Anzeige

BC Marburg gewinnt Bronze im Pokal

Mit Bronze dekoriertes Trio (von links): Marburgs Physio Andreas Allmeroth, Trainer Patrick Unger und Co-Trainer Andreas Steinbach.
Ein Spiel der Rekorde

Deutscher Pokal: Top-Four: Spiel um Bronze: Eisvögel USC Freiburg – BC Pharmaserv Marburg 92:108.

Zum vierten Mal kehrt der BC Marburg mit einer Bronzemedaille vom Pokal-Top-Four zurück. Nach der Niederlage im Halbfinale gegen den Gastgeber Herner TC, schlug das Pharmaserv-Team in einem denkwürdigen Spiel um den dritten Platz die Eisvögel USC Freiburg mit 108:92. Ohne Verlängerung! Erfolgreichste Marburger Schützin war Kapitänin Katie Yohn.

Den Pokal gewann erstmals der ausrichtende Herner TC. Der Tabellenführer der 1. Bundesliga schlug im Finale nach ausgeglichener erster Hälfte den Spitzenreiter der 2. Liga Nord am Ende deutlich mit 79:63. Als Wertvollste Spielerin des Turniers wurde U18-Europameisterin Jenny Strozyk (Osnabrück) ausgezeichnet.

Im kleinen Finale lag Marburg vom ersten Angriff an vorne – einzige Ausnahme beim 5:5. Der BC versenkte in den ersten zehn Minuten schon fünf Dreier. Beim Tabellenfünften wurden Audrey-Ann Caron-Goudreau (krank) und in der zweiten Halbzeit die verletzte Kristen Gaffney schmerzlich vermisst. Der BC setzte sich, anders als im Halbfinale am Vortag, energisch unter den Körben durch und traf fast nach Belieben.

Über den Halbzeitstand von 57:37 führte das Pharmaserv-Team in der 25. Minute mit 31 Punkten Vorsprung (73:42), kassierte dann aber einen 0:12-Lauf der Eisvögel. Drei Marburger Dreier sorgten wieder für Luft. Paige Bradley knickte mit ihrem lädierten Fuß um. Doch laut BC-Physio Andreas Allmeroth sei ihr Einsatz in den Playoffs nicht gefährdet.

Durch eine erneute 12:0-Serie kam Freiburg auf 71:84 heran. BC-Kapitänin Katie Yohn ergriff die Initiative und sorgte für einen beruhigenderen Vorsprung, ehe Alex Kiss-Rusk 3:02 Minuten vor Schluss mit einem Freiwurf das 100:80 besorgte - und für großen Jubel bei den rund 40 mitgereisten BC-Fans.


Patrick Unger (Trainer Marburg):
„Man hat schon gemerkt, dass bei Freiburg zwei wichtige Spielerinnen gefehlt haben. Gestern haben wir uns geärgert, dass wir nicht 40 Minuten lang Gas gegeben haben, aber jetzt freuen wir und über die erste Medaille in diesem Jahr. Für den Kopf war es wichtig, dass wir nicht nur mit Blumen nach Hause fahren. Wir haben uns Selbstvertrauen zurückgeholt. Wenn man so hoch führt, passieren auch mal Fehler. Das hätte auch schiefgehen können. Dann haben wir an den richtigen Schrauben gedreht. Ein großes Kompliment an Herne: Das Turnier war top organisiert, wir haben uns hier wohlgefühlt und es hat alles geklappt. Jetzt haben wir einen Tag frei und bereiten uns dann auf Hannover vor.“

Mali Sola (Spielerin Marburg, früher Herne):
„Es ist cool, in meiner alten Halle eine Medaille zu gewinnen. Nach zwei Mal Bronze mit Herne für mich wär das Finale natürlich 1.000 Mal besser gewesen, aber wir haben das Beste draus gemacht. Gegen Freiburg haben wir super angefangen und viel richtig gemacht. Zwischendurch haben wir etwas nachgelassen, aber am Ende klar gewonnen. Das war mega wichtig für den Kopf. Vor allem in der Offense haben wir ein Zeichen gesetzt. Jetzt sind wir voll motiviert für die Playoffs.“

