orchester gespielt hat, verbindet die meisten Erlebnisse seines musikalischen Lebens mit ihm.“
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.meitinger | Erschienen am 06.05.2017
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