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Playoffs: Halbfinal-Start Sonntag in Keltern

Kein Durchkommen für Kelterns Amber Orrange (am Ball). Gute Verteidigung wollen die Marburgerinnen um Tonisha Baker (links) und Diana Voynova auch am Sonntag zeigen. Foto: Melanie Weiershäuser
Nah dran

Planet-Photo-DBBL: Playoff-Halbfinale, Spiel 1: Rutronik Stars Keltern – BC Pharmaserv Marburg (Sonntag, 17.30 Uhr, Schulzentrum Dietlingen).

Anders als die beiden anderen Halbfinalisten, haben das Pharmaserv-Team und Meister TSV Wasserburg eins gemeinsam: Sie standen auch in den beiden Vorjahren in der Vorschlussrunde. An die Zahl der Meistertitel der Wasserburgerinnen (11) kommt Marburg (1) noch lange nicht heran. Doch eifern die Hessinnen dem TSV in zwei weiteren Dingen nach: in Keltern zu gewinnen und die Sterne zwei Mal zu schlagen. Beides schaffte während dieser Saison außer dem Pokalsieger niemand, ist aber nötig, um ins Finale einzuziehen.

Die Semifinal-Serie wird im Modus „best of three“ ausgetragen, wer zwei Mal gewinnt, kommt weiter. Da Marburg nach der Hauptrunde schlechter platziert war als deren Sieger, würde Keltern im falls nötig dritten Spiel Heimrecht genießen.

Keltern schloss die Hauptrunde nach 22 Spieltagen mit einer Bilanz von 18 Siegen zu 4 Niederlagen ab. Marburg wurde Fünfter (13:9). Im Viertelfinale setzte sich Pokalfinalist Keltern glatt mit 2:0 Siegen (84:51, 73:53) gegen den Tabellenachten, Chemcats Chemnitz, durch. Marburg schlug in der ersten Playoff-Runde die auf Rang vier eingestuften Bad Aibling Fireballs durch einen Auswärtssieg im Entscheidungsspiel mit 2:1 (73:81, 75:64, 89:82).

Während der Hauptrunde gewann Keltern beide direkten Duelle gegen Marburg (auswärts: 81:71, daheim: 84:72). Auch im vorigen Jahr trafen beide Vereine im Halbfinale aufeinander, Keltern siegte 2:1. 2016 gewann Marburg im Viertelfinale gegen Keltern mit 2:1.

Zwei Spielerinnen des Gastgebers punkten im Schnitt zweistellig, in den Partien gegen Marburg schafften dies darüber hinaus drei weitere der Sterne. Zudem kehrte die Langzeitverletzte Jasmine Thomas jüngst zurück in Kelterns Kader. Ob für Marburg Tonisha Baker (Gehirnerschütterung vom Sonntag) auflaufen wird, steht laut ihres Trainers noch nicht fest.


Playoff-Halbfinale (best of three):
Spiel 1: Keltern – Marburg: Sonntag, 15.04., 17.30 Uhr
Spiel 2: Marburg – Keltern: Freitag, 20.04., 19 Uhr (GGH)
Spiel 3: Keltern – Marburg: (falls nötig) Sonntag, 22.04., 17.30 Uhr

Im anderen Halbfinale stehen sich der TSV Wasserburg und der Herner TC gegenüber.


Fünf Fragen an BC-Trainer Patrick Unger:

Ihr steht zum dritten Mal in Folge im Halbfinale. Gibt euch der Auswärtssieg Selbstvertrauen?
Patrick: Klar freuen wir uns, aber der Fokus liegt schon auf Keltern. Wir bereiten uns konzentriert auf sie vor.

Während der Hauptrunde habt ihr beide Spiele gegen Keltern verloren...
Patrick: Ob die ein Maßstab sind, weiß ich nicht. Aber sie zeigen schon, dass es schwer wird, gegen Keltern zwei Spiele zu gewinnen.

Weil...
Patrick: Keltern spielt sehr schnell und hat alle Fähigkeiten, die man braucht. Und sie werden heiß ins Spiel gehen. Das müssen wir auch tun. Und es wird für uns wieder darauf ankommen, dass wir gut verteidigen.

Vor der Saison habt ihr gesagt: „Wir wollen ins Finale.“ Das ist ja noch möglich...
Patrick: Jetzt sind wir da, wo wir die letzten beiden Jahre schon waren. Der Druck liegt aber bei Keltern, da sie das Geld und die Ambitionen haben, Meister zu werden. Wir spielen meist befreiter, wenn wir nicht Favorit sind. Wie vorigen Sonntag in Bad Aibling. Wir wollten in den Playoffs unseren besten Basketball spielen. Da waren wir nah dran.

Was magst du noch loswerden?
Patrick: Danke an unsere Fans, die es in Bad Aibling geschafft haben, dass wir in den letzten zehn Minuten ein Heimspiel hatten!
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