Auswärtsspiel in Bad Aibling

Ob Marburgs angeschlagene Katie Yohn am Samstag in Bad Aibling auflaufen kann, ist fraglich. Foto: Melanie Weiershäuser
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Hoch oder runter?

Planet-Photo-DBBL: Bad Aibling Fireballs – BC Pharmaserv Marburg (Samstag, 19 Uhr, Sportpark Mietraching).

Nach 15 Spieltagen stehen die Marburgerinnen auf Rang fünf. Mit Platz drei im Blick reist das Pharmaserv-Team am Samstag nach Bad Aibling. Doch es droht auch Platz sieben.

Die 1. Liga ist ausgeglichen wie selten. Unter der Woche holte sich Keltern durch einen Auswärtssieg beim bisherigen Klassenbesten Wasserburg die Tabellenführung. Dahinter tummeln sich fünf Teams mit zehn, neun und acht Saisonsiegen. In Bad Aibling treffen die gastgebenden Fireballs (Dritter, 10 Siege) auf den Fünften, den BC Marburg (9).

Nach dem Hinspielerfolg (93:79) für die Hessinnen würden sie durch einen erneuten Erfolg an den Gastgeberinnen vorbeiziehen. Diese Partie Mitte Oktober war für beide Seiten denkwürdig: Die Oberbayerinnen steckten stundenlang im Stau. In Marburg wartete man auf die Gäste. Die Partie begann mit 90-minütiger Verspätung, nachdem die Firegirls direkt vom Bus auf Feld gesprintet waren. Marburg fand schneller ins Spiel, die Kurstädterinnen hielten die Niederlage durch eine starke zweite Halbzeit in Grenzen.

Inzwischen haben sie sich in der oberen Tabellenhälfte etabliert. Die Heimstärke der Fireballs bekam auch schon Meister Wasserburg zu spüren. Nun versuchen die Hessinnen, als erstes Team nach dem neuen Spitzenreiter Keltern die Punkte aus dem „Fire Dome“ zu entführen. Dass BC-Kapitänin Katie Yohn an einer Fußverletzung laboriert und ihr Einsatz für Samstag noch fraglich ist, macht die Aufgabe für das Pharmaserv-Team nicht einfacher.

Fünf Fragen an BC-Trainer Patrick Unger:

Wenn jemand sagt, dass ihr vorige Woche gegen Saarlouis nur gewonnen habt, weil bei denen Levke Brodersen verletzt ausgefallen ist und die Schiedsrichter für euch gepfiffen haben – wie findest du das?
Patrick: Finde ich unverschämt! Ja, Levke hat gefehlt und nein, Saarlouis wurde nicht benachteiligt. Es gab fragwürdig Entscheidungen auf beiden Seiten. Überhaupt: Ich höre immer nur, dass wir nicht so stark sind, dass unsere Spielerinnen nicht ihre gewohnten Leistungen bringen. Aber wir steigern uns von Spiel zu Spiel. Und so lange ich Vertrauen in meine Spielerinnen habe, werden sie diese Leistung auch wieder abrufen.

Bad Aibling spielt nur mit einer Siebener-Rotation. Macht es das für euch einfacher oder schwerer?
Patrick: Als wir vor vier Jahren mit einer Siebener-Rotation gespielt haben, wurden wir Zweiter in der Hauptrunde. Von daher: Überascht bin ich nicht wirklich, dass Bad Aibling so weit oben steht. Sie sind ausgeglichener besetzt als Saarlouis und spielen inzwischen homogener als im Hinspiel.

Warum hat Bad Aibling diese Saison in eigener Halle erst eins von acht Spielen verloren?
Patrick: Die Halle ist so klein und die Fans sind sehr nah am Feld, so dass man sich schon mal von der Stimmung beeinflussen lässt.

Wenn ihr gewinnt, zieht ihr in der Tabelle an Bad Aibling vorbei. Kann man im Hinblick auf die besten Playoff-Plätze von einer vorentscheidenden Partie sprechen?
Patrick: Klar, unwichtig ist das Spiel jetzt nicht. Aber wenn wir das gewinnen und danach zwei andere verlieren, sieht alles wieder anders aus.

Was erwartest du vom Gegner am Samstag?
Patrick: Viel schnelles Gezocke und viel physische Defense, beides liegt uns überhaupt nicht. Und, dass sie die Niederlage aus dem Hinspiel wieder wett machen wollen. Aber, ich habe es Samstag nach dem Heimsieg gegen Saarlouis schon gesagt: Wir fahren nach Bad Aibling, um zu gewinnen. Und wenn wir unsere Defense spielen und vollen Einsatz zeigen, werden wir das auch.

* * *

Am Dienstag und Mittwoch nächster Woche stehen für das Pharmaserv-Team die beiden letzten Gruppenspiele im CEWL-Europapokal an. Gegner in der Georg-Gaßmann-Halle ist jeweils ab 20 Uhr der FFC ICIM CSB Arad (Rumänien). Für beide Mannschaften geht es noch um das Erreichen des Final-Four. Besucher des Mittwoch-Spiels erhalten unter Vorlage der Eintrittskarte vom Dienstag freien Eintritt.

Bürgerreporter:in:

Marcus Richter aus Marburg

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