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Marburg Saints zeigen Größe gegen Mainz Musketeers

 
Defense Captain Jeff Struble behauptet den Ball gegen zwei Mainzer Spieler
Hervorragende Teamleistung beschert den Saints einen 9:7 Heimsieg

Die eisige Kälte am vergangen Sonntag schreckte weder Spieler noch Fans davon ab, sich den Lacrosse Leckerbissen Marburg gegen Mainz anzuschauen. Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Zum ersten Mal in dieser Saison konnten die Saints aus einem vollen Kader schöpfen, obwohl sie auf Captain Andreas Marx und Attacker Georg Neuffer verzichten mussten. Die Rivalität zwischen den Teams war von Beginn an spürbar auf dem Feld und sollte sich auch das ganze Spiel über durch ein paar herzliche Bodychecks zeigen.

Nach dem Anpfiff mussten sich die Saints gegen hart angreifende Mainzer wehren. Die Musketeers machten von der ersten Sekunde an Druck und versuchten die Saints in ihrer eigenen Hälfte einzuschnüren. Doch schnell zeigte sich, dass die Mainzer zwar den Ball in Einzelaktionen behaupten konnten, aber die Marburger Verteidigung kaum Aktionen zuließ. Die wenigen Torschüsse parierte Saints Goalie Christian Hackbarth gewohnt routiniert und gab dem Marburger Team dadurch zusätzliche Sicherheit. Es dauerte vier Minuten bis sich die Lahnstädter aus ihrer Umklammerung befreien konnten. Nun aber waren die Saints am Drücker.

Die Marburger ließen den Ball geschickt durch ihre Reihen laufen und gingen durch ein schönes Tor von Spielertrainer Christian Theis in Führung. Dieses Tor genügte um den Saints die Feldhoheit zu sichern. Auch wenn es immer wieder zu Kontern und Torschüssen der Mainzer kam, wirkten die Saints auf dem Feld sehr abgeklärt, spielten konzentriert ihr Spiel und kamen zu schönen Torschüssen.
Im zweiten Quarter galt es die Führung auszubauen und das Leistungsniveau zu halten. Im Gegensatz zur Partie gegen Köln gelang dies den Heiligen auch. Die Saints erhöhten die Führung um zwei Tore, bevor den Mainzern der Anschlusstreffer gelang. Das konzentrierte ruhige Spiel der Saints und das mangelnde Glück bei den eigenen Torschüssen setzte Mainz zusehends zu. Es ergaben sich einige Überzahlsituationen für die Lahnstädter und es gelang den Saints kurz vor der Halbzeit auf 4:1 zu erhöhen.
Nach der Pause nahm das Spiel noch an Intensität zu. Coach Theis hatte die Saints in der Halbzeit darauf eingeschworen die Konzentration zu wahren und den Vorsprung nicht kleiner werden zu lassen. Das Team setzte diese Vorgaben hervorragend um. Energisch wurde um jeden Groundball gekämpft und dem hieraus resultierenden Ballbesitz erwuchsen schöne Torversuche. Am Ende des 3. Quarters stand es 7:2 für die Saints.

Das vierte Quarter begann sehr ruhig. Die Marburger kontrollierten den Ball und versuchten ein wenig an der Uhr zu drehen, was ihnen auch gelang. Zeitweise beruhigte sich das Spiel und viele schöne Passstafetten waren in der Mainzer Hälfte zu sehen. Mitte des letzten Quarters bäumten sich die Mainzer jedoch noch einmal gegen die drohende hohe Niederlage auf und ihr Kampfeswille wurde durch Tore belohnt. In den Marburger Defensivbemühungen schlichen sich erste Fehler ein und auch die Kräfte schienen ein wenig nachzulassen. Die Mainzer verkürzten auf 7:4 und die Lahnstädter mussten den Kampf noch einmal annehmen. In den letzten Minuten des letzten Spielviertels wogte das Spiel ein wenig hin und her, so dass beide Teams einmal alle Reserven abrufen mussten, bevor der Schlusspfiff die angespannten Marburger bei einem Spielstand von 9:7 erlöste.

Nach dem Abpfiff fiel die Analyse des Spiels sehr kurz aus. Die Saints hatten ihre bisher beste Saisonleistung gezeigt und hätten auch noch weit deutlicher gewinnen können. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Marburger diese Konzentration auch für das Spiel gegen Mönchengladbach und für die restliche Saison erhalten.

Panagietou (2 Tore/0 Assists), Seitz (2 T/0), Theis (2 T/0 A), von Tesmar (2 T/0 A), Umathum (1 T/0 A)

von Julian Opper
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Weiterveröffentlichungen:

Oberhessische Presse | Erschienen am 23.10.2010
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