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Kleiner Messier-Marathon mit Kometenschau am Frauenberg

Wann? 16.03.2013 20:00 Uhr

Wo? Burgruine Frauenberg, Marburg DE
Sternenhimmel am Frauenberg, 16. März 22 Uhr
 
Der Komet PANSTARRS (C/2011 L4) über dem Horizont am westlichen Abendhimmel
Marburg: Burgruine Frauenberg | Samstag, 16. März 2013, Frauenberg, ab 20:00 Uhr

Herzliche Einladung bei klarem Wetter*) auf die Ruine Frauenberg zu einer Führung durch den nächtlichen Frühlingshimmel!

*) Achtung: Nachtrag, Sa. 16.03.13, 13:30 Uhr: Wegen dichter Wolkendecke wird die Himmelsführung abgesagt. Aber: kommen Sie zur Volkssternwarte nach Kirchhain, dort erwartet Sie ein Programm auch bei dichten Wolken!

In diesem Jahr fällt der Frühlingsanfang auf den 20. März. Genau um 12:02 Uhr passiert die Sonne den Äquator und wechselt von der Südhalbkugel zur Nordhalbkugel. An diesem Tag zieht die Sonne exakt von Osten nach Westen ihre Bahn. Ab dem 20. März sind bei uns dann die Tage länger als die Nächte. Der Frühling ist eine gute Jahreszeit für nächtliche Entdeckungen am Sternenhimmel: noch ist es ausrei­chend lange dunkel, aber die Tem­peraturen sind i.d.R. schon so ange­nehm, dass man eine klare Sternen­nacht auch genießen kann. Im Wes­ten zeigen die untergehenden Sternbilder des Winters, wie der Orion, der Stier, Fuhrmann und die Zwillinge das Ende der kalten Jah­reszeit an, im Osten künden die Frühlingsboten, der Löwe, die Jung­frau und Boötes – der Bärenhüter - das Aufblühen der Natur an. Die Mondsichel zeigt sich in der Nähe der Plejaden - des Siebengestirns - genauso wie schon auf der Himmelsscheibe von Nebra in der Bronzezeit dargestellt.

Neben den Sternen, von denen die hellsten unsere Sternbilder formen, gibt es aber noch andere Ob­jekte zu entdecken, denken Sie zum Beispiel an die Sternengruppe der Plejaden und die Nachbargala­xie, den Andromedanebel. Im 18. Jahrhundert begann als erster der französische Astronom Charles Messier (1730 – 1817) eine Liste der damals bekannten Galaxien, Sternenhaufen und Gasnebel zu er­stellen – den Messier-Katalog. Messier fand 103 dieser Objekte; der Katalog wurde posthum um 7 Ob­jekte erweitert, die von Messier und seinen Freunden ebenfalls beobachtet wurden, so dass der Kata­log nun aus 110 Einträgen besteht. Alle Einträge beginnen mit einem großen „M“ gefolgt von der Num­mer des Objekts: die Plejaden sind als M45 geführt, der Andromedanebel steht unter M31.

Die Messierobjekte liegen vor allem im Sternbild der Jungfrau, in Richtung zum galaktischen Zentrum und in den Wintersternbildern. Im Frühling kann ein Beobachter bei einer geographischen Breite von etwa 25° (also z.B. in Nordafrika) innerhalb einer einzigen klaren Nacht alle 110 Objekte aufspüren. Diesen astronomischen Sport nennt man einen Messier-Marathon. Aber selbst in unseren Breiten sind unter besten Bedingungen im Prinzip etwa 100 Objekte im Frühjahr auszumachen – wenn man die ganze Nacht hindurch beobachtet.

Beteiligen Sie sich an unserem kleinen Messier-Marathon auf dem Frauenberg am 16. März. Weitere Informationen zu den Objekten des Messierkatalogs sowie eine Karte der Messierobjekte zum Ausdru­cken finden Sie auf der Wikipediaseite: http://de.wikipedia.org/wiki/Messier-Katalog.

Ein besonderes Schauspiel soll in diesem Frühjahr nach aktuellen Vorhersagen der Komet PANSTARRS bieten, der auch unter der Bezeichnung C/2011 L4 zu finden ist. Dieser Komet ist etwa ab dem 8. März in der Abenddämmerung am westlichen Horizont auszumachen und wird in den dann folgenden Ta­gen an Helligkeit zunehmen und auch immer länger am frühen Nachthimmel sichtbar sein. Er be­wegt sich entlang der östlichen Kante des Pegasusvierecks. Die Hel­ligkeit des Kometen kann nur recht grob im voraus berechnet werden, Schätzungen reichen bis an die 2. Größenklasse heran. Damit sollte der Komet gut mit einem Fernglas zu finden und zu beobachten sein. Weitere Hintergrundinformationen zu diesem Kometen sowie Tipps zur Beobachtung finden Sie auf der Webseite http://news.astronomie.info/sky201303/thema.html.

Am 16. März haben in Deutschland aus Anlass des „Astronomietag 2013“ (www.astronomietag.de) vie­le Sternwarten geöffnet und bieten Beobachtungen und Vorträge an. In unserer Region finden Sie be­geisterte Astronomen nicht nur am Frauenberg sondern auch in der Volkssternwarte in Kirchhain (www.vsmr.de) und in der „Sternenwelt Vogelsberg“ in Stumpertenrod (www.sternenwelt-vogelsberg.de).
Beachten Sie bitte auch das Jahresprogramm des Vereins „Parallaxe und Sternzeit e.V.

Kontakt
www.parallaxe-sternzeit.de
info@parallaxe-sternzeit.de
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Weiterveröffentlichungen:

Oberhessische Presse | Erschienen am 09.03.2013
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