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Neue Methoden im Kampf gegen das Corona-Virus

(Foto: Copyright für alle Bilder: TERRATECH/AIILSG)
 
(Foto: TERRATECH/AIILSG)
Neue Methoden im Kampf gegen das Corona-Virus
Mobiltelefone und innovative Aufklärungskonzepte ermöglichen Hilfe trotz Ausgangssperre / TERRA
TECH und AIILSG leisten Nahrungsmittelnothilfe in Indien / auch in Äthiopien wieder Hilfe
möglich
Marburg / 30.04.2020: „Für einige Zeit war es recht ruhig um die Projektarbeit unseres Partners AIILSG in Indien,“ berichtet Projektleiter Frank Beutell. „Aufgrund der landesweiten Ausgangssperre war der Informationsfluss spärlich.“ Doch nun kommen sehr gute Neuigkeiten. AIILSG musste keine Projekte aufgrund von Corona-Einschränkungen unterbrechen. Alle bestehenden Aktivitäten konnten in angepasster Form fortgesetzt
werden.
„Die Besiedlung ist in vielen Landesteilen ziemlich dicht. So können die Sozialarbeiterinnen, die sich um benachteiligte Familien in ihren Vierteln kümmern, den Kontakt zu ihren Schützlingen leicht halten. Auch ohne die Ausgangssperre zu verletzen,“ erläutert Beutell. Der enge Kontakt zwischen Sozialarbeiterinnen und den betreuten Familien ist wichtig. Denn die Frauen helfen beim Zugang zu staatlichen Diensten, wie
der Gesundheitsversorgung. Eine besondere Rolle kommt dabei Mobiltelefonen zu. „Viele Familien verfügen über diesen verhältnismäßig billigen Kommunikationskanal. Sie sind daher täglich erreichbar und Probleme und Bedürfnisse werden schnell erkannt.“
Es wird wahrscheinlich nicht das letzte Mal sein, dass sich die Welt vom Corona-Virus oder ähnlichen gesundheitlichen Problemen bedroht sieht. Daher nutzt AIILSG die momentane Situation, um die Kapazität des Teams auszubauen und Innovationen zu entwickeln. „Dabei entstanden bereits einfache, innovative Plakate und Karten zum Thema Covid-19. Sie sind selbst für Kinder und Analphabeten leicht verständlich,“ erklärt Beutell. Auf dem neuen Material werden Themen wie Gefährdung durch Corona, Hygienemaßnahmen
und Prävention anschaulich dargestellt. Außerdem werden die Karten und Plakate eingesetzt, um Krankheitssymptome abzufragen.
Bereits vor dem Ausbruch des Corona-Virus bereiteten AIILSG und TERRA TECH ein gemeinsames Projekt vor. Dessen Zielgruppe, nomadische Familien, braucht nun noch dringender Hilfe. „Denn die Familien im vorgeschlagenen Projektgebiet sind mit einer schweren Nahrungsmittelkrise konfrontiert. Sie hungern und brauchen dringend Unterstützung,“ so Beutell. Ein lokales Team von AIILSG identifizierte 190 Familien,
die dringend Lebensmittel benötigen. Bisher konnten die ersten 70 Familien für 15 Tage versorgt werden. Ein Hilfspaket enthält 5kg Reis, 10kg Getreide zur Herstellung von Rotis (Brot), 2kg Straucherbsen, 1kg Speiseöl und Gewürze. Weitere 120 Familien warten noch auf Hilfe. Die Kosten sind mit rund 7,50 Euro pro Familie gering.
Auch aus Äthiopien kommen gute Neuigkeiten. Dort wurden die Corona-Einschränkungen nun etwas gelockert.
„Nach einer Verzögerung von mehreren Wochen können die Verteilungen unseres Partners Kelem nun endlich anlaufen,“ so Beutell. 842 Haushalte wurden schon mit Hilfsgütern, wie Saatgut, versorgt. Bei den Verteilungen werden strenge Corona-Vorsorgemaßnahmen eingehalten: Helfer tragen Handschuhe und Masken, Begünstigte werden zum Händewaschen aufgefordert und ältere Menschen bekommen ihre Rationen nach Hause gebracht. Außerdem wurden deutlich mehr Verteilstellen mit jeweils weniger Empfängern eingeplant.
Corona-Nothilfe – Damit die dringend benötigte Hilfe vor Ort ausgeweitet werden kann, bittet TERRA TECH um Spenden. Hierzu hat die Organisation ein Spendenkonto eingerichtet:
Stichwort: Corona-Nothilfe
IBAN: DE46 5335 0000 0000 0444 40 (Sparkasse Marburg-Biedenkopf)

Gemeinsamer Einsatzfall vom Bündnis Aktion Deutschland Hilft - TERRA TECH beteiligt sich am Einsatzfall von Aktion Deutschland Hilft. Das Bündnis ruft zu Spenden auf:
Stichwort: Corona-Nothilfe weltweit
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)

Kurzprofil
Der gemeinnützige Verein TERRA TECH e.V. führt seit 1986 weltweit Projekte der Humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit durch. Das Spektrum reicht von klassischer Nothilfe (Nahrungsmittel, Medikamente) über den Wiederaufbau (Schulen, Gesundheitseinrichtungen) bis hin zu langfristigen Entwicklungsprojekten
(landwirtschaftliche Projekte, Trainings- und Fortbildungsmaßnahmen). Dabei arbeiten
wir stets mit lokalen Partnern zusammen, die die Expertise für die Durchführung haben.
Unseren Personaleinsatz versuchen wir gering zu halten (Kurzzeitexperten, Projektkoordinatoren). Wir finanzieren uns aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen sowie Zuschüssen von öffentlichen Gebern (BMZ, Auswärtiges Amt) und Stiftungen.

TERRA TECH ist Mitglied im DPWV (LV Hessen) und über diesen bei der Aktion Deutschland Hilft, außerdem bei VENRO und dem EPN (Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen).

Kontakt
TERRA TECH Förderprojekte e.V.
Zeppelinstraße 29
D-35039 Marburg
Tel.: 06421/9995990
Fax.: 06421/9995991
info@terratech-ngo.de
www.terratech-ngo.de


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