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Bei Dieselschmerz und Autojammer: Sozial-ökologische Verkehrswende!

 
Sabine Leidig (MdB DIE LINKE)
Marburg: Technologie- und Tagungszentrum (TTZ) - ehemaliges Gelände Jägerkaserne Südviertel | Die derzeitige Lebensweise in den Industriegesellschaften dieser Erde stößt an ihre natürlichen Grenzen. DIE LINKE, auch in Marburg, vertritt die Ansicht, nur eine radikale Wende hin zu einem gemeinwohlorientierten, sozial und ökologisch ausgerichteten Wirtschafts- und Gesellschaftssystem kann die bestehenden Probleme lösen.

Der Bereich der heutigen Lebensweise, in dem die Probleme tagtäglich sichtbar werden ist das Verkehrssystem. Der Transport von Menschen und Gütern von A nach B ist einerseits notwendig. Andererseits belasten die Folgen des heutigen Systems Mensch und Natur erheblich. Staus auf Autobahnen und in den Städten zeigen weitere Grenzen auf. Wie dieses Dilemma gelöst werden kann, ist das Thema der Veranstaltung des KV DIE LINKE Marburg-Biedenkopf.

Vortrag und Diskussion
mit Sabine Leidig

(MdB DIE LINKE, Mitglied des Verkehrsausschusses)

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 19.00 Uhr
TTZ, SoftwareCenter 3 , Marburg

Bei Dieselschmerz und Autojammer: Sozial-ökologische Verkehrswende!


Drei Jahre ist es inzwischen her, dass der systematische Abgas-Betrug der Automobilhersteller aufflog. Die Bundesregierung und die sie tragende Koalition hatten drei Jahre Zeit, erstens Maßnahmen zu ergreifen, um die belastenden Folgen des Autoverkehrs in den Städten zu verringern und zweitens die Betrüger zur Verantwortung zu ziehen und auf Schadensersatz zu verpflichten.

Geschah aber nicht. Im Gegenteil: Nach wie vor werden die Autokonzerne gehätschelt – zulasten der Umwelt, der Gesundheit und der betrogenen Diesel-Autokäufer. Und nach wie vor wird versucht mit Konzepten von gestern die Mobilität der Zukunft zu gestalten. Wer die autogerechte Stadt als Lösung der Probleme ansieht, befindet sich auf dem Holzweg, auch wenn er in einem Elektroauto sitzt.

Vision 2050

Öffentlicher Verkehr ist eine öffentliche Aufgabe. Aus sozialen, politischen und finanziellen Gründen. Entsprechend befinden sich öffentliche Verkehrsmittel in öffentlichem Eigentum. Die Deutsche Bahn AG ist eine demokratisch kontrollierte Anstalt des öffentlichen Rechts geworden.

Ziel einer sozial-ökologischen Verkehrspolitik ist es, das Grundbedürfnis nach Mobilität für ALLE Menschen zu ermöglichen – mit geringstmöglichen Umweltbelastungen und zu den geringstmöglichen volkswirtschaftlichen Kosten. Mobilität ist mehr als das wirtschaftlich Notwendige, also der Transport von Gütern und das Pendeln von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Einkäufe tätigen, Familie und Freunde besuchen, Erholung und Urlaub sind Grundbedürfnisse von Menschen. Ein Grundrecht auf Mobilität kann nicht gleichgesetzt werden mit dem Grundrecht auf ein eigenes Auto. Es gibt keinen Anspruch auf ein bestimmtes Transportmittel.

Das Grundrecht auf Mobilität ist nur dann wirklich etwas wert, wenn alle tatsächlichen Zugang zu den Transportmitteln haben. Das bedeutet einerseits physischer Zugang, also ohne Barrieren für Behinderte, für Eltern mit Kinderwagen oder für Radfahrer. Das bedeutet andererseits finanzieller Zugang. Alle müssen sich die Nutzung auch leisten können.
Das Verkehrssystem der Zukunft ist ein überwiegend öffentliches Verkehrssystem. Es ist nicht nur eine gleichberechtigte Alternative zum eigenen Fahrzeug, sondern dank konsequenter politischer Förderung mittlerweile sogar besser – und im Nahverkehr sogar kostenlos nutzbar.

Diesen öffentlichen Verkehr der Zukunft kennzeichnen perfekt aufeinander abgestimmte Fahrpläne und durchgehende Barrierefreiheit. Angeboten werden flexible »Gefäße« für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder sowie Abteile für Kinder und geschäftliche Besprechungen. Passfähig gestaltet sind die weiterhin kostenpflichtigen Taxi- und CarSharing-Angebote sowie die erheblich ausgeweiteten Fernverkehrsangebote der Bahn. (Weiter mit Vision 2050 hier)

In der Veranstaltung „Bei Dieselschmerz und Autojammer: Sozial-ökologische Verkehrswende!“ mit Sabine Leidig (MdB DIE LINKE, Mitglied des Verkehrsausschusses), soll darüber diskutiert werden, wie die Gesellschaft von der verkorksten Situation am Ende des Jahres 2018 zu den Zuständen der Vision 2050 gelangen kann.

Wann: Mittwoch, 5. Dezember 2018, 19.00 Uhr
Wo: TTZ, SoftwareCenter 3 , Marburg
Der Eintritt ist frei

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8 Kommentare
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 26.11.2018 | 21:28  
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Jost Kremmler aus Potsdam | 27.11.2018 | 20:00  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 27.11.2018 | 20:27  
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Jost Kremmler aus Potsdam | 27.11.2018 | 20:33  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 27.11.2018 | 20:58  
16.083
Jost Kremmler aus Potsdam | 28.11.2018 | 10:28  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 28.11.2018 | 10:57  
16.083
Jost Kremmler aus Potsdam | 28.11.2018 | 11:14  
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