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Turmbesteigung der Meißner Frauenkirche

Die Frauenkirche von Meißen 11 Uhr noch in voller Sonne
Meißen: Frauenkirche | Zu den ältesten Bauten von Meißen gehörig wurde die Frauenkirche regelrecht in den Hang hineingegraben.

1205 wird die „Kapelle am Markt“ als Vorgängerbau erstmals urkundlich erwähnt.
Zwischen 1370 und 1500 erhielt sie ihre heutige Ausprägung als dreischiffige spätgotische Hallenkirche.
Bei diesem Kurzbesuch war aber eine Turmbesteigung mein ausdrücklicher Wunsch und gar kein Problem (täglich von 10- 17 Uhr).
Man musste sich dazu nur in der Kirche für 2 € pro Person einen Schlüssel ausleihen und schon ging es durch einen Nebeneingang nach oben. Schmale Treppen führen ganz nah am Porzellanglockenspiel und an den schweren Stahlglocken vorbei. An einigen Stellen musste ich dazu den Kopf einziehen.
Es war ein sehr glücklicher Umstand, dass diesen Turmabschnitt kurz vor 11:30 Uhr erreichten, konnten wir doch dadurch aus unmittelbarer Nähe dem Glockenspiel lauschen.
Ein kleines Video habe ich davon aufgenommen MOV Porzellanglocken.MPG

In einer der gotischen Fensteröffnungen des Kirchturmes hängt seit 1929 das weltweit erste Glockenspiel aus Meißner Porzellan® mit abstimmbaren Porzellanglocken. Täglich erklingen zu regelmäßigen Zeiten sechs verschiedene Choräle im Herzen der Stadt.
Wir bekamen 11.30 Uhr „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“ zu hören.
Lest auch Porzellanglockenspiel
Nach unserem Stadtrundgang konnte ich dem Glockenspiel erneut lauschen - und sogar am nächsten Tag in der Dämmerung vom rechten Elbufer.

Danach ging es im alten Gemäuer die restlichen 193 Stufen zum Turmumgang nach oben, um Meißen von oben zu genießen. Nachdem wir eine Tür geöffnet hatten wurden wir auch von mehreren Turmwächtern (farbprächtige Ringeltauben) begrüßt.
Leider hatte sich inzwischen der Himmel eingetrübt. Trotzdem bot sich noch ein malerischer Rundumblick über die Altstadt und das Meißner Elbtal. So konnte ich auch überlegen, wel-chen Weg ich anschließend vom Markt zur Albrechtsburg wählen könnte.

Leider  hielt ich vom Turm aus vergeblich Ausschau nach der Tausendjährigen Eibe welche am Hang des Afraberges im Garten der Superintendentur (Freiheit Nr.9) stehen soll.

Im Turm selbst konnten wir noch einen Blick in einen Wohnraum der früheren Türmer werfen. War wohl für die Familien mit bis zu 9 Kindern kein einfaches Leben.
Nicht ganz so anstrengend wurde unser anschließender Aufstieg auf den Burgberg…schon neugierig?
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3 Kommentare
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Romi Romberg aus Berlin | 22.03.2019 | 00:12  
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Katja W. aus Langenhagen | 22.03.2019 | 23:06  
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Renate Schuparra aus Duisburg | 24.03.2019 | 23:57  
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