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Dr.-Max-Josef-Metzger-Schule – Highlights 2019

Zeitzeuge Sally Perel
 
v. l.: Helena Rigatos (1. Realschulkonrektorin), Bayerns Medien- und Europaminister Dr. Florian Herrmann, Schüler der Dr.-Max-Josef-Metzger-Schule Meitingen (Foto: Foto: Bayerische Staatskanzlei, Fotograf: Andreas Heddergott)
 
Dillinger Europatage (Schülerinnen der Realschule mit Michael Kühn, Realschuldirektor)
 
Wertebotschafterin Nina Lechelmair (10a) mit Heidrun Printz
Unsere Realschule kann im Jahr 2019 auf erfolgreiche Highlights zurückblicken. Das Schulmotto „Gemeinsam öffnen wir Türen“ wurde in zahlreichen Projekten in die Tat umgesetzt.

Zeitzeuge Sally Perel an der Realschule Meitingen
Die Dr.-Max-Josef-Metzger-Schule durfte am 19. März 2019 einem ganz besonderen Ehrengast die Türen öffnen. Sally Perel gab als bedeutender Zeitzeuge der Geschichte Einblicke in seine außergewöhnliche Biografie. Er war der „Hitlerjunge Salomon“. Als jüdischer Junge hatte er den Holocaust in einer Nazi-Kaderschmiede überlebt. Getarnt in der Uniform seiner Feinde und ständig in Todesangst, entdeckt zu werden.
164 Zehntklässler folgen gebannt dem Vortrag des 93-Jährigen, der in Israel lebt und mit fester Stimme sagt: „Noch heute habe ich ein Stück des Hitlerjungen in mir- damit muss ich bis zu meinem letzten Tag leben.“
Er beschreibt seine Seele als zerrissen zwischen Juden- und Nazitum und führt weiter aus: „Ich habe den Massenmord meiner Glaubensbrüder nicht unter ihnen erlebt. Ich überlebte ihn unter den Nazis. Versteckt unter der Haut des Feindes. Während im selben Moment andere Juden in den Konzentrationslagern vergast wurden und 1,5 Millionen jüdische Kinder verbrannt, schrie ich begeistert ‚Es lebe der Sieg’“.
Erst vierzig Jahre später schreibt er seine Autobiografie „Ich bin der Hitlerjunge Salomon“, die 1990 verfilmt und mit dem Golden Globe ausgezeichnet wird. Denn „Zeitzeugen sind die besten Geschichtslehrer.“
„Ab jetzt seid auch ihr Zeitzeugen“, sagt Sally Perel eindringlich zu den anwesenden Schülern, die den ganzen Vortrag vollkommen gebannt verfolgt haben und im Anschluss knapp 100 signierte Bücher erwerben. „Ihr habt es noch gehört aus erster Quelle. Bitte überliefert diese Wahrheit weiter. Diese Wahrheit muss wachgehalten werden, bis in die letzte Generation. Damit möchte ich euch beauftragen.“

Würdigung des Europa-Engagements bei „CamOn trifft Europa“
Am 11. April 2019 war Bayerns Medien- und Europaminister Dr. Florian Herrmann Gastgeber für das Medienkompetenz-Projekt „CamOn trifft Europa“ im Prinz-Carl-Palais in München. Auf Einladung des Bayerischen Rundfunks und der Bayerischen Staatskanzlei stellten Schülerinnen und Schüler Videoprojekte zu aktuellen Europa-Themen vor, die sie – begleitet von Medienprofis – in einem Workshop-Camp erarbeitet und selbst gedreht haben.
Auf dem Bild v.l.: Helena Rigatos (1. Realschulkonrektorin), Bayerns Medien- und Europaminister Dr. Florian Herrmann, Schüler der Dr.-Max-Josef-Metzger-Schule Meitingen
© Bayerische Staatskanzlei, Fotograf: Andreas Heddergott
Staatsminister Dr. Florian Herrmann: „CamOn ist ein tolles Projekt, weil es jungen Menschen auf hohem Niveau Medienkompetenz vermittelt. Zugleich werden sie sensibilisiert, wie wichtig Europa für unsere gemeinsame Zukunft ist, und inspiriert, einfach mal selbst eine Geschichte über Europa zu erzählen. Ich bin gespannt auf die Denkanstöße für die europäische Politik, die bei CamOn entstanden sind.“
Die bei der Veranstaltung im Prinz-Carl-Palais vorgestellten Videoprojekte behandeln so unterschiedliche europäische Themen wie das politische Engagement junger Menschen, Ökologie sowie Innen- und Außensichten aus und auf Europa.
Eine besondere Würdigung erfuhr das Erasmus+Projekt der Realschule Meitingen, das von einem Schüler den 180 Vertretern aus Schule, Politik, Institutionen und Verbänden vorgestellt wurde.
Insgesamt konnten über 200 Schülerinnen und Schüler der Realschule Meitingen in den vergangenen Jahren europäische Partnerländer besuchen, Kontakte knüpfen und Freundschaften vertiefen. Beseelt vom europäischen Gedanken etablierten sie eine europäische Schülerfirma namens SPICES, die mit Gewürzen und Kunsthandwerk handelt. Der Reinerlös von ca. 8000 Euro pro Jahr kommt einer Unesco-Partnerschule in Ahungalla/ Sri Lanka zugute.
Die Europaprojekte der Realschule Meitingen wurden 2018 mit der Europaurkunde der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet.

