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Marburg am Sonntag in Osnabrück

Der BC Pharmaserv Marburg tritt am Sonntag in Osnabrück an. Foto: Laackman/PSL

Nur nicht nachdenken

Damen-Basketball-Bundesliga:
Giro-Live-Panthers Osnabrück – BC Pharmaserv Marburg
(Sonntag, 23. Februar, 16 Uhr, OSC-Halle A).

Vier Spiele stehen in der Hauptrunde noch an. Und der BC Pharmaserv Marburg ist aus dem Gröbsten noch nicht raus. Mit einer Bilanz von 5:13 stehen die Hessinnen auf dem neunten Rang. Drei Siege hinter einem Playoff-Platz, einen Sieg – plus gewonnenem direkten Vergleich – vor Halle auf dem ersten Abstiegsrang.

Unter der Woche gab's für das Pharmaserv-Team einen misslungener Ausflug aufs europäische Parkett. Die 63:87-Niederlage in Brünn änderte aber nichts an der Final-Four-Qualifikation beider Teams. 83:65 am Donnerstag von Titelverteidiger Piestany in Mechelen in der anderen Vorrundengruppe stehen die beiden Halbfinals fest: Piestany – Marburg, und Brno – Mechelen.

Am Sonntag steht für das BC-Team wieder der Bundesliga-Alltag an: beim Aufsteiger Osnabrück. Die Giro-Live-Panthers haben nach eigenem Pressebericht den Klassenerhalt geschafft und könnten nun die Playoff-Teilnahme eintüten. Sie haben allerdings seit vier Wochen – damals deutlich gegen Halle – nicht mehr gewonnen, unterlagen seitdem gegen Keltern, Nördlingen und Freiburg.

Auf das Hinspiel gegen Osnabrück blicken Marburger Anhänger mit gemischten Gefühlen zurück: Es war das Spiel eins nach dem Saison-Aus von Marie Bertholdt und Alex Kiss-Rusk. Mit der richtigen Einstellung erzwangen die verbliebenen BC-Spielerinnen – ohne die verletzte Joey Klug – im November eine Verlängerung. Die ging verloren. Marburgs Trainer Patrick Unger fand damals: „Wir hätten das Spiel in der regulären Spielzeit gewinnen müssen.“ Und Kaptinänin Steffi Wagner sagte: „Jede hat auf dem Feld alles gegeben und gekämpft bis zum Umfallen.“ Wird Sonntag auch wieder nötig sein.


Fünf Fragen an BC-Trainer Patrick Unger:

Wie geht’s den vier Verletzten vom Mittwoch-Spiel?
Patrick: Bei Alex Wilke müssen wir sehen. Da sehe ich für Sonntag ein Fragezeichen. Bei den drei anderen [Tonisha Baker, Theresa Simon, Steffi Wagner] gehe ich davon aus, dass sie spielen.

Vor Mittwoch habt ihr drei Mal in Folge ein starkes erstes Viertel, teilweise sogar eine starke erste Halbzeit gespielt und dann nach der Pause geschwächelt. Liegt das an der Kondition?
Patrick: Nein, das Konditionelle ist kein Thema. Aber die Konzentration lässt nach, weil wir nervös werden, wenn wir sehen, dass wir gewinnen können, aber der Gegner wieder herankommt. In Freiburg sind wir nicht mit deren Anpassungen klargekommen. Aber wenn wir nicht verteidigen, kann der Gegner machen was er will und wird das Spiel gewinnen.

Osnabrück hat vorige Woche ein gutes Spiel beim Tabellenführer Keltern gemacht (82:92-Niederlage)...
Patrick: Wir waren auch nicht so schlecht in Keltern [66:71-Niederlage]. Osnabrück war gut vorbereitet, und Emma Eichmeyer hat wohl das Spiel ihres Lebens gemacht. Sie können nun nicht mehr absteigen und werden befreit aufspielen. Sie haben eine überragende Insidespielerin, Brianna Rollerson, die von vielen unterschätzt wird. Ansonsten hat Osnabrück ein gutes Kollektiv, das weiß, wie man guten Basketball spielt.

Wie sieht nach dem Mittwoch-Spiel die Vorbereitung für Sonntag aus?
Patrick: Wir sind am Donnerstag aus Brünn zurückgekommen und haben Freitag und Samstag je eine Trainingseinheit. Es ist ein schmaler Grat mit dem Spiel unter der Woche. Uns bleiben nur zwei Einheiten, Osnabrück hatte die ganze Woche Zeit. Immerhin sind wir mit dem Mittwoch-Spiel im Rhythmus. Das wollten wir eigentlich als Generalprobe für Sonntag nehmen. Das ist deutlich in die Hose gegangen.

Was war denn da los?
Patrick: Das war ein schlechter Auftritt von uns. Da brauchen wir uns auch nicht hinter der langen Reise verstecken. Wir waren nicht bereit, mental und körperlich. Dann passiert so was. Aber alle wissen worum es am Sonntag geht. Wir sind noch nicht gerettet. Natürlich ist das für uns eine mentale Belastung. Aber daher erwarte ich von allen, dass sie alles geben, was sie im Köcher haben.

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