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Playoffs: Niederlage auch im zweiten Halbfinale

Auch im zweiten Halbfinalspiel liefen die Rutronik Stars Keltern um Marina Markovic (rechts) dem Team des BC Pharmaserv Marburg um Alex Wilke davon. Foto: Melanie Weiershäuser
Marburg: Georg-Gaßmann-Halle | Besser, aber nicht gut genug

Planet-Photo-DBBL: Playoff-Halbfinale, Spiel 2: BC Pharmaserv Marburg – Rutronik Stars Keltern 62:72 (Endstand 0:2).

Besser als in der ersten Partie spielte das Pharmaserv-Team. Besser als die Marburgerinnen, wie im ersten Spiel, war der Sieger der Hauptrunde aus Keltern. In Summe reichte es für Hessens einzigen Erstligisten im Damen-Basketball einfach nicht. Im zweiten Jahr in Folge steht die Mannschaft aus Baden im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Und zum dritten Mal in Serie spielen die Lahnstädterinnen um die Bronzemedaille.

Der Tabellenfünfte startete deutlich besser im Auftaktspiel der Serie „best of three“ und lag nach zwölf Minuten mit 21:15 vorn. Keltern spielte nun körperbetonter und erhöhte den Druck. So liefen sich die Hessinnen immer wieder in der Gäste-Verteidigung fest und verloren den Ball. Binnen drei Minuten drehte der Favorit ein 22:24 in eine Sechs-Punkte-Führung (33:27, 18. Minute), die bis zum Seitenwechsel Bestand hatte (37:31).

Ein Dreier durch Katie Yohn brachte den Ausgleich (41:41, 25.). Die Hoffung auf die Überraschung war wieder da. Doch die Sterne verstanden keinen Spaß und sorgten mit einem Elf-Punkte-Lauf für klare Verhältnisse. Kurz vor der letzten Pause war der Vorsprung auf 60:45 angewachsen und vier Minuten vor Ende gar auf 72:54.

Das Pharmaserv-Team kämpfte weiterhin verbissen um jeden Ball und verkürzte den Rückstand auf erträgliche zehn Punkte. „Keltern ist ein gutes Team, es ist keine Schande, gegen sie zu verlieren“, brachte es BC-Coach Patrick Unger auf den Punkt.

Playoff-Halbfinale (best of three):
Spiel 1: Keltern – Marburg 76:61
Spiel 2: Marburg – Keltern 62:72

In der anderen Semifinal-Serie setzte sich Titelverteidiger TSV Wasserburg mit 2:0 gegen den Herner TC durch.

Duell um Bronze:
Hinspiel: Freitag, 27. April, Marburg – Herne
Rükspiel: Sonntag, 29. April, Herne – Marburg
Beide Ergebnisse werden addiert, um den Gewinner zu ermitteln.


Patrick Unger (Trainer Marburg):
„Die erste Halbzeit war phasenweise wesentlich besser als vorige Woche. Wir hatten viel über Selbstvertrauen geredet und das hat geholfen. Wir haben viele gute Würfe genommen. Keltern hat uns aber mit seinem Zug zum Korb vor Probleme gestellt. Das haben wir dann ein bisschen besser in den Griff gekriegt, auf 41:41 ausgeglichen und dann wieder dumme Ballverluste gehabt. Das bestraft ein Team wie Keltern. Am Ende haben uns auch ein paar Körner gefehlt. In der zweiten Halbzeit haben wir Tonisha Baker gar nicht mehr eingesetzt. Sie ist nach ihrer Gehirnerschütterung aus Bad Aibling immer noch nicht ganz fit. Wir hatten uns alle mehr erhofft, von daher sind wir enttäuscht. Aber dennoch können und wir im dritten Jahr hintereinander eine Medaille gewinnen und wir werden alles daran setzen, das zu schaffen.“

Steffi Wagner (Spielerin Marburg):
„Heute sind wir mit nicht so viel Respekt ins Spiel gegangen und wir wussten, dass wir zu Hause auch stärker sind. Wir haben lange mitgehalten, hatten dann aber nach dem 41:41 einen Einbruch. Da waren wir kurze Momente unaufmerksam und die kleinen Fehler haben sich in kurzer Zeit gehäuft. Natürlich hat uns Tonisha Baker in der zweiten Halbzeit auch gefehlt. Ich war jetzt fünf Mal hintereinander im Finale, jetzt will ich auch mal eine Bronzemedaille.“

Christian Hergenröther (Trainer Keltern):
„Es war kein schönes Spiel. Marburg war sehr gut vorbereitet und hat uns die Schönspiel-Optionen genommen. Wir waren am Anfang zu passiv. Mein Team hat aber Willen gezeigt. Wir haben das Eins-gegen-eins forciert, die Missmatches gesucht und so das Spiel von der Freiwurflinie gewonnen. Vielleicht hatten wir auch ein paar Körner mehr. Wir hatten aus den Erfahrungen der vorigen Saison gelernt und zu Beginn des Jahres konditionell viel gearbeitet. Dadurch hatten wir in der Liga ein paar schlechtere Spiele. Marburg hatte noch die Belastung mit dem Europapokal.“


Statistik
Viertel: 17:15, 14:22, 16:23, 15:12.
Marburg: Baker 3 Punkte / 1 Dreier, Bertholdt 5/1, Bradley 9/3 (5 Assists), Greunke 9/1 (9 Rebounds, 4 Steals), Schaake 2, Voynova 13 (5 Reb., 3 Ass.), Wagner 8/2, Wilke 4/1, Yohn 9/1 (4 Ass.).
Keltern: Barnert 12/1 (7 Reb.), Ciappina 4 (3 Ass.), DeVaughn 7 (5 Reb.), Elbert, Markovic 2, Miloglav 5/1, Orrange 19, Pikciute 4 (4 Ass.), Pokk 9 (3 St.), Schüler, Thomas 10/1 (6 Reb., 3 St.).
SR: S.Koudela-Zimmermann, E.Saeidi; TK: U.Bender. Z: 650.


Fun Fact: 100. Playoff-Spiel (inklusive Spiele um Platz 3) des BC Marburg (Bilanz 48:52).

Fail Fact: Als schlechter gesetztes Team im Halbfinale immer ausgeschieden (0:11, davon 6 mal gegen den Hauptrundensieger).


Der Hessische Rundfunk bringt am Samstag zwischen 17.15 und 17.45 Uhr während seiner Sendung „Heimspiel! am Samstag“ einen Beitrag über das Spiel. Vermutlich steht die Sendung danach auch in der Mediathek des HR-Fernsehens zur Verfügung.
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