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Ein Fest zu Ehren der heiligen Agatha

Das Altarbild der katholischen Filialkirche von Blankenburg zeigt das Leben und Sterben der heiligen Agatha, die um das Jahr 250 nach Christus in Catania auf Sizilien den Märtyrertod erleiden musste.
Das Agathafest soll wieder mehr in das Bewusstsein der Dorfbewohner rücken

"In den Jahren des allgemeinen Wohlstandes hat das Agathafest leider an Bedeutung und Beachtung verloren" stellt Hans Eß nachdenklich fest. Er meint das Fest der heiligen Agatha, der Namenspatronin der katholischen Filialkirche in Blankenburg. Ein kleines Team um die stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende Ida Kratzer und des Organisten und Chorleiters Hans Eß bemüht sich nun, dass das Agathafest wieder mehr in das Bewusstsein der Dorfbewohner kommt.
Der Namenstag der heiligen Agatha ist der 5. Februar. Dies ist zugleich der Tag, an dem sie um 250 nach Christus in Catania auf Sizilien den Märtyrertod erlitt. Früher war in Blankenburg der Namenstag der Heiligen ein Feiertag, an dem nicht gearbeitet wurde und die Kinder schulfrei hatten. Es fanden immer drei Gottesdienste statt: die Frühmesse, das Hochamt und die Andacht am Nachmittag. Das Agathafest war ein richtiges Familienfest, zu dem die ganze Verwandtschaft auf Besuch kam. Es gab Häuser, in denen bis zu 20 Personen zu Gast waren. In der kalten Jahreszeit war die Anreise oft sehr beschwerlich. Manche nahmen lange Fußmärsche bei Eis und Schnee in Kauf, um die Kosten für die Bahnfahrt zu sparen. Am Festtag - dem Patroziniumstag, also dem Geburtstagsfest der Ortskirche - gab es ein großes Mittagsmenü. Besonders die Kinder freuten sich, weil es ausnahmsweise eine süße Nachspeise gab.
Seit 35 Jahren fand in Blankenburg lediglich die Messfeier zum Patrozinium jeweils an dem Sonntag statt, welcher dem 5. Februar am nächsten lag. Das soll sich jetzt ändern. So soll fortan wie früher am Namenstag der heiligen Agatha ein Gottesdienst gefeiert werden. Zusätzlich sind weltliche Veranstaltungen geplant, um bei der Dorfbevölkerung Interesse zu wecken. Unterstützt werden die Aktionen von der Freiwilligen Feuerwehr und den Adlerhorstschützen.
Und so soll das Agathafest in diesem Jahr ablaufen: Am Donnerstag, 5. Februar 2009 findet um 18.30 Uhr eine Wortgottesfeier zu Ehren der heiligen Agatha statt, musikalisch umrahmt vom Chor "Eliata" unter Chorleiter Hans Eß. Am Sonntag, 8. Februar 2009 ist um 10.00 Uhr der Festgottesdienst zum Patrozinium der heiligen Agatha mit Pfarrer Franz Walden angesetzt. Auch hier gestaltet der Chor "Eliata" die feierliche Eucharistie mit, in der auch die Kerzen geweiht werden und der Blasiussegen erteilt wird. Am Nachmittag des 8. Februar 2009 spricht Gisela Mahnkopf, die Leiterin der archäologischen Grabungen in Blankenburg zum Thema "Die bedeutenden Funde von Blankenburg". Der Vortrag mit Lichtbildern findet um 14.00 Uhr im Bürgerhaus "Goldener Stern" statt. Alle Interessierten sind eingeladen.
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2 Kommentare
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Ludwig-Josef Eglinger aus Erding | 07.02.2009 | 07:57  
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Christl Fischer aus Friedberg | 08.02.2009 | 14:05  
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