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Für den Ernstfall gewappnet! - „Lange Einsatznacht“

Die eintreffenden Einsatzkräfte verschaffen sich einen ersten Überblick
 
Ein Verletzter wird medizinisch versorgt
Das Rote Kreuz, Bereitschaft Meitingen stellte einen Tag und eine Nacht ihre Kompetenzen unter Beweis.

Die „Rotkreuzler“ trafen sich am Samstag, den 05. Oktober ab Mittag im Vereinsheim. Bis zum späten Nachmittag stellten die ca. 50 ehrenamtlichen Helfer in verschiedenen Arbeitsgruppen ihr Können unter Beweis. Theoretisch wurden in Fallbeispiele ein Motorradunfall und ein Bierzeltdienst durchgespielt. Ebenso standen Katastrophenschutz, Funken und ein Verpflegungseinsatz auf dem Programm. Dabei ging es darum, einen Verbandsplatz aufzubauen, Verletzte zu registrieren und zu versorgen, detaillierte Angaben über den Unfallort, die Anzahl der Verletzten, die Art der Verletzungen zu machen, und nicht zuletzt um die schnelle Verpflegung der Helfer, wie auch der Verletzten.

Um professionelle, reibungslose Abläufe zu gewährleisten, entscheiden sich die Mitglieder im Laufe ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit für eine der Einsatzgruppen. Was aber nicht bedeutet, dass ein Rotkreuzler, der sich zum Beispiel für den Verpflegungstrupp entschieden hat, sich nicht auch Wissen im Katastrophenschutz oder beim Funken aneignen kann. Durch diese Vielseitigkeit des Roten Kreuzes kann jeder seine Ressourcen nutzen, um so sein Können, aber auch seine Flexibilität zum Wohle der Allgemeinheit anzuwenden.

Am Nachmittag wurde Alarm für eine Großübung ausgelöst. Sehr realistisch wurde mit 12 geschminkten Verletzten eine Explosion bei einem Grillfest nachgestellt. Die Verletzungen reichten von Verbrennungen über Platzwunden, Brüchen bis hin zum Schock. Bei Alarmauslösung entstand Unruhe und Hektik unter den Sanitätern, denn die Mitglieder wussten nichts von dieser Übung!

Die Einsatzleitung rückte aus, um die Lage einzuschätzen, das Ausmaß der Verletzungen zu beurteilen und die Informationen möglichst präzise an eine Leitstelle weiterzuleiten. Die Leitstelle sorgte dann für weitere Fahrzeuge und ausreichend Personal. Die Schnelleinsatzgruppe, die Funker und der Verpflegungstrupp rückten aus.

Die Unfallstelle wurde abgesichert, die Verletzten mussten beruhigt und versorgt werden, Feldbetten wurden aufgebaut, Verletzte, wie auch Helfer wurden registriert, die ankommenden Einsatzfahrzeuge wurden eingewiesen.

Die Führungskräfte der einzelnen Einsatzgruppen arbeiteten Hand in Hand und stimmten ihre Aufgabenbereiche auf die vorgefundene Situation ab. Dass dabei in dieser extremen Stresssituation Fehler passierten, ist wohl menschlich und auch wichtig. Denn nur aus Fehlern kann die Mannschaft lernen. Dazu wurden die Rotkreuzler von mehreren kritischen Augen beobachtet, unter anderem auch von dem taktischen Leiter, Martin Müller, der für diese Groß-übung verantwortlich war. In einem anschließenden Reflexionsgespräch wurde der Unfall noch einmal durchgesprochen und die Fehler analysiert.

Die Aufgabe des Betreuungszuges lautet, ohne Vorbereitung ein Abendessen für ca. 50 Per-sonen zu organisieren und zuzubereiten. Am Abend konnten sich dann alle Teilnehmer Ge-schnetzeltes mit Reis und Salat schmecken lassen!

Um 21 Uhr ging die Arbeit dann weiter.

Herr Marb, der stellvertretende Bereitschaftsleiter hatte ein Planspiel vorbereitet. Ein größerer Unfall auf einer Autobahn wurde in einem Schaukasten nachgestellt. In Kleingruppen mussten sich die Rotkreuzler wieder theoretisch mit ihren vielfältigen Aufgaben auseinandersetzen.

Gegen 23 Uhr ging es dann zum kameradschaftlichen Teil über. In gemütlicher Runde, zu der auch die Angehörigen eingeladen waren, unterhielt man sich noch einige Stunden, über den Tag. Aber auch Privates gehörte zu den Gesprächsthemen. Denn eine gute Kameradschaft, und da sind sich die Führungskräfte einig, ist äußerst wichtig, um motivierte Rotkreuzler auszubilden und qualifizierte Arbeit zu machen.

Am nächsten Morgen, trafen sich alle nach einem ausgiebigen Frühstück noch einmal zu einer Abschlussreflexion, bei der sich alle einig waren: „ Es war wieder einmal eine gelungene Veranstaltung!“
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Regionalmagazin meitinger | Erschienen am 29.10.2010
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