Lacrosse Rückrunde startet mit Vorbereitungsturnier in Marburg

Coach Letourneau bei der Taktikbesprechung
Am Samstag dem 26.02.2011 war es endlich so weit. Der Face Off im Spiel Mainz gegen Marburg beendete das Warten auf die Lacrosse Rückrunde. Die Marburg Saints hatten zum Vorbereitungsturnier auf heimischen Rasen geladen und die Teams aus Frankfurt, Kassel und Mainz waren angereist. Für die Saints ging es um eine erste Leistungsüberprüfung nach einem Monat mit ihrem neuen Coach Vernon Letourneau.

Die dynamisch geführte Partie gegen Mainz, die den Auftakt des Turniers bildete, ließ die kalten Wintertage und das Training in knöcheltiefen Schnee schnell vergessen. Marburg dominierte das Spiel und ließ wenig Chancen der Mainzer zu, dafür aber auch viele eigene Chancen liegen. Schließlich waren es die einstudierten schnellen Passkombinationen und die die Fang und Passsicherheit auf die Coach Letourneau gesteigerten Wert gelegt hatte, die die Saints zu ihren Torerfolgen führten. Am Ende des verkürzten Spiels (gespielt wurden 4 mal 10 anstatt 4 mal 20 Minuten) stand es 6:0 für die Lahnstädter und ein erstes Ausrufezeichen für die neue Saison war gesetzt.

Im zweiten Spiel Kassel gegen Frankfurt überzeugte das Kasseler Rumpfteam, dass sich wegen Spielermangel Spieler aus Marburg und Münster ausgeliehen hatte, gegen Titelaspirant Frankfurt. Von Klassenunterschied war wenig zu spüren, denn die Kasseler gingen nach wenigen Minuten durch einen Marburger Leihspieler in Führung. Anschließend spielten beide Teams mit offenem Visier und keines schaffte es einen großen Vorsprung heraus zu holen. Bis zur Halbzeit liefen die Frankfurter einer Kasseler Führung hinterher, nach der Halbzeit mussten die Kasseler Spieler nach einem Frankfurter Doppelschlag wieder aufholen. Das Spiel endete unerwartet knapp mit einem 8:6 Sieg des Titelaspiranten Frankfurt.

Gegen eben dieses Frankfurter Team mussten auch die Saints nach einer kurzen Pause spielen, doch anscheinend hatten sich die Frankfurter in der Zwischenzeit auf ihre Stärken besonnen. Schon nach wenigen Sekunden schaffte es die Frankfurter Offense durch ihr Kombinationsspiel in Führung zu gehen. Die Heiligen fanden indes nicht ins Spiel. Die Passstafetten sorgten zwar für viel Marburger Ballbesitz, jedoch konnten die Lahnstädter nicht genügend Torgefahr ausüben, und die wenigen gelungen Abschlüsse parierte der Frankfurter Goalie routiniert. Die Probleme setzten sich durch das Spiel hinweg fort. Die Frankfurter Offense agierte clever und effektiv, die Marburger kontrollierten den Ball, aber waren zu harmlos vor dem Tor. Christian Theis schaffte schließlich die Marburger Ehrenrettung durch einen Treffer zu Beginn des Vierten Quarters. Das Spiel endete 6:1 für Frankfurt.

Auch im letzten Spiel gegen die Überraschungsmannschaft aus Kassel hatten die Saints Probleme. Zwar schafften die Marburger es sich eine komfortable 3 Tore Führung zur Halbzeit zu erarbeiten, jedoch blieben auch hier zahlreiche Chancen einfach ungenutzt. Zusätzlich begannen wohl auch die Beine beider Teams schwerer zu werden, denn die Partie verlor merklich an Geschwindigkeit und erste Konzentrationsmängel schlichen sich ein. Als die Marburger Mitte des Vierten Quarters noch immer mit 2 Toren vorne lagen, schien das Spiel dennoch glimpflich für Marburg auszugehen, jedoch rächte sich dieser Fehlschluss schnell. Durch ein Kasseler Tor und einen direkt an den Face Off anschließenden Fast Break der wiederum zum Erfolg führte glichen die Racoons aus Kassel aus. Während die Marburger Verteidigung ohne Defense Captain Jeff Struble der im Mittelfeld debütierte ins Schwimmen geriet, waren die Kasseler durch ihren Doppelschlag beflügelt. Die Saints die sich gegen das Unentschieden stemmten und noch einmal alles in die Offensive warfen, wurden von den Kasselern zweimal eiskalt ausgekontert, sodass bei Abpfiff eine 5:3 Führung für Kassel zu Buche stand.

Nach dem letzten Spiel zog Coach Letourneau ein treffendes Fazit. Die Saints hatten sich nach den 4 Wochen Training schon merklich weiterentwickelt, jedoch noch eine Menge vor dem Saisonauftakt gegen Meisterkandidat Aachen am 19.03. zu tun. Grade an ihrer Torgefährlichkeit müssen die Marburger noch arbeiten, da sie jede Chance in der Ersten Bundesliga West nutzen müssen, um die Favoriten diese Saison vielleicht ein bisschen ärgern zu können.

Trotz des dritten Platzes war das Turnier in Marburg jedoch ein voller Erfolg, der im nächsten Jahr wiederholt werden soll. Die Marburg Saints danken dem Organisationsteam und den angereisten Gästen aus Frankfurt, Kassel, Münster und Mainz, ebenso wie den Anwesenden Fans für dieses tolle Turnier.

von Julian Opper
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