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Bürgerhausjubiläum, 140 Jahre Freiwillige Feuerwehr und Ortswappenwahl

(v.l.) 1. Vorständin des Gartenbau- und Landschaftspflegevereins Ute Schmidt, 1. Vorstand der Feuerwehr Günther Hihler, Maximilian Braun, 1. Vorstand der TSG "Lechbruck" Sebastian Luffi und 1. Bürgermeister Dr. Michael Higl
 
Der sonntägliche Festzug von der Kirche zum Festzelt am Bürgerhaus
Meitingen: Bürgerhaus Waltershofen |

Die Bürgerinnen und Bürger im Meitinger Ortsteil Waltershofen waren aufgerufen, im Rahmen des 20 jährigen Bürgerhausjubiläums, welches vom 26. bis 28.05. stattfand, ein Wappen für den kleinen 800 Einwohner zählenden Ort zu wählen.

Fünf Wappenentwürfe wurden unter Anwesenheit der politischen Vertreter der Marktgemeinde beim Infoabend am ersten Festtag im Saal des Bürgerhauses präsentiert. Das neue Waltershofer Wappen ist kein Hoheitszeichen und soll die Geschichte und das Leben in unserem Dorf symbolisieren. Seine Geltung erlangt es durch die Veröffentlichung und zukünftige offizielle Verwendung. Hierbei kommt mit der Zeit dem Wappen, vereinfachend gesprochen, eine Art "Gewohnheitsrecht" zu, ähnlich wie bei der Verwendung von Namen. Um den Schulterschluss des Ortsteils mit der Marktgemeinde Meitingen zu demonstrieren, stifteten die drei 1. Vorstände Günther Hihler (Feuerwehr), Sebastian Luffi (TSG Lechbruck) und Ute Schmidt (Gartenbau- und Landschaftspflegeverein) das Wappen der Marktgemeinde, welche nun über die weitere Verwendung zu entscheiden hat. Damit wird deutlich, dass das Projekt "Ortswappen" durch die Dorfgemeinschaft, das sind die drei Ortsvereine, initiiert und bis zu Findung durchgeführt und das Ergebnis durch die Marktgemeinde als Kommune unterstützt wurde und weitergetragen wird.

Wappen wird der Marktgemeinde durch die Ortsvereine gestiftet

Das Vorhaben wurde von Anfang an durch die Marktgemeinde Meitingen befürwortet, insbesondere durch den 1. Bürgermeister Dr. Michael Higl und durch Marktgemeinderat Fabian Mehring. Letzterer stellte den wertvollen Kontakt zu Kreisheimatpflegerin Frau Ried her, welche die umfangreiche Geschichtsrecherche als Grundlage für die gestalterische Ausarbeitung des Wappens durch den Heraldiker Dieter Linder übernahm. In die Präsentation der fünf Wappenvorschläge waren auch Infos zur Heraldik, der Wissenschaft der Wappen, und deren Bedeutung in der heutigen Zeit eingebettet.

Drei Tage hatten die Waltershofer Bürgerinnen und Bürger bei hochsommerlichem Kaiserwetter die Möglichkeit, sich für einen der fünf Vorschläge zu entscheiden. Bürgermeister Michael Higl erinnerte in seinem Grußwort daran, dass schon zu Beginn seiner politischen Amtszeit das Thema über ein eigenes Ortswappen bei den meisten Veranstaltungen in Waltershofen angesprochen und diskutiert wurde. Zum Bürgerhausjubiläum meinte der Meitinger Rathauschef, dass dieses Haus nicht nur der Treffpunkt der örtlichen Vereine sei, sondern bei den Räumlichkeiten auch das Leben und die Geselligkeit sowie das Miteinander der Ortsbewohner im Vordergrund stehe.

Dorfrally wurde erfolgreich mit 17 teilnehmenden Mannschaften durchgeführt

Im Mittelpunkt des zweiten Festtages stand eine Dorfrallye, an der sich 17 Teams mit je fünf Teilnehmern beteiligten. Dabei mussten sich die Mannschaften bei Aufgaben wie Eierlaufen, Erbsenschlagen Torwandschießen, Dosenwerfen oder Holzsägen messen mussten. Letztlich holte sich das Team „Sprungwunder“, aus der Volleyballabteilung der TSG Lechbruck, den Sieg. Der anschließende Festabend, musikalisch gestaltet von der Live–Band „Rockin` L.A.“ stand ganz im Zeichen des 140 jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Waltershofen, die die Gelegenheit des Bürgerhausfestes am Schopf packten um in diesem Rahmen mit Feuerwehren aus der Region und der angereisten befreundeten Freiwilligen Feuerwehr aus Waltershofen im Allgäu zu feiern.

Mit einem Festgottesdienst, in der Kapelle „Zu den sieben Schmerzen Mariä“ von Pfarrer Andreas Jall zelebriert, und dem anschließenden Festzug von der Kapelle ins Festzelt am Bürgerhaus, begann der letzte Jubiläumstag. Gebhard Durner, ehemals erster Vorsitzenden bei der TSG Lechbruck Waltershofen, erinnerte an den Bürgerhausbau und die weitere Erfolgsgeschichte des Dorfzentrums, bei dem etwa 100 freiwillige Helfer aus örtlichen Vereinen ungefähr 7500 Arbeitsstunden leisteten. "Als wir mit den Bauarbeiten begannen traten auch Bedenken auf, denn nicht das Bauen selbst, sondern die weitere Unterhaltung des Bürgerhauses machte plötzlich Sorgen," so der ehemalige TSG Vorsitzende, „in Waltershofen ist es aber gelungen, beides unter einen Hut zu bringen“.

Festgottesdienst und Festrede zum Bürgerhausbau runden Feierlichkeiten ab

Das Ergebnis der Wappenwahl wurde dann um 13:00 Uhr bekannt gegeben wurde. Die Urne wurde um 12:00 Uhr bereits geschlossen und unter Beteiligung unter anderem vom Dr. Michael Higl, der 3. Bürgermeisterin Frau Claudia Riemensperger und - als geistiger Beistand - Pfarrer Andreas Jall ausgezählt. Von den 212 abgegebenen Stimmzetteln wurde der Entwurf mit der Nummer drei mit 69 Stimmen bevorzugt. Es ist ein redendes Wappen, die gestürzten Spitzen am oberen Ende symbolisieren ein „W“ für Waltershofen. Die Schwäne sind ein Symbol für die Natur, die Farbe Blau steht für den Lech sowie die Farben Rot – Weiß für das Hochstift Augsburg. „Dass das Wappen nicht für Schwandorf sondern für Waltershofen steht, ist klar ersichtlich“, schmunzelte Bürgermeister Higl mit Fingerzeig auf die beiden abgebildeten Schwäne. Der Meitinger Marktgemeinderat hat nach Aussage des Meitinger Rathauschefs die Schenkung bereits zustimmend abgesegnet.

„Die Einnahmen der drei Festtage werden für die Kosten der vor wenigen Wochen durchgeführten Renovierungsarbeiten am Bürgerhaus herangezogen“, freute sich Günther Hihler nach der erfolgreich verlaufenen Gemeinschaftsveranstaltung.
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