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Albrechtsburg Meißen mit Historischer Porzellanmanufaktur

Albrechtsburg Meißen Süd-Ostseite
 
heutiger Geländeplan einschließlich Park
Meißen: Albrechtsburg | Beginnen wir unseren Kurzrundgang durch Meißen im ältesten Schloss Deutschlands, der Albrechtsburg.
Es gibt mehrere Zugänge, um auf den steilen Burgberg zu gelangen. Wir starteten von einem kleinen fast leeren Parkplatz im Norden und gelangten über viele Stufen nach oben.
Doch bevor wir das Schloss- und Domgelände betraten, machten wir einen kleinen Umweg entlang dem restaurierten „Historischen Rundweg“. Bot er doch auch einen herrlichen Blick gen Osten auf Elbe und Weinberge und südlich auf die Altstadt.

Auf der Südseite beim Amtsgericht (wo wir am späten Nachmittag  in die Altstadt abstiegen), gelangten wir  über die Amtsstufen zum Domplatz.

Hier oben befand sich der Sitz des Markgrafen von Meißen, der späteren Kurfürsten und Könige von Sachsen und der Sitz des Meißner Bischofs:
 929 ließ König Heinrich I. auf einem Felsen über der Elbe eine erste hölzerne Wehranlage errichten. Meißen wurde zum Mittelpunkt der gleichnamigen Grenzmark gegenüber den noch slawischen Gebieten des Ostens. Der Markgraf residierte im Vorgängerbau der Albrechtsburg, der damit als »Wiege Sachsens« in die Geschichte eingegangen ist.
 Mit dem Bau der Albrechtsburg für gemeinsam in Sachsen regierenden Brüder Ernst und Albrecht von Wettin wurde zwischen 1471 und 1521 durch den Landeswerkmeister Arnold von Westfalen dieser spätgotischer Schlossbau errichtet. Dieses einzigartige Bauwerk besticht durch seine neuartige Wölbungstechnik, so genannte Zellengewölbe. Sie schmücken die Decken mit vielfältigen geometrischen Formen.

Die neue Residenz sollte repräsentatives Verwaltungszentrum und gleichzeitig Wohnschloss werden. Die Albrechtsburg Meißen gilt damit als erster deutscher Schlossbau, bei dem der Wehrcharakter zugunsten repräsentativen Wohnens in den Hintergrund tritt.

Die Albrechtsburg Meißen wurde jedoch fast nie in ihrer geplanten Funktion genutzt, denn, meist stand das Schloss leer.

Erst August der Starke nutzte die Albrechtsburg 1710 wieder aktiv – als Europas erste Porzellanmanufaktur

153 Jahre wurde auf der Burg Porzellan hergestellt, bis die Produktionsstätte 1863 aus den gotischen Räumen verschwand und ins Triebischtal verlagert wurde.

Im Dom erwarben wir ein 3 Tage gültiges Kombi-Ticket „Albrechtsburg Meißen & Dom“.
Dem Dom jedoch widme ich einen späteren Artikel, denn allein für die Besichtigung des Schlosses und seiner vielfältigen Ausstellungen benötigten wir fast vier Stunden.

Die im Mai 2011 eröffnete Dauerausstellung »Albrechtsburg Meißen. Baukunst, Macht und Porzellan in Deutschlands ältestem Schloss« greift die verschiedensten Aspekte der Schloss-geschichte auf. In einer umfassenden Darstellung werden Architektur, Wandmalereien, Interieur, historische Dokumente, authentische Objekte, Modelle, edle Porzellane sowie multimediale Anwendungen auf einer Fläche von über 7.000 Quadratmetern präsentiert.
Quellen:
  Albrechtsburg Meissen
  Geschichte


Die Räume mit den Dauerausstellungen sind über drei Etagen im Schloss verteilt. Man gelangt zu ihnen über den Kleinen Wendelstein und ab der ersten Etage auch Großen Wendelstein – beide gelten als Meisterwerk des Treppenbaus.

Im ersten Obergeschoss der Albrechtsburg finden interessierte Besucher und Touristen einen großen und detailreich ausgeschmückten Saal mit Namen „Große Hofstube“. Dieser beherbergte zwischen Ende des 15.Jhd. bis zum Beginn des 16.Jhd. die Hofgesellschaft der Burg. Im Jahre 1773 fiel der Saal leider einem schweren Feuer zum Opfer, dessen Schäden erst 1864 vom Oberlandbaumeister Karl Moritz Haenel beseitigt wurden. Im Rahmen der kompletten Renovierung der Burg wurde der Raum in alter Pracht wiederhergestellt und 40 Räume mit Historienbildern, Brustbildern, Holzfiguren – zeigen diverse Herrscherpersönlichkeiten der Geschichte – und Historienbilder ausgestattet. Die Große Hofstube der Albrechtsburg umfasst 34m Länge und 13,5m Breite. Sie ist somit die größte Räumlichkeit der Burg“.
Quelle:Die „Große Hofstube“

Uns hatte es besonders die Ausstellung in der zweiten Etage zur einstigen Porzellanproduktion auf der Albrechtsburg Meißen angetan unter dem Titel:

Der Stein der Weis(s)en“

„So ist es beispielsweise möglich, die unvorstellbaren Kräfte und Anstrengungen nachzuvollziehen, die bei der Porzellanherstellung notwendig waren. Beim Beschreiten einer Plattform erhält der Besucher ein Gefühl für die Erschütterungen und den Lärm erhalten, die seinerzeit auf der Albrechtsburg, verursacht durch Dampfmaschine sowie Schleif- und Pochwerke, ge-herrscht haben müssen.
Das Modul „Räumliches Erleben“ zeigt auf anschauliche Weise die Unterbringung der Manufaktur in der Albrechtsburg. Ein 3x3 m großes Modell stellt den Gesamtkomplex Burg sowie die benachbarten wichtigen Gebäudeteile dar. Über verschiedene Farben werden die jeweiligen Stationen der Porzellanherstellung dargestellt und somit ein Einblick in die Weitläufigkeit der Manufaktur gegeben.
Quelle: Historische Porzellanproduktion in der Albrechtsburg Meissen mit allen Sinnen er-lebbar

Nicht weniger interessant ist aber auch die oberste Etage, die der Architektur und Baugeschichte des Schlosses gewidmet ist. Wie hat man das damals nur so schnell geschafft? Heute vergehen fast Jahrzehnte für den Bau eines popligen Flughafens…

Nach Verlassen der Ausstellung über den Großen Wendelstein begeisterte ich mich wieder an den vielen steinernen Regenwasserspeiern an Schloss und Dom. Da hätte ich ein starkes Teleobjektiv gut gebrauchen können.
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7 Kommentare
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Thomas Ruszkowski aus Essen | 02.11.2018 | 12:33  
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Roland Horn aus Dessau | 02.11.2018 | 18:24  
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf | 02.11.2018 | 18:29  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 02.11.2018 | 19:39  
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Romi Romberg aus Berlin | 03.11.2018 | 11:30  
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf | 03.11.2018 | 11:48  
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Francis Bee aus Hannover-Südstadt | 05.11.2018 | 16:23  
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