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Marburg Saints unterliegen starken Lumberjacks

Kampf um einen Groundball im Mittelfeld
  In einem spannenden Spiel verpasst Marburg die Chance, sich vorzeitig für die 1. Bundesliga West zu qualifizieren. In der Begegnung gegen die K-Town Lumberjacks aus Kaiserslautern kassieren die Marburg Saints nach einer nervenaufreibenden Aufholjagd eine 10:13 Niederlage beim direkten Konkurrenten aus der Pfalz.

7.11.2010. Am vergangenen Sonntag empfingen die Lacrosser vom VfL Marburg die Mannschaft aus Kaiserslautern, zu einem für beide wichtigen Spiel. Für beide Mannsschaften war es die Gelegenheit, sich die Teilnahme an der 1.Bundesliga zu sichern. Denn nur die ersten sechs Mannschaften der Hinrunde werden in der ersten Liga spielen, der Rest muss in Liga Zwei.

In den ersten Minuten nach Anpfiff sah man beiden Mannschaften noch eine gewisse Unsicherheit an und so blieb es vorerst bei einem Abtasten. Doch schon zu Beginn konnte man dem Spielverlauf entnehmen, dass es um etwas ging, denn es gab bereits die ersten Zeitstrafen für die K-Town Lumberjacks und Marburg machte Druck und konnte mit zwei Toren in Führung gehen. Aber Kaiserslautern ließ sich nicht lange bitten und nach einigem hin und her stand es nach dem ersten Quarter 3:4 für die Gäste aus der Pfalz. Im zweiten Viertel fing man sich drei Tore, die v.a. auf Abstimmungsschwierigkeiten in den eigenen Reihen zurückzuführen sind. Die gespielte Mannverteidigung wurde ihrem Namen folgend nicht konsequent umgesetzt. Immer wieder gelang es den Kaiserslauternern Angriffsspielern zwei Marburger Verteidiger zu binden oder gar zu schlagen, sodass dann der torgefährliche Pass auf einen freien Mann folgen konnte. Diese Unstimmigkeiten vermochten die Lahnstädter nicht abzustellen und waren einer der Gründe für die folgende Niederlage.

In der Halbzeitpause besann man sich dann wieder auf das wesentliche, nämlich Tore schießen. So kam es, dass Marburg gleich zu Beginn der neuen Halbzeit zwei Treffer erzielen konnte. Die Saints nutzten dabei ein Überzahlspiel aus und konnten durch klassisches schnelles Spiel eine Lücke aufreißen, abschließen und damit auf 5:7 verkürzen. Auffällig im gesamten Spielverlauf war die Verteilung der Strafzeiten. Obwohl Marburg nur drei Strafen erhielt, Kaiserslautern dagegen zwölf, war es der gastgebenden Mannschaft nicht immer möglich, diesen Vorteil zu nutzen. Zum Anfang des letzten Viertels starteten die Mannen von der Lahn in doppelter Überzahl und nutzen diesen enormen Vorteil auch gleich. Den an diesem Tag gut aufgelegten Attackern, Georg Neuffer und Evangelos Panagiotou gelang es dann im Folgenden mit vier Toren auf 9:9 und 10:10 zehn Minuten vor Schluss den lang erhofften Anschluss zu erzielen. Hier hätte Marburg nun nachsetzen und die gute Stimmung ausnutzen müssen, um das Spiel zu drehen, denn bisher liefen die Hausherren immer einem Dreitorerückstand hinterher. Doch wieder waren es Unaufmerksamkeiten wie zu Anfang, die einem den erhofften Sieg verwehrten. Durch schnelle Kombinationen der Gäste und Stellungsfehler im Mittelfeld sowie in der Abwehr erzielte Kaiserslautern in kurzer Folge drei Tore und stellten die alten Verhältnisse wieder her und konnte sich am Ende über einen gerechten Sieg und drei Punkte im Kampf um die Qualifikation für die erste Bundesliga sichern.

Marburg dagegen muss nun nach diesem enttäuschenden Spieltag die Kräfte wieder sammeln und sich bewusst machen, daß man es noch in der eigenen Hand hat, sich unter den ersten sechs zu platzieren. Denn da nun alle drei Mannschaften, die um die Plätze 5 und 6 buhlen, gleichauf sind, kommt es nun auf das Torverhältnis an. Somit ist die Marschroute für die nächsten Spiele klar: Tore Tore Tore.

Tore: Georg Neuffer (4T/1A), Vincent Umathum (3T/1A), Julian Opper (1T/0A), Evangelos Panagiotou (1T/1A), Wieland Henkel (1T/0A), Andreas Marx (0T/1A), Kai Kranning (0T/1A)

von Vincent Umathum
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