Innovatives Schulprojekt mit Europabezug

Im Rahmen der „Dillinger Europatage. Aus der Vergangenheit lernen – Zukunft gestalten“ vom 11.02.2019 bis 13.02.2019 an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen stellte die Realschule Meitingen ihr Erasmus+ Projekt einem breiten Publikum vor. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Akademie für Politische Bildung Tutzing sowie der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit durchgeführt.
Die Begrüßung erfolgte durch Dr. Alfred Kotter, Direktor der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung. Prof. Dr. Michael Piazolo, Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus, MdL war persönlich anwesend und bekundete großes Interesse an der Veranstaltung. Die Europäische Union befindet sich im Wandel. Sich auf gewachsene Stärken besinnen und Herausforderungen begegnen, um die Zukunft Europas zu gestalten, sind zentrale Aufgaben der Gegenwart und somit zentrales Thema der politischen Bildung an Bayerns Schulen. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit verschiedenen aktuellen europäischen Herausforderungen beschäftigte sich die Tagung mit Vermittlungsfragen und gab vielfältige Anregungen für die Unterrichtspraxis.
Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ stellten 5 Aussteller ihre Schulprojekte vor. Darunter befand sich auch die Staatliche Dr.-Max-Josef-Metzger-Realschule Meitingen. Realschuldirektor Michael Kühn und Projektleiterin Judith Lindsay stellten zusammen mit Schülern ihr innovatives Erasmus+ Projekt vor. Die Anwesenden zeigten reges Interesse an diesem erfolgreichen Schulprojekt.

Wertebotschafterin Nina Lechelmair (10a)

24 Schülerinnen und Schüler aus ganz Schwaben wurden im Rahmen der Initiative „Werte machen Schule“ des Bayerischen Kultusministeriums vom 4. bis 8. Februar in Wertingen zu Wertebotschaftern ausgebildet. Sie erhielten am Freitag, den 8. Februar 2019, in einer feierlichen Veranstaltung ihre Urkunden und gaben Einblicke in ihre Ausbildungswoche im Schullandheim Bliensbach.
Staatssekretärin Anna Stolz betonte anlässlich der Veranstaltung: „Die Wertebildung unserer Schülerinnen und Schüler ist mir ein Herzensanliegen. Ich danke allen, die sich im Rahmen der Initiative ‚Werte machen Schule‘ mit viel Engagement für die Wertebildung unserer jungen Menschen im Freistaat einsetzen.“ Die Staatssekretärin erklärte weiter: „Wir stärken mit der Initiative ‚Werte machen Schule‘ die Werteerziehung an unseren bayerischen Schulen. Mit einer Wertebildung von Schülern für Schüler setzen wir neue Impulse.“ Das Ziel sei es, dass sich junge Menschen aktiv für ein respektvolles und verantwortungsvolles Miteinander in unserer Gesellschaft engagieren. Dabei leisten die jugendlichen Wertebotschafterinnen und -botschafter einen wichtigen Beitrag.
Die ausgebildeten Wertebotschafterinnen und -botschafter geben ihren Mitschülerinnen und Mitschülern Tipps und Anregungen zur Wertebildung an die Hand, zum Beispiel für werteorientierte Projekttage oder Schulfeste. Sie helfen mit, ein gewinnbringendes und gutes Mit- und Füreinander an den Schulen vor Ort zu gestalten. Begleitet und unterstützt werden die Schülerinnen und Schüler während und nach der Ausbildungswoche von Wertemultiplikatoren, erfahrenen Lehrkräften, die schon seit vielen Jahren Wertebildung in Unterricht und Schulleben praktizieren und vorleben.
Die jugendlichen Wertebotschafterinnen und -botschafter erwarben in ihrer Ausbildung Basiskompetenzen zu Wertebildung, Kommunikationsfähigkeit und Teamführung und gestalten gemeinsam schülerorientierte Module zur Wertebildung, die sie bei der Abschlusspräsentation am Ende der einzelnen Ausbildungswochen selbst vorstellten.
Am 11. September 2019 fand beim DOSB in Frankfurt am Main, eine nationale Lehrerfortbildung zum Thema „Olympisch. Fair. Sauber: Wertevermittlung in der Dopingprävention“ statt, bei der unsere Wertebotschafterin Nina Lechelmair, 10a, zusammen mit ihrer Sportlehrkraft Heidrun Printz teilnahm. Die DOA (Deutsche Olympische Akademie) zeigte in Kooperation mit der NADA (Nationale Anti-Doping-Agentur) auf, wie die olympischen Werte Leistung, Respekt und gegenseitige Achtung in Schule und Sport gefördert und gefestigt werden können.


Würdigung herausragender Leistungen

Schwimmfest
Die Landesstelle für den Schulsport in Bayern zeichnete die Realschule Meitingen für die erfolgreiche und umfassende Durchführung der Schwimmoffensive in den 5. und 6. Jahrgangsstufen aus. Mit insgesamt 101 Silber-, 110 Bronze- und 36 Seepferdchen-Schwimmabzeichen erreichte die Schule bayernweit den sehr guten 2. Platz. Die Fachschaft Sport konnte ihre Platzierung vom Vorjahr um einen Platz verbessern und auch die Zielsetzung, die Schwimmfähigkeit der Realschüler*innen voranzubringen, umsetzen. Ein besonderer Dank gilt dem Markt Meitingen und den Mitarbeitern des Freibades für die Unterstützung und die Bereitstellung der Schwimmstätten sowie dem Schulsanitätsteam der Realschule für den Bereitschaftsdienst.

Schulradeln in Bayern 2019
Am 04. November 2019 fand im Verkehrsmuseum, Deutsches Museum München, die bayernweite Abschlussveranstaltung Schulradeln und Stadtradeln 2019 der AGFK Bayern und des Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr statt.
In der Kategorie Schule mit den meisten Fahrradkilometern absolut der Kampagne Schulradeln konnte sich die Dr.-Max-Josef-Metzger-Schule nicht nur landkreis- sondern auch noch bayernweit den 3. Platz sichern.
An dem dreiwöchigen Pilotprojekt vom 20. Mai bis 09. Juni 2019 beteiligten sich 314 Schüler und ein 22-köpfiges Lehrerteam unserer Schule, welches an den ‘erradelten‘ 36.968 Gesamtkilometern mit immerhin 3.904 km beteiligt war.


Plakat von Daniel Kroul siegt
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Christkönig-Gemeinschaft Meitingen fand am 03.11.2019 in der St. Wolfgangskirche Meitingen eine Welturaufführung statt, denn Cormac O’Duffy, ein Komponist aus Amerika, vertonte speziell für diesen Anlass, die Gefängnisgedichte von Dr. Max Josef Metzger. Daniel Kroul, ein Schüler unserer Ausbildungsstätte, der mittlerweile in der 10. Klasse ist, konzipierte im Rahmen einer Projektarbeit im Kunstunterricht für dieses besondere Konzert das offizielle Plakat und wurde dafür im Rathaus des Marktes Meitingen ausgezeichnet. Auch die Plakate seiner Mitschülerinnen und Mitschüler konnten in einer Sonderausstellung im Rathaus bewundert werden.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.meitinger | Erschienen am 13.12.2019
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