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Warum ist es Rhein so schön?

  Obwohl diese Frage schon in Adolf von Bergsattels bekanntem Lied (fast) beantwortet wird, wollten wir es doch genauer wissen und nahmen die Einladung des Chores der Hessischen Wasserschutzpolizei zur traditionellen Rheinreise, es war heuer schon die 11., gerne an. Schon kurz nach der Ankündigung im Chor lagen so viele Anmeldungen vor, dass unser Organisationsleiter „Jupp“ Ellrich sich um einen Doppeldecker bemühen musste. Auch unser Chorleiter Klaus Fillsack legte sich ins Zeug und wiederholte zwischen dem „Tagesgeschäft“ immer wieder Lieder, die eventuell gesungen werden könnten. Wir waren also gut vorbereitet und konnten uns daher ganz der Wettervorhersage widmen – und die war durchwachsen.
Am 2. September machten wir uns pünktlich um 6.45 Uhr von Marburg aus auf den Weg nach Wiesbaden-Biebrich, das wir trotz einiger Umleitungen pünktlich erreichten. Und da lag er in der Morgensonne vor dem schönen Biebricher Schloss, der „Rhein-Star“ der Rössler-Linie. Wir waren natürlich nicht die einzigen Passagiere die an Bord wollten, nein, da waren noch der Shanty-Chor der Wasserschutzpolizei Nürnberg, der Shanty-Chor vom Edersee, ein heimischer Chor aus dem Rheingau und natürlich die Gastgeber. Pünktlich um 9.30 Uhr hieß es dann „Leinen los!“ und wir fuhren (oder heißt es ‚schifften‘?) rheinabwärts zunächst durch den Rheingau mit Walluf, Eltville, Oestrich-Winkel, Geisenheim und Rüdesheim. Zeit genug, um es uns im Zwischendeck gemütlich zu machen und ein alkoholfreies Frühstück oder einen Frühschoppen zu genießen. Beides natürlich mit schönen Ausblicken auf die vorbeiziehende Landschaft mit ihren Weinbergen und Burgen.
Inzwischen nahm auch das Bordprogramm mit der Ehrung des Organisationsleiters des Chores der Hessischen Wasserschutzpolizei, Wolfgang Kaimer, für seine 40jährige Mitgliedschaft im Chor seinen Lauf. Uwe Schweifer vom Chorverband der deutschen Polizei höchstpersönlich nahm diese Ehrung vor. Anschließend ging es dann musikalisch weiter: Chor der Hessischen Wasserschutzpolizei, Shanty-Chor vom Edersee, Polizeichor Marburg. Klaus Fillsack hatte geschickt unsere „flotten“ Lieder ausgewählt, um den Ohrwürmern der maritimen Chöre nicht nachzustehen und so präsentierten wir nach einer kurzen Begrüßung durch Dieter Oberländer „Freude am Leben“, „Der Hahn von Onkel Giaccometo“ und „ Hochzeit der Frösche“. Dem Publikum hat diese Auswahl gefallen, da sie im Gegensatz zu den vorangegangenen Gruppen acapella vorgetragen wurden.
Nach der Passage des Rheingaus waren wir inzwischen unter den Liedbeiträgen des Chores aus dem Rheingau und des Shanty-Chores aus Nürnberg im romantischen Rheintal mit seinen vielen Burgen, dem Mäuseturm bei Bingen und der Pfalz bei Kaub angekommen.
An der Loreley huldigten wir der schönen Felsen-Bewohnerin mit Heinrich Heines „Loreleylied“. Ich glaube, es hat ihr gefallen, denn sie bedankte sich mit mehreren Sonnenstrahlen.



Zurück ging es dann zum Essenfassen nach Bacharach. Nach der Begrüßung durch den Weingott Bacchus und seiner beiden Bacchantinnen gab es für alle auf den Rheinwiesen unter den Klängen des Hessischen Polizeiorchesters Erbessupp mit Weck, Woscht und Woi.



Wer Lust hatte, konnte nach der Mahlzeit einen kleinen Bummel durch das malerische Bacharach unternehmen.

Die Gunst der Loreley mit ihren Sonnenstrahlen hatte derweil nachgelassen: es fing leicht an zu regnen. Und wer profitierte davon? Natürlich die vielen Kneipen in der Hauptstraße!

Um 17 Uhr hieß es dann Abschied nehmen von Bacharach und Rüdesheim als letztes Ziel ansteuern. Auf dieser gut einstündigen Strecke sollten sich eigentlich alle Chöre noch einmal präsentieren. Sollten – wären da nicht die zeitraubenden Erklärungen („Seid doch mal ruich!“) des weiteren Ablaufs in Rüdesheim mit Brömersburg, Seilbahn zur Germania mit den dort stehenden Bussen nach Biebrich mit Zwischenhalten („Habder das jetz auch alles verstanne?), dem Bähnchen, dem Essen beim Chinesen oder in einem Lokal in der Drosselgasse („Also, ich wiederhol nochma!“) , dem Parkplatz unseres Busses usw., usw.(„Habders jetz?“) gewesen. So schafften es gerade mal zwei Chöre sich zwischen die Ansagen zu mogeln und ihre schönen Beiträge zu präsentieren. Die anderen drei, darunter auch wir, hatten Pech. Schade!
Nach dem individuellen oder gemeinsamen Essen trafen wir uns alle pünktlich(!) am Bus und starteten die Heimreise.


Fazit: Schöne Landschaft, viele Burgen, nette Menschen, gute Weine und gutes Essen und lockere Zungen: Darum ist es am Rhein so schön! (AM)
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