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Kundgebung gegen die aktuelle Asylpolitik, Montag, den 16. Juli um 17.00 Uhr

  Die Initiative „200 nach Marburg“ und das Kerner-Netzwerk rufen zu

einer Kundgebung gegen die aktuelle Asylpolitik auf. Diese Kundgebung, die

am MONTAG, DEM 16. JULI UM 17.00 UHR AUF DEM OBEREN MARKTPLATZ stattfindet,

steht unter dem Motto:

„MENSCHENRECHTE ERHALTEN! FÜR ASYL – GEGEN POLITISCHE VERROHUNG.“

Wir wollen uns einer Politik der Unmenschlichkeit entgegenstellen.

Marita Gabrian - Initiative 200 nach Marburg


Offener Brief der INITIATIVE „200 NACH MARBURG“ an den hessischen

Ministerpräsidenten Volker Bouffier, 9. Juli 2018



Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

wir wenden uns noch einmal an Sie, diesmal mit einem offenen Brief.

In diesen Tagen rufen wir auf zu einer Kundgebung gegen die aktuelle Asylpolitik in Berlin und fast überall in unserem Land. Sie richtet sich gegen die - unserer Meinung nach -grundgesetzwidrige und unmenschliche Debatte und Politik zu diesem Thema.

/WIR FORDERN SOLIDARITäT IN EUROPA, SOLIDARITäT MIT GEFLüCHTETEN. /

Es gibt immer noch eine große Anzahl von Menschen, bei denen diese Solidarität spürbar und fest verankert ist, die sich nicht mitziehen lassen von einer Politik menschenverachtender Hetze, die zurzeit über viele Medien die Stimmung bestimmt.

Anstatt um diese vielen Menschen weiter zu ringen, lassen sich
Politiker*innen vor der AfD hertreiben und verschaffen so nationalistischer und rassistischer Hetze immer mehr Gehör. Hier wollen wir nicht nur mit Entsetzen zuschauen.

Wir sagen, dass nur Solidarität innerhalb und außerhalb unserer Grenzen die Lösung sein kann. Die Lösung für ein Fluchtproblem, für dessen Ursachen deutsche Wirtschaft und Politik mitverantwortlich sind. Wir stellen uns dieser fatalen politischen Entwicklung in den Weg. (…. und wir tun das nicht zum ersten Mal).

Die INITIATIVE „200 NACH MARBURG“ verfolgt seit über zwei Jahren mit Unterstützung des Marburger Stadtparlaments das Ziel, dass 200 Geflüchtete aus den Lagern der griechischen Inseln nach Marburg geholt werden.

Kommunen, die sich bereit erklären, zusätzliche Flüchtlinge aufzunehmen, sind bei der Bundesregierung nicht willkommen. Und auch die Landesregierung zeigte hier leider bisher Zurückhaltung und wurde nicht aktiv.

Vor wenigen Tagen, am 4. Juli, haben wir deshalb an Sie als Ministerpräsidenten von Hessen einen Brief geschrieben, mit folgendem Wortlaut:

„Die Initiative „200 nach Marburg“ setzt sich seit 2016 dafür ein, 200 Geflüchtete aus den Lagern der griechischen Inseln Lesbos oder Chios nach Marburg zu holen.

Das Marburger Stadtparlament hat zweimal im Jahr 2016 beschlossen, wenigstens diese 200 Menschen aus ihrer Verzweiflung zu befreien und in Marburg aufzunehmen. Unser Oberbürgermeister Dr. Spies hat dies mehrmals gegenüber der Landesregierung bekräftigt. Bislang scheiterte die Umsetzung der Forderung der Initiative und des Stadtparlaments an bürokratischen Hürden, die wir nicht überwinden können.

Mit großem Interesse haben wir zur Kenntnis genommen, wie Sie sich im Streit innerhalb der CDU-CSU Fraktion und innerhalb der Bundesregierung über den Umgang mit Flüchtlingen für eine sachliche Analyse eingesetzt haben. Wir nehmen dies zum Anlass, noch einmal die Bitte vorzutragen, uns bei der Umsetzung der Planung der Initiative „200 nach Marburg“ zu unterstützen, sei es durch eine unterstützende Erklärung, sei es durch Ihr Einwirken auf das Regierungspräsidium – welche Wege auch immer Sie für zielführend halten. Bitte veranlassen Sie, dass ein entsprechendes Verfahren in Gang gesetzt wird.“

Sie als Ministerpräsident von Hessen sollten die demokratisch gefassten Beschlüsse einer hessischen Stadt unterstützen und die Aufnahme besonders von Frauen und Kindern erleichtern, die sich seit über zwei Jahren in  hoffnungsloser Situation z.B. im Lager Moria auf Lesbos befinden.

DABEI GEHT ES NICHT ALLEIN UM DIE SOLIDARITäT MIT GEFLüCHTETEN. ES GEHT

AUCH UM DIE RETTUNG UNSERER WERTE

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen,

Initiative „200 nach Marburg“ - Gabriele Borgemeister, Marita Gabrian,

Karin Schwalm
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