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Ein großes Fest in Blankenburg

Die mitgebrachten Fundgegenstände aus den Blankenburger Grabungen stießen auf großes Interesse. Gisela Mahnkopf (links) leitet die Ausgrabungen in Blankenburg, daneben Bürgermeister Elmar Schöniger, die Archäologin Christiane Chrobaczek, die stellvertrete
Die Filialkirche feiert das Patrozinium der heiligen Agatha.
Beim sonntäglichen Festgottesdienst erwähnte Pfarrer Franz Walden das Leben der Märtyrerin Agatha. Die Filialkirche in Blankenburg ist der heiligen Agatha geweiht, die um 250 nach Christus in Catania auf Sizilien den Märtyrertod erleiden musste. Das Altarbild in Blankenburg zeigt ihr vorbildliches Leben und Sterben. In seiner Ansprache verwies der Geistliche darauf, dass Agatha Zeugnis für ihren Glauben als Christin ablegte, er verwies ebenso auf ihre Standhaftigkeit. "Die Welt braucht uns Christen. Wir brauchen standhafte Leute, die ihren Mann/ihre Frau im Leben stehen" - ermutigte Pfarrer Franz Walden. Die Gruppe "Eliata" unter Chorleiter Hans Ess umrahmte musikalisch den Patroziniumsgottesdienst. Hans Eß hatte sogar ein eigenes "Agathalied" getextet. Früher hatte das Agathafest in Blankenburg eine besondere Bedeutung. Die Kinder hatten sogar am 5. Februar schulfrei und es musste auch nicht gearbeitet werden. Nachdenklich stellt Hans Eß fest, "dass in den Jahren des Wohlstandes das Fest der heiligen Agatha leider an Bedeutung und Beachtung verloren hat". Ein kleines Team, das "Agathateam" um die stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende Ida Kratzer und Hans Eß hatte sich vorgenommen, das Patroziniumsfest wieder mehr ins Bewusstsein der Dorfbewohner zu rücken.
So fand am eigentlichen Namenstag - 5. Februar - eine Wortgottesfeier statt, am Sonntag, 8. Februar wurde der festliche Patroziniumsgottesdienst gefeiert, immer musikalisch vom Chor "Eliata" unter Hans Eß umrahmt. Zu den kirchlichen Feierlichkeiten kam ein "weltlicher" Vortrag im Bürgerhaus "Goldener Stern". Gisela Mahnkopf, die Leiterin der archäologischen Grabungen in Blankenburg berichtete in einer kurzweiligen Power-Point-Präsentation über den aktuellsten Stand. Der Rückblick auf die Blankenburger Geschichte von knapp 6000 Jahren "lockte" über 120 Interessierte in das Bürgerhaus. Gisela Mahnkopf hatte auch Fundgegenstände aus Blankenburg mitgebracht, die auf großes Interesse stießen. So wurden 39 Befunde in Blankenburg registriert, unter anderem Knochennadeln, Keramikreste, menschliche Knochen, Geweihreste, Feuersteinspitzen und ein großer Kalkstein. So wurde bei Kaffee und Torte, die alle von Blankenburger Bäckerinnen erstellt wurden, noch lange gefachsimpelt. Hans Eß bedankte sich bei Gisela Mahnkopf, die den Arbeitskreis Vor- und Frühgeschichte, Heimatverein Augsburg e.V. vertritt, mit einem Blumenpräsent. Dank sprach der Blankenburger Organist und Chorleiter auch dem "Agathateam" aus.
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