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Rede zur Lage der Welt

Der nachstehende Text ist eine - kurze - Passage aus einer kürzlich gehaltenen Rede eines bekannten Politikers.

Auszug einer Rede

Wir müssen aber die wichtigsten Trends verstehen und spüren, Antworten auf die Fragen, die uns die Zukunft stellen wird, suchen und diese werden sicher noch mehr aufwerfen. Das Tempo der Entwicklungen ist so schnell, dass wir auf sie ständig und schnell reagieren müssen. Die Welt ist in eine Zeit des schnellen Wandels eingetreten. Dinge, die noch vor kurzer Zeit als fantastisch oder unerreichbar bezeichnet wurden, sind Realität geworden und gehören zum Alltag. Qualitativ neue Prozesse entfalten sich gleichzeitig über alle Bereiche hinweg. Das rasante öffentliche Leben in verschiedenen Ländern und die technologische Revolution sind mit dem Wandel auf der internationalen Bühne verbunden.

Der Wettbewerb um einen Platz in der globalen Hierarchie verschärft sich. Doch viele alte Rezepte für „Global Governance“, Konfliktbewältigung und natürliche Widersprüche sind nicht mehr anwendbar, scheitern oft und neue sind noch nicht ausgearbeitet.

Natürlich stimmen die Interessen der Staaten nicht immer überein, im Gegenteil. Das ist normal und natürlich. Das war immer schon so. Die führenden Mächte haben unterschiedliche geopolitische Strategien und Sichtweisen für die Welt. Dies ist das unveränderliche Wesen der internationalen Beziehungen, die auf der Ausgewogenheit zwischen Kooperation und Wettbewerb basieren. Wenn dieses Gleichgewicht gestört wird, wenn die Einhaltung und sogar das Bestehen universeller Verhaltensregeln in Frage gestellt wird, wenn Interessen um jeden Preis durchgesetzt werden, dann werden Konflikte unberechenbar und gefährlich und führen zu gewaltsamen Konflikten. Unter solchen Umständen und einem solchen Rahmen kann kein einziges wirkliches internationales Problem gelöst werden, und die Beziehungen zwischen den Ländern verkommen einfach.

Die Welt wird weniger sicher. Anstelle von Fortschritt und Demokratie wird radikalen Elementen und extremistischen Gruppen, die die Zivilisation ablehnen und sie in die uralte Vergangenheit, in Chaos und Barbarei zu stürzen suchen, freie Hand gelassen.

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Jetzt haben wir Katalonien. Ein ähnliches Problem gibt es auch in einer anderen Region, in Kurdistan. Vielleicht ist diese Liste nicht vollständig. Aber wir müssen uns fragen, was werden wir tun? Wie sollen wir uns verhalten? Es stellt sich heraus, dass einige unserer Kollegen denken, es gäbe „gute“ Kämpfer für Unabhängigkeit und Freiheit, und es gibt „Separatisten“, die nicht berechtigt sind, ihre Rechte zu verteidigen, auch nicht mit Hilfe demokratischer Mechanismen. Wie wir immer in ähnlichen Fällen sagen, stellt eine solche Doppelmoral – und das ist ein anschauliches Beispiel für Doppelmoral – eine ernste Gefahr für die stabile Entwicklung Europas und anderer Kontinente sowie für die Weiterentwicklung der Integrationsprozesse weltweit dar.

Die Verfechter der Globalisierung versuchten uns einst zu überzeugen, dass die universelle wirtschaftliche Wechselbeziehung eine Garantie gegen Konflikte und geopolitische Rivalität sei. Leider ist das nicht passiert. Darüber hinaus wurde die Natur der Widersprüche immer komplizierter, mehrschichtiger und nichtlinearer. Zwar ist die Vernetzung ein hemmender und stabilisierender Faktor, aber wir erleben auch immer mehr Beispiele dafür, wie die Politik die wirtschaftlichen und marktwirtschaftlichen Beziehungen grob stört.

Die komplette Rede finden Sie hier

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2 Kommentare
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Erster Geschichtenerzähler aus Naumburg (Saale) | 25.10.2017 | 15:09  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 25.10.2017 | 15:26  
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