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Druckkunst gehört zum Immateriellen Kulturerbe

V.B. in einer kleinen Druckerei, ca. 1961-62
 
Das Wappen der Schwarzkünstler
Druckkunst gehört zum Immateriellen Kulturerbe

Große Freude bei den „Bleiläusen“ der Soltauer Erlebniswerkstatt für Buchdruck

Die “Künstlerischen Drucktechniken des Hochdrucks, Tiefdrucks, Flachdrucks, Durchdrucks und deren Mischformen‘‘ sind mit Beschluss der Deutschen UNESCO-Kommission im März 2018 in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. Als Immaterielles Kulturerbe werden laut Wikipedia „kulturelle Ausdrucksformen bezeichnet, die unmittelbar von menschlichem Wissen und Können getragen, von Generation zu Generation weitervermittelt und stetig neu geschaffen und verändert werden“. Das Museum für Druckkunst Leipzig und der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) hatten sich gemeinsam stellvertretend für die gesamte Druckkunst erfolgreich um die Aufnahme beworben.

Von dieser hohen Anerkennung erfuhren die Soltauer Schwarzkünstler anlässlich der Eröffnungsfeier der Hamburger Messe „BuchDruckKunst“ im Museum der Arbeit durch den Technik- und Sozialhistoriker Dr. Jürgen Bönig. Er leitete 25 Jahre die Abteilung Grafisches Gewerbe im Museum der Arbeit Hamburg und ist jetzt tätig für die Stiftung Historische Museen Hamburg. Dr. Bönig überraschte die Anwesenden mit dieser Neuigkeit und betonte in einer engagierten Rede, dass die Druckkünstler und Buchdruckmuseen eine hohe Aufgabe erfüllten – die Bewahrung einer Kulturtechnik, die ohne sie unwiederbringlich verloren gehen würde. Er zitierte das Expertenkomitee der Deutschen UNESCO-Kommission und erklärte die Bedeutung des Verzeichnisses. „Die Liste wird geführt, damit eine praktische Tätigkeit von Menschen bewahrt und fortentwickelt wird, die gefährdet ist durch das Verschwinden technischer Praxis. Mit den alten Techniken und nur durch sie entstehen ganz neue Bilder und Bilderwelten, die es ohne die Anwendung der traditionellen Methoden nicht gäbe. Das gilt es, neuen Generationen zu vermitteln und die künstlerischen Drucktechniken als Kulturform über lebendige Angebote an Kinder und Jugendliche weiterzugeben.“

Reinhard Riedel, 1. Vorsitzende des Vereins „Erlebniswerkstatt Buchdruck-Museum Soltau“, sieht die scherzhaft „Bleiläuse“ genannten Engagierten genau auf diesem Weg. „Unsere Zielgruppen sind Kinder, Jugendliche, einzelne Interessierte und kulturell orientierte Touristen. Künstler können sich im geplanten Museum in der Kirchstraße 2 entfalten und die nötigen Maschinen benutzen. Auch mit den schon seit 2016 stattfindenden Besuchen in Vorschulgruppen und Schulen sowie mit Druckvorführungen bei Veranstaltungen entsprechen wir Jünger Gutenbergs im Heidekreis den Ansprüchen eines lebendigen Kulturerbes.“ Sobald die Finanzierung des Projekts abschließend gesichert ist und die Bauarbeiten beginnen, beabsichtigen die Schwarzkünstler, das Logo des Bundesweiten Verzeichnisses des Immateriellen Kulturerbes am Eingang ihrer „Bleilaus“, der künftigen „Schrift- und Druckwelt Soltau“ anzubringen.


An alle, die der Bleilaus zu einem Zuhause verhelfen wollen!



Bitte für GUDDI abstimmen gleich links in der ersten Reihe unter folgendem Link:

https://voting.pitmodule.de/o/524eb7df8e57f7f/gall...

Gern diese E-Mail auch weiterleiten an Verwandte, Freundinnen und Freunde oder andere Interessierte, damit ein kulturelles Netzwerk entsteht, das mithilft, den Auftrag der UNESCO umzusetzen: Die künstlerischen Drucktechniken sind nämlich vor kurzem als immaterielles Kulturerbe anerkannt worden!

Deswegen möchte das Maskottchen unseres gemeinnützigen Vereins, dass wir möglichst rasch in die Soltauer Kirchstraße 2 einziehen. Dann können wir Vorschulkindern, Schülerinnen und Schülern, Kulturtouristen, Kunstschaffenden sowie allen Interessierten die alten Techniken zeigen. Wer will, ist später herzlich eingeladen, das Setzen und Drucken auszuprobieren und Eigenes herzustellen. Unsere geplante „Schrift- und Druckwelt Soltau“ kann verhindern, dass die „Schwarze Kunst“ im Landkreis Heidekreis und drumherum vergessen wird. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung. Die Kreissparkasse Soltau ermöglicht dies im Rahmen ihres 150. Jubiläums durch ihr Spenden-Voting und stellt dafür insgesamt 5.650 € bereit. - Gutes tun ist einfach!

Freundliche Grüße und ein Dankeschön im Voraus!

Reinhard Riedel

https://www.buchdruckmuseum-soltau.de/
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