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„Neue Medien – Traumland ohne Risiko?“: Gefahren für Jugendliche bei der Nutzung des Internets aus polizeilicher Sicht

Zu sehen ist Polizeioberkommissar Klaus Kratzer, der als Refernt an unserer Schule war
Am Dienstag, den 19.03.2012 fand an der Realschule Meitingen für die Eltern aller Schülerinnen und Schüler ein Vortrag über verschiedene Aspekte der Risiken bei der Internetnutzung durch Jugendliche statt, der auf sehr große Resonanz stieß.

Herr Hans-Peter Scholze, Rektor der RS Meitingen, hatte dafür Herrn Klaus Kratzer eingeladen, der bei der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Kripo in Augsburg tätig ist und aus einem reichen Erfahrungsschatz berichten sowie werttvolle Tipps und Hilfestellungen geben kann.
Anliegen war es, den Eltern Anregungen und Hilfestellungen im täglichen Umgang mit dem Internet zu geben und zugleich Verständnis für die Jugendlichen zu wecken.

Die Ausführungen von Polizeioberkommissar Klaus Kratzer über neue Gefahren von Jugendgewalt, Cypermobbing, Happy Slapping, Snuff, Killerspiele etc. waren sehr informativ und boten einen interessanten Einblick in die Materie, die vielen Erwachsenen aufgrund fehlender Berührungspunkte oftmals eher fremd bzw. weniger geläufig ist – im Gegensatz zu Kindern und Jugendlichen.

Herr Kratzer betonte in seinem Vortrag, dass es keine Lösung sein kann, den Kindern und Jugendlichen den Zugang zum Internet grundsätzlich zu verbieten, sondern man müsse klare Regeln – vor allem auch hinsichtlich des zeitlichen Rahmens - vereinbaren und zuhause wie auch in der Schule durch eine entsprechende Medienerziehung eine verantwortungsbewusste Mediennutzung erreichen. Eltern müssen unbedingt darauf achten, dass altersadäquate Medien genutzt werden.

Kindern und Jugendlichen muss bewusst sein, dass das, was im Internet veröffentlicht wird, nicht automatisch der Wirklichkeit entspricht bzw. wahr ist. Ein kritisches Hinterfragen all dessen, was dort zu lesen ist, muss selbstverständlich werden. Auch auf die Probleme, die allzu sorglos im Netz veröffentlichte Bilder verursachen können, muss deutlich hingewiesen werden. Rechtliche (strafrechtliche) Folgen für Diffamierungen von Mitmenschen und Mobbing im Internet, für das Öffnen verbotener Seiten, für illegales Herunterladen von Musik, Filmen etc. müssen ebenfalls eingehend mit den Jugendlichen thematisiert werden. Auch auf versteckte Kostenfallen muss hingewiesen werden.

Therapeutische Hilfe ist immer dann ein Thema, wenn Kinder und Jugendliche ein Suchtverhalten an den Tag legen, was Computer und Internet betrifft.
In Kinderzimmern sollte grundsätzlich kein Bildschirm stehen. Die Freizeit sollte überwiegend damit verbracht werden, mit Freunden, Geschwistern, Gleichaltrigen zu spielen, sich draußen zu bewegen, Sport zu treiben oder zu lesen, Musik zu hören …. PC und Internet dürfen bzw. sollten keinesfalls den Großteil der Freizeit bestimmen!
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