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Gitarrenkonzert Antonio Malinconico im TurmCafé Spiegelslustturm Marburg

Am 1. April, 20 Uhr, im TurmCafé (Foto: Website)
  Antonio Malinconico gastiert im TurmCafé, am Samstag, 1. April, 20 Uhr.

Eintritt 15,- / 12,- € - Reservierungen unter Tel. 06421- 682129 oder per Mail: info@spiegelslustturm.de

Antonio Malincolico: Ein Interpret, der jede Wendung, jeden harmonischen Farbenwechsel und jede rhythmische Raffinesse oder Variation mit entspannter Präzision darstellt. (...) Seine feinfühligen, von perfektem Rhythmus getragene Interpretationen verzaubern mit einer Farbigkeit, die sein Instrument wie ein perfektes Tangoorchester erklingen lassen.

Gitarre oder Fußball?

Die Entscheidung fällt dem 11-jährigen Antonio Malinconico nicht schwer. 1979 in St. Gallen geboren und aufgewachsen, mit italienischen Wurzeln, beteiligt er sich schon in jungen Jahren an vielfältigen musikalischen Projekten. Er experimentiert, sammelt Erfahrungen und entdeckt seine Liebe zur klassischen Gitarre. 2005 schließt er sein fünfjähriges Studium der Gitarre an der Züricher Hochschule der Künste mit Auszeichnung ab. Vermittelte ihm das Studium eine fundamentale Basis, so bringen ihn Reisen durch Mittel- und Südamerika sowie durch den Nahen Osten mit den verschiedensten Stilen des Gitarrenspiels in Kontakt. Tango und südamerikanische Folklore erweitern sein musikalisches Weltbild.
Antonio Malinconicos Musik spiegelt die Emotionen des Südens. Leidenschaft und – gleichsam in seinem Namen enthalten – unergründliche Melancholie. Das Verschmelzen dieser gegensätzlichen Emotionen zu einer bittersüßen Mischung ist kennzeichnend für die südliche Kunst und Kultur und durchdringt die argentinische Folklore und den Tango gleichermaßen wie die neapolitanische Volksmusik. Die argentinische Gitarrenmusik, insbesondere die Kompositionen der Meister Astor Piazzolla und Jorge Cardoso, bilden das Herzstück von Malinconicos Schaffen. Der „St. Galler Kampanier“ interpretiert sie mit der ihm eigenen Mischung aus südlichem Temperament und nördlicher Ausbalanciertheit.

Antonio Malinconico blickt mittlerweile auf eine langjährige und vielseitige Live-Karriere zurück. Seit 2009 ist er mit seinem Trio „Antonio Malinconico e Amici“ in der Schweiz, in Deutschland und Österreich unterwegs. Im Anschluss an die Veröffentlichung des Soloalbums „Vamos al Sur“ im Frühjahr 2013, folgen Solokonzerte in der Schweiz und in Deutschland, sowie sieben exklusive Konzerte in Buenos Aires und im Landesinneren von Argentinien.

Seit Anfang 2014 wirkt er in der „Night of NylonGuitars“ mit. Bei diesem Projekt spielen jeweils drei Gitarrenvirtuosen Kompositionen aus den Bereichen World/Tango/BossaJazz auf einer akustischen Nylonsaiten-Gitarre. Pro Jahr finden etwa sieben Konzerte im deutschen Raum von Karlsruhe bis Dresden statt, mit guter Publikumsresonanz. Ins Leben gerufen wurden die NylonGuitar-Nights von Martin Müller. Der Karlsruher widmet sich seit 25 Jahren mit Herzblut und Pioniergeist der brasilianischen Gitarre und ist darin als Komponist, Autor und Interpret eine Institution.
Im November 2015 lud der argentinische Gitarrist und Komponist Juan Falú Antonio Malinconico an das „Festival Guitarras del Mundo“ ein. Die fünf Konzerte in den argentinischen Städten San Miguel, Córdoba, San Luis, Mendoza und San Juan, in renommierten Konzertsälen, waren ein unvergessliches Erlebnis. Auch im Jahr 2016 sind schon zahlreiche Konzerte geplant, in der Deutschschweiz, Romandie, Deutschland und Japan.

Discographie

Antonio Malinconicos Discographie spiegelt sein kontinuierliches Schaffen. 2007 erschien sein Mini-Debut „Adiós“ mit Eigenkompositionen. Im Februar 2010 veröffentlichte er mit dem Trio „Antonio Malinconico e Amici“ die erste Long-Play „Tempesta“. Im selben Jahr spielte er mit seinem ehemaligen Gitarrendozenten Jury Clormann eine Tango-CD mit dem Titel „Misteriosa Vida“ ein. Im Frühling 2011 folgte sein erstes Solo-Album „Por siempre Sur“, mit südamerikanischen Werken von Astor Piazzolla, Ariel Ramirez, Eduardo Falú und Jorge Cardoso. 2012 erschien „In Attesa“, wiederum mit dem Trio „Antonio Malinconico e Amici“. Im Sommer 2013 folgte „Vamos al Sur“, als Fortsetzungs Solo-Album von „Por Siempre Sur“.

2014 und 2015 entstanden diverse Videos, darunter „La Trampera“ von Anibal Troilo, das melancholische „Un Dia de Noviembre“ von Leo Brouwer und die „Milonga“ von Jorge Cardoso mit der kolumbianischen Tänzerin Andrea María Méndez Torres.
Im Juni 2016 wurde eine CD-Aufnahme in Holland gemacht, unter dem Titel „Cambio de Cuerdas“, was soviel wie Saitenwechsel bedeutet. Grund für diese Bezeichnung ist, dass Malinconico sein Repertoire erweitern möchte. Nicht nur Stücke aus Argentinien, sondern auch aus anderen Ländern Lateinamerikas soll es fortan enthalten. Zu diesen Stücken haben ihn die musikalischen Begegnungen der letzten beiden Jahre, unter anderem mit Martin Müller (DE), Federico Diaz (NYC), und Esart Udo de Haes (NL) inspiriert.

Background und Werkbeiträge

Antonio Malinconicos Familie stammt aus dem Hinterland Neapels. Dort verbrachte er viel Zeit in seiner Kindheit, und noch heute zieht es ihn regelmäßig dorthin. Die mediterrane Umgebung inspiriert den Gitarristen. Dank eines Werkbeitrags der Kulturstiftung des Kantons Appenzell Ausserrhoden konnte er 2011 einen viermonatigen Aufenthalt in Neapel absolvieren. In der faszinierend widersprüchlichen Hafenstadt schrieb er das Programm „In Attesa“ für das Trio „Antonio Malinconico e Amici“. 2012 erhielt er vom St. Galler Stadtrat einen dreimonatigen Atelieraufenthalt in Genua. Im selben Jahr unterstützte ihn der Kanton St. Gallen mit einem Werkbeitrag. Diese Werkbeiträge und Aufenthalte ermöglichten es dem Komponisten und Gitarristen, kontinuierlich an seinem Werk zu arbeiten.

Antonio Malinconico spielte Konzerte in folgenden Ländern:
Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Griechenland, Türkei, Argentinien und Japan.

Text von Diana Zucca

http://www.antonio.ch/
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