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Freudentränen in Äthiopien, Kinderlachen in Indien

(Foto: TERRATECH/CFHC)
 
(Foto: TERRATECH/CFHC)
Freudentränen in Äthiopien, Kinderlachen in Indien
TERRA TECH erlebt Corona-Einschränkungen in Projektländern und in Marburg / aber Projekterfolge geben auch Anlass zur Freude

Marburg / 24.06.2020: Die EU-weiten Reisewarnungen wurden aufgehoben und Familien bereiten sich auf den Sommerurlaub vor. Schrittweise scheint in Deutschland wieder Normalität einzukehren. „An einigen Stellen ist aber nach wie vor deutlich sichtbar, dass uns die Corona-Auswirkungen noch länger begleiten werden,“ erklärt Dr. med. Gangolf Seitz, Vorstandsvorsitzender von TERRA TECH. Schweren Herzens hat der Verein sein jährliches Festival in Marburg für dieses Jahr abgesagt. „Auch wenn wir es uns anders gewünscht haben, ein buntes Fest mit über 1000 Besuchern aller Altersgruppen wäre nicht mit Corona-Sicherheitsmaßnahmen vereinbar gewesen. Daher freuen uns die positiven Neuigkeiten aus unseren Projektländern umso mehr. Unsere Partner vor Ort leisten Hilfe, die vielen Menschen Hoffnung gibt.“
Aus Äthiopien berichtet der Partner Kelem von Fatimas Freudentränen: Fatima ist Witwe. Als auch noch ihr Sohn vor einigen Jahren starb, blieb sie allein zurück. Der Lebensunterhalt der Frau hängt von großzügigen Menschen ab, die ihr ab und zu etwas zu essen bringen. Außerdem bettelt sie in der Nachbarschaft. Für Fatima brachte die Corona-Pandemie gravierende Auswirkungen. Die Menschen im Dorf haben Angst vor
der Infektion. Sie halten Abstand zu Fatima, sie wollen sie nicht mehr in ihrer Nähe sehen. Alle im Dorf müssen in Coronazeiten mit weniger für ihr eigenes Überleben auskommen, damit haben die Nachbarn nichts mehr, was sie der alten Frau abgeben können. Das fängt schon beim Trinkwasser an, das üblicherweise von den Kindern der Nachbarschaft für Fatima geholt wird. In dieser schwierigen Zeit klopfen TERRA TECH und der äthiopische Partner Kelem plötzlich an Fatimas Haus. Fatima ist zu Tränen gerührt, als sie sieht, was ihr völlig unerwartet zur Verfügung gestellt wird: 10 kg Weizenmehl und 5 kg Reis. Überwältigt sagt sie: "Ich bin es gewohnt, dass ich nicht weiß, was meine nächste Mahlzeit sein wird. Ja sogar noch nicht einmal, ob es überhaupt eine nächste Mahlzeit geben wird. Ihr macht mich nun so reich. Dieses Gefühl habe ich zuletzt vor langer Zeit gehabt, als ich noch von meiner Familie umgeben war.“
Aus Indien schallt Kinderlachen nach Marburg. Schon seit Jahren unterstützt TERRA TECH das Kinder- und Frauenhaus von Christ Faith Home for Children in Chennai. Die täglichen Ausgaben haben sich aufgrund der Corona-Prävention verdoppelt. „Gute Sanitär- und Hygieneversorgung sind für den Schutz vor Infektionen unabdingbar. Mit unseren Spenden können wir dabei helfen, diese Maßnahmen zu finanzieren,“ erklärt Seitz. Neben der täglichen Desinfektion der Räumlichkeiten und des Außengeländes, werden Abstandsregelungen eingehalten und regelmäßige Fiebermessungen durchgeführt. Alle Mitarbeiterinnen tragen Gesichtsmasken und -visiere. Die Schützlinge werden angehalten, sich regelmäßig die Hände zu desinfizieren. Besonders für einige der Kleinsten ist dies eine spannende Neuerung, die für ansteckendes Lachen sorgt.
„Beide Projektregionen und Partner kenne ich von eigenen Besuchen,“ berichtet Seitz. Er weiß unter welchen Bedingungen die Helfenden vor Ort arbeiten. „Für das große Engagement möchte ich unseren herzlichen Dank aussprechen. Das TERRA TECH Team ist sehr froh und ein bisschen stolz, dass wir in so schweren Zeiten Freudentränen und Kinderlachen ermöglichen können.“ Emotionen, die nicht teuer sind: 30 Euro kostet ein Lebensmittelpaket für eine äthiopische Familie pro Monat, weniger als einen Euro kostet die Corona-Prävention für ein Kind in Indien pro Tag.
Corona-Nothilfe – Damit die dringend benötigte Hilfe vor Ort ausgeweitet werden kann, bittet TERRA TECH um Spenden. Hierzu hat die Organisation ein Spendenkonto eingerichtet:
Stichwort: Corona-Nothilfe
IBAN: DE46 5335 0000 0000 0444 40 (Sparkasse Marburg-Biedenkopf)

Gemeinsamer Einsatzfall vom Bündnis Aktion Deutschland Hilft - TERRA TECH beteiligt sich am Einsatzfall von Aktion Deutschland Hilft. Das Bündnis ruft zu Spenden auf:
Stichwort: Corona-Nothilfe weltweit
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)

https://www.youtube.com/watch?v=8OgsYGj8piE&featur...


https://www.dropbox.com/sh/tq62pqtw5wkk0q2/AABXtiL...

Kurzprofil
Der gemeinnützige Verein TERRA TECH e.V. führt seit 1986 weltweit Projekte der Humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit durch. Das Spektrum reicht von klassischer Nothilfe (Nahrungsmittel, Medikamente) über den Wiederaufbau (Schulen, Gesundheitseinrichtungen) bis hin zu langfristigen Entwicklungsprojekten
(landwirtschaftliche Projekte, Trainings- und Fortbildungsmaßnahmen). Dabei arbeiten
wir stets mit lokalen Partnern zusammen, die die Expertise für die Durchführung haben.
Unseren Personaleinsatz versuchen wir gering zu halten (Kurzzeitexperten, Projektkoordinatoren). Wir finanzieren uns aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen sowie Zuschüssen von öffentlichen Gebern (BMZ, Auswärtiges Amt) und Stiftungen.

TERRA TECH ist Mitglied im DPWV (LV Hessen) und über diesen bei der Aktion Deutschland Hilft, außerdem bei VENRO und dem EPN (Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen).
Seit 1999 wurde TERRA TECH durchgehend das Spendensiegel des DZI verliehen, das für vorbildliche Transparenz und Effektivität bei der Verwendung von Spenden steht. Außerdem haben wir uns der Initiative Transparente Zivilgesellschaft angeschlossen und uns dem Transparenz-Standard des Aktionsbündnisses verpflichtet.

Kontakt
TERRA TECH Förderprojekte e.V.
Zeppelinstraße 29
D-35039 Marburg
Tel.: 06421/9995990
Fax.: 06421/9995991
info@terratech-ngo.de
www.terratech-ngo.de
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1 Kommentar
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Katja W. aus Langenhagen | 26.06.2020 | 11:46  
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