Hanna Ballhaus (Trainerin Freiburg):
„Uns haben zwei Spielerinnen gefehlt, um gewinnen zu können. Aber einige, die sonst nicht so viel spielen, haben die Lücke gefüllt. Leonie Kambach und Lea Ouedraogo haben sich super entwickelt und heute ein tolles Spiel gemacht. Persönlich bin ich natürlich traurig, denn Silber war zum Greifen nah. Aber Osnabrück hat einen Tag erwischt, an dem alles klappt und wir einen, an dem nichts klappt. Als Trainerin bin ich aber stolz, wie die Mannschaft heute an einem Strang gezogen hat, auch wenn wir verloren haben. Das gibt mir Zuversicht für die Playoffs, denn die Achterbahn an diesem Wochenende war lehrreich.“


Statistik
Viertel: 20:29, 17:28, 24:27, 31:24.
Freiburg: Gaffney 10, Hoffmann 2, Jekabsone 13/1, Kambach 9 (8 Reb.), Kranzhöfer 1, Mayer 2, Moten 29/3 (7 Reb., 5 Ass.), Nufer, Ouedraogo 9/1, Rodefeld 8/2 (3 Steals), Wieczorek, Zdravevska 9/3.
Marburg: Baker 11, Bertholdt 14, Bradley 10/2, Kiss-Rusk 20/1 (7 Reb.), Klug 2, Reeh, Schaake 13/3, Sola, Wagner 4/1, Wilke 13/1, Winterhoff, Yohn 21/4.
SR: Bejaoui, Pawlik, Rotter, TK: Tietz. Zuschauer im Finale: 1.100 (ausverkauft).

Fun Facts: 75. Pokalspiel des BC Marburg. / Mit 200 Punkten das punktreichste Spiel um Platz 3 bei einem Deutschen Pokal-Top-Four und das punktreichste (ohne verlängerung) in der Team-Historie (seit dem Wiederaufstieg 1992). / Erster Sieg gegen Freiburg im Pokal seit 11.09.1999 (Freiburg damals Zweitligist, Bilanz 2:3, das erste Spiel gegen Freiburg überhaupt seit Marburgs Wiederausftieg 1992). / Marburgs vierte Bronzemedaille im Pokal und die erste Medaille seit 2011. / Erster Sieg (Bilanz 1:5) und erste Medaille bei einem Top-Four unter Trainer Patrick Unger. / 92 zugelassene Punkte sind die meisten in einem gewonnenen Spiel (ohne Verlängerung). / 108 erzielte Punkte sind die meisten gegen einen Erstligisten seit 05.11.2006 (107:65-Sieg in Göttingen).

Fail Facts: 92 zugelassene Punkte sind die meisten seit 28.02.2016 (67:104-Niederlage in Wasserburg), die meisten in einem Pokalspiel seit 04.12.2007 (60:101-Niederlage in Wasserburg) und die meisten auf neutralem Boden überhaupt.


Pokal-Top-Four
Halbfinale 1: Giro-Live Panthers Osnabrück – Eisvögel USC Freiburg 80:50
Halbfinale 2: Herner TC – BC Pharmaserv Marburg 80:73
Spiel um Platz 3: Freiburg – Marburg 92:108
Pokalfinale: Osnabrück – Herne 63:79


Alle Infos zum Pharmaserv-Team aktuell sowie exklusive Inhalte gibt’s direkt aufs Smartphone über die kostenlose offizielle Blue-Dolphins-App, bei Google Play und im App Store.


Nächstes Spiel: Playoff-Viertelfinale, Spiel 1: BC Pharmaserv Marburg – TK Hannover (Sonntag, 31. März, 16 Uhr, Georg-Gaßmann-Halle).
